WordPress.com stellt Tweets nun schöner dar

Es war zwar vorher auch nicht hässlich, aber seit neuestem stellt WordPress.com Tweets dar, wenn man lediglich die URL des Tweets in den Beitrag kopiert. Zum Beispiel so:

Naja, ist jetzt auch nicht unbedingt schöner, aber, ähem… funktional!

Twitter von Bots infiltriert?

Twitter und andere soziale Netzwerke werden von Programmen infiltriert, die sich als Menschen ausgeben, Freundschaften schließen und systematisch bestimmte Meinungen verbreiten. Können solche “social bots” soziale Bewegungen beeinflussen?

JamesMTitus was manufactured by cyber-security specialists in New Zealand participating in a two-week social-engineering experiment organized by the Web Ecology Project. [...] The group invited three teams to program “social bots”—fake identities—that could mimic human conversation on Twitter, and then picked 500 real users on the social network, the core of whom shared a fondness for cats. The Kiwis armed JamesMTitus with a database of generic responses (“Oh, that’s very interesting, tell me more about that”) and designed it to systematically test parts of the network for what tweets generated the most responses, and then to talk to the most responsive people.

Gelungener Kundendienst auf Twitter

So soll Kundendienst sein: Den Kontext erkennend, verständnisvoll und nicht ohne die nötige Prise Humor!

Kottkes Tweet:

I think my wife is having an affair with someone named “Zappos”. He sends her a package at least every third day. I am on to you, Mr Zappos!

Zappos Antwort nur wenige Minuten später:

@jkottke I’m sorry sir, but our relationship with your wife is strictly professional.

Gefällt mir-Button

Wer in den letzten paar Tagen hier vorbeigeschaut hat, dem wird der “Gefällt mir”-Button von Facebook bzw. der Link zum Facebook-Sharing aufgefallen sein. Ja, ich weiß, die Hölle ist zugefroren, aber keine Sorge, es gibt wieder nur den Twitter-Link, der ganz ohne Services von Drittanbietern funktioniert, solange es keine bessere Lösung von Facebook gibt oder ich dem unsichtbaren Druck des Mitmachens nachgebe.

Wer dennoch scharf drauf ist, den Button auf seiner Seite einzubauen, findet im LoadBlog eine kurze Anleitung. Wer mit dem Hybrid-Framework in WordPress arbeitet, sieht sich lieber develop dalys ganz einfach Anleitung an.

Nachtrag 23. Februar 2011: Weg damit.

4 Monate von Facebook und Twitter abgekapselt

Edan Lepucki hat sich für 4 Monate von Facebook und Twitter abgekapselt, weil es ihr zu langweilig geworden ist, Tag für Tag belanglose Nachrichten in Echtzeit online zu verarbeiten. Nach 4 Monaten weiß sie dennoch nicht so recht, ob sie wieder zurückkehrt oder sich wieder anmeldet.

I had grown bored, obsessed, bothered, even–I admit it–enamored with my reflection there. And lord help me if I found myself at midnight yet again, drinking a glass a wine and scrolling through wedding photos of a friend of a friend of a friend, or, come morning, drinking a mug of coffee and vainly attempting to read and retweet one fascinating article after another.

Twitter verdient Geld

Nach 3 Jahren des Rätselns, ob Twitter jemals wird Gewinne erzielen können, scheint die Frage jetzt beantwortet zu sein. Man kann auch für das Sich-durchsuchen-lassen Geld verlangen. Marissa Mayer, Google;

We believe that our search results and user experience will greatly benefit from the inclusion of this up-to-the-minute data, and we look forward to having a product that showcases how tweets can make search better in the coming months. The next time you search for something that can be aided by a real-time observation, say, snow conditions at your favorite ski resort, you’ll find tweets from other users who are there and sharing the latest and greatest information.

Helge erklärt #unibrennt

Helge erklärt, wie mit Hilfe von Blogs, Twitter und Facebook unter Umgehung der traditionellen Medien die Besetzung des Audimax an der Uni Wien organisiert und der Gedanke an weitere Universitäten in ganz Europa vermittelt wurde. Besonders gut gefällt mir das von Helge zitierte YouTube-Video von Max Kossatz, das darstellt, wie sich der Hashtag “#unibrennt” auf Twitter über Europa verteilt hat.

So schön auch über die Anwendung sozialer Medien für die Organisation der Unibesetzung zu lesen ist, so wenig sozial und gemeinschaftlich wird die Sache aber. Es gibt genügend Proteste gegen die Proteste und immer mehr der ehemaligen Besetzer sehen sich den Kritikpunkten, die in den Forderungen angesprochen werden, in der Organisation der Besetzung selbst ausgesetzt!

Kommentare auf Blogs sind sowas von 2005

Die Dinge haben sich in den letzten drei Jahren so dramatisch verändert. Blogs, wie man sie geläufig noch vor seinem geistigen Auge sieht, gibt es praktisch nicht mehr: Die Abfolge Header, Titel, Überschrift, Artikel, Kommentare, Link und Footer ist heute nur mehr bei Seiten zu finden, die sich als Blog eingenistet, die Weiterentwicklung hin zu noch mehr Vernetzung und Auslagerung jedoch verweigert haben.

Mit meinem Wechsel von WordPress zu Tumblr habe ich einiges an Kommentaren (persönlich oder per E-Mail) in Bezug auf das Fehlen der Kommentarmöglichkeit zu hören oder zu lesen bekommen. Die Behauptung, man könne nun nicht mehr mit mir kommunizieren, ist allerdings nicht ganz richtig, denn es stimmt zwar, dass man nicht mehr direkt in eigens dafür vorhergesehenen Feldern kommentieren kann, es ist aber nicht richtig, dass man seine Meinung überhaupt nicht mehr kundtun kann. Kommentare sind mir, ganz im Gegenteil, sehr willkommen. Per E-Mail, in einem Artikel auf der eigenen Website mit einem Link zu meinem Artikel oder via Twitter.

Warum aber nicht auf der eigenen Seite? Kommentare, wie wir sie bislang kennen, sind mir zu 2005. Damals waren Blogs gerade der Schrei, aber nicht jeder hatte (oder hatte die Möglichkeit), ein Blog zu eröffnen. Blogger war noch nicht bekannt genug (zumindest in Österreich) und wenn man von “eigenem Server” und Content Management Systemen gesprochen hat, war man sowieso ein Geek. Dennoch konnte man als Besucher einer Seite zu Themen Stellung nehmen, weil es eben diese Funktion gab.

Die Umstände haben sich aber geändert. In meinem Freundeskreis hat nahezu jeder eine eigene Website, einen Account bei Twitter oder zumindest einen Zugang zu Facebook. Man weiß mittlerweile, wie man Texte online publiziert. Das Limit der Kommentarfunktion war, dass man nicht wirklich Stellung nehmen konnte, sondern immer in einem kleinen Zusatzfeld in wenigen Sätzen auf den Punkt kommen musste. Es war nicht möglich, lange Diskussionen zu führen und nur sehr schwierig, Diskussionsabläufe zu verfolgen. WordPress hat mit dem letzten Upgrade die Möglichkeit eingeführt, Kommentare verschachtelt anzulegen. Der Nachteil dieser Form des Kommentieren ist, dass selbst visuell der Artikel nur mehr als Grundlage, nicht aber als Bezugsobjekt der Diskussion verstanden wird. Je verschachtelter die Kommentare angelegt sind, desto eigenständiger und vom eigentlichen Thema losgelöster erscheinen die diversen Statements.

Spätestens seitdem Artikel mit Titeln wie “Kill Blog Comments” erscheinen und Blogautoren argumentieren, dass Blogs nicht unbedingt als Dialog verstanden werden müssen, wird eine neue Form des Kommentierens nötig. Man möchte nicht mehr in der Sandkiste über den Spielplatz diskutieren, sondern im Büro des Stadtplaners: Diskussionen, sollen Blogs vernetzen und Inhalte mit Meinungen auf verschiedenen ideellen Plattformen präsentieren, wobei das eigene Blog/die eigene Website den Gipfel des Olymp darstellt, Twitter und twitter-ähnliche Dienste den Autoren gelegentliche “Guter Artikel!” bis hin zu “You suck!”-Blurbs freien Lauf lassen.

Trotzdem bleiben Reaktionen auf die eigene Arbeit interessant und so bleibe auch ich dem Kommentieren auf einfachster Ebene treu. Ab sofort hat jeder Text-Artikel einen Link, der das Kommentieren auf den präsentierten Inhalt ermöglicht. Dafür ist lediglich ein Twitter-Account nötig, das aber ratzfatz eingerichtet ist. Alternativ nehme ich natürlich auch Meinungsäußerungen per E-Mail (m.kalina auf dieser Domain) jederzeit entgegen. Das Kommentieren per Twitter verstehe ich als kleine Hemmschwelle: Die Meinungsäußerung ist für jeden sichtbar, da ich zwar die Reaktion als Antwort an mich deklariere (@mkalina), allerdings dem Tweet auch eine Referenzurl zum betreffenden Artikel mit auf den Weg gebe. Jede und jeder Interessierte kann dadurch selbst nachlesen, worauf sich diese Äußerung bezieht und sich selbst seine Meinung bilden.

Die dritte Alternative? Selbst einen Beitrag verfassen und auf meinen Verlinken! Irgendwann taucht der Beitrag in meinen Referrern auf und die Ferndiskussion kann beginnen.

Das bringt Leben ins Web, das macht Spaß. Und Kommentare auf Blogs gehen über ins Jahr 2009!