Markierte Beiträge bei Tumblr

Tumblr hat soeben markierte Beiträge eingeführt.

Today you’ll have a new option to Highlight those extra-important posts. For one dollar, your post will stand out in the Dashboard with a customizable sticker to make sure your followers take notice!

Man kann sich also nun innerhalb des Tumblr-Ökosystems für $1 wichtig machen.

WordPress.com jetzt mehr wie Tumblr*

Nach der Eingabemaske jetzt auch noch Newsreader, Reblog und Statistiken:

  • Die Standardansicht bei Tumblr ist eine Art Newsreader, in dem man seine abonnierten Tumblelogs ansehen kann. WordPress.com hat nun ebenfalls eine Art Dashboard mit integriertem Newsreader verpasst bekommen, wobei dieser Reader nicht nur auf WordPress.com gehostete Blogs anzeigt, sondern auch extern gehostete, sofern sie über einen Newsfeed verfügen.
  • Eine der beliebtesten Funktionen auf Tumblr ist das Reblogging: Ein Button geklickt und schon scheint der Artikel von Blog A auf Blog B auf. Und was hat WordPress.com erst gestern (wieder) eingeführt? Richtig!
  • Und damit die Start- und Einstiegsseite auch häufig aufgesucht wird, sind dort auch die Statistiken der eigenen Blogs zu finden.

So sehr man WordPress.com vorwerfen kann, bei Tumblr zu kopieren… Ich habe das Gefühl, dass WordPress.com davon profitiert, während Tumblr nach wie vor mit grundlegenden Problemen nicht fertig wird.

* Den Titel habe ich 1:1 von uarrr.org übernommen. Pointierter kann man sowas nicht formulieren…

Tumblr-Probleme: Server, Suche und Spam

Gleich zwei Bloggerkollegen haben sich überlegt, von WordPress auf ein anderes System, unter den Auswahlmöglichkeiten auch Tumblr, zu wechseln. Bei Marcel (uarrr) blieb es beim gut argumentierten Wunsch auf ein anderes Blogsystem zu wechseln, Pascal nahm noch in der Denkphase vom Systemwechsel Abstand. Für beide gilt: Gut so, denn hättet ihr von meinen Erfahrungen mit Tumblr (und anderen CMS) gelesen, wüsstet ihr, dass ein Blog – und nicht ein kurzes Popup, das nach ein bis zwei Jahren wieder verschwindet – dort nicht gut aufgehoben ist.

Tumblr macht glücklich, ja, aber das Erwachen nach dem Höhenflug ist böse: Tumblr kann langsam sein oder es funktioniert gar nicht. Gar nicht funktioniert auch die Suche, mäßig, weil unbrauchbar, aber immerhin, die Backups. Ganz schlimm ist aber weder Server noch Suche, sondern Spam, denn der Spam kommt nicht, wie bei WordPress, von außen, sondern von innen! “Tumblrs Spam-Konten nehmen überhand“, habe ich im August des letzten Jahres geschrieben und seitdem nie wieder zurückgeschaut.

Tumblrs Spam-Konten nehmen überhand

Nach wie vor habe ich meine Beiträge (auch) bei Tumblr gespeichert, um gegebenenfalls jederzeit wieder wechseln zu können ;-) Was mich allerdings immer mehr stört und wogegen Tumblr scheinbar auch nichts unternimmt, ist das immer größer werdende Problem von Spam-Konten, die sich auf den verschiedenen Domains (oder Subdomains) die Backlinks für ihre jeweiligen Online-Machenschaften holen. So sieht zum Beispiel meine Übersicht momentan aus:

Spam-Konten auf Tumblr

Die Hälfte davon verweist auf pornografischen Content, die andere Hälfte auf Hilfsmittel, um in der ersten Hälfte standzuhalten. Abschalten oder Entfernen kann ich diese Links nicht (das Anzeigen auf meiner Übersicht jedoch schon).

Solche Ansichten wie die hier abgebildete waren früher eine Seltenheit. Nunmehr sehe ich solche Ansammlungen von Spam nicht mehr nur täglich, sondern alle 6-8 Stunden! Und langsam wird es mir zu blöd, mehrmals täglich bei Tumblr aufräumen zu müssen.

Tumblr hat ein Spam-Problem

Tumblrs Spam-Problem ist weitaus größer als ich mir das anfangs vorgestellt habe. Die Plattform wird – leider! – systematisch benutzt, um Linksammlungen für kommerzielle Websites zu generieren, wobei die Spammer dabei nichts tun, was Tumblrs Nutzungsbedingungen direkt widersprechen würde. Das übliche vorgehen dabei ist folgendes:

  1. Ein Spammer meldet sich mit einem wenig aussagekräftigen Namen bei Tumblr an.
  2. Er startet ein Tumblelog auf der Tumblr-Subdomain “spaminhalt.tumblr.com”.
Von nun an gibt es zwei Möglichkeiten, wie der Spammer vorgehen kann:
  • Der Spammer verknüpft seinen Tumblelog mit einer Domain, sodass alle Aufrufe von “spaminhalt.tumblr.com” direkt zur Hauptdomain “spaminhalt.com” weitergeleitet werden. Tumblr überprüft nicht, ob eine benutzerdefinierte Domain auch tatsächlich auf Tumblrs Server verweist, leitet aber die Subdomain-Adressen sofort weiter. Mit dieser Methode kann ein Spammer mit anderen Benutzern auf Tumblr interagieren, sobald aber irgendwer auf die Protokolleinträge (Notes, Likes, etc.) klickt, wird er auf die Spam-Hauptdomain weitergeleitet.
  • Die zweite Möglichkeit liegt darin, das Tumblr-Theme zu verändern. Tumblr gestattet es jedem User, sein Theme nach Herzenslaune zu verändern. Das bedeutet aber auch, dass Tumblr keinen Spammer aufhält, der in sein Theme eine Weiterleitung auf eine andere Website – zum Beispiel “spaminhalt.com” – einfügt.

Nicht nur mir kommt es so vor, es gibt auch Meldungen anderer User über diese Spam und Spam-Accounts bei Tumblr.

Ich bin schon gespannt wie Tumblr damit umgehen wird, denn das Feedback der Userinnen und User ist nicht nur negativ, sondern resignierend, schließlich gibt es bei Tumblr keinerlei Möglichkeit anders miteinander zu kommunizieren als über die von Tumblr angebotenen Wege (Like und Reblog). Und die sind mit Werbung und Spamkonten zugemüllt.

dreitehabees kleine CMS-Geschichte

2002-2004: Blogger

Begonnen hat alles mit einem Blog bei Blogger. Blogger wurde kurz, nachdem ich mich angemeldet habe, von Google gekauft und ist (dadurch?) in einen Tiefschlaf verfallen, der anderen Systemen eine riesige Chance bot. Eines dieser Systeme war Movable Type.

2004: Movable Type

Movable Type war mir immer zu behäbig und langsam. Die Oberfläche war überladen und ich fand mich nie wirklich zurecht. Mit Blogger zu Bloggen war, wie wenn man mit einem gut vernetzten Kumpel spricht, der dann die Nachrichten seinen Freunden weitererzählt. Movable Type war eher ein älterer Herr mit einem großen Netzwerk an Kollegen. Die Nachrichtenübermittlung war langsam, aber stetig. Das war vielleicht professioneller, Spaß gemacht hat das aber ganz und gar nicht.

2004-2007: Textpattern

Während ich versuchte, mit Movable Type zurechtzukommen, tauchte ein neues Content Management System (CMS) auf, das versprach, schlanker, schneller und einfacher handhabbar zu sein: Textpattern. Ich lud es auf meinen Server, installierte es in nur wenigen Minuten und die Sache lief.

Textpattern ist ein hervorragendes und sehr sympathisches System. Es arbeitet mit Textile, einer Auszeichnungssprache, die das Verfassen und Formatieren von Texten für das Web erheblich vereinfacht. Für gewöhnlich muss man beispielsweise ein fettgeschriebenes Wort als <strong>Wort</strong> eintippen, mit Textile wurden die beiden <strong> durch ein Symbol ersetzt, wie es auch in Word verwendet wird; um etwas fettgeschrieben darzustellen, tippt man einfach *Wort* ein. Links, Tabellen, Fußnoten – alle häufig verwendeten Auszeichnungselemente wurden von Textile korrekt in HTML konvertiert. Das Schreiben war ein Genuss.

Der größte Vorteil von Textpattern wandelte sich in dessen größten Nachteil: Das System war “fertig”. Es brauchte nichts ergänzt zu werden und was es nicht bot, konnte mit Plugins hinzugefügt werden. Das Programm selbst wurde aber nicht weiterentwickelt, weil es dafür auch keinen Grund gab.

Im CMS-Umfeld jedoch wurde fleißig ein Release nach dem anderen veröffentlicht und irgendwann kam man sich als Textpattern-User etwas hintennach vor. Selbst die treuesten User kritisierten den Stillstand der Dinge. 2007 verlor Textpattern sehr viele User an WordPress, das besonders durch seine schier unendliche Zahl von Plugins und Themes und die kontinuierliche Weiterentwicklung immer mehr an Attraktivität gewann.

2007-2009: WordPress

2007 habe ich mich entschlossen, meine auf Textpattern basierende Seite auf ein neues System umzustellen und importierte die Inhalte in WordPress. WordPress wurde zu meinem neuen Hafen, wenngleich er weniger einem südfranzösischen Yachthafen (das war Textpattern), sondern mehr einem rotterdammer Lageplatz entsprach: Die Möglichkeiten waren praktisch unendlich, doch man musste mit einer hässlichen Oberfläche arbeiten.

Ein Zurück zu Textpattern war jedoch ausgeschlossen. Mittlerweile lag die Entwicklung still und es gab keine Anzeichen, dass das System zu neuem Leben erweckt werden würde. Dean Allen, der Mann hinter Textpattern, hatte das Projekt mittlerweile verlassen und beteiligte sich auch nicht mehr an den Diskussionen zur Zukunft von Textpattern. Was also blieb mir übrig, als bei WordPress zu bleiben? Gar nichts. Unglücklich war ich in dieser Zwangsehe aus Mangel an Alternativen gefangen. Ich habe das auch in mehreren Artikeln beklagt.

Seit 2009: Die Suche nach Alternativen

Der Widerwillen, mit dem ich WordPress benutzte, wurde größer und größer, bis ich 2009 aktiv mit der Suche nach Alternativen begann. Am eigenen Server selbst betriebene CMS kamen immer mehr aus der Mode. Facebook, Twitter und andere Plaudersysteme erlebten einen Aufschwung, während ein CMS- bzw. Blogsystem nach dem anderen für immer von der Bildfläche verschwand. Es gab nach wie vor keine Alternativen.

Sicher, es gab interessante Projekte einzelner “Kämpfer”, hier besonders zu nennen dasSimpleLog von Garrett Murray, doch sie alle versprachen keine Langlebigkeit. Diese Projekte waren nicht nur vom Gutdünken eines einzelnen oder eines (sehr) kleinen Teams abhängig, sondern auch von den finanziellen Mitteln dahinter. WordPress konnte sich durchsetzen, weil es aktiv von der Firma des Chefentwicklers - Automattic - weiterentwickelt, beworben, und in Form von WordPress.com finanziell gewinnbringend eingesetzt wurde. Gehosteten Lösungen gehörte die Zukunft, wurde mir mit einem Mal klar. Schade, eigentlich.

Es gab sehr viele gehostete Lösungen für die Anforderungen eines Bloggers. Viele davon verschrien, einige unbrauchbar, wieder andere mit so viel Werbung überladen, dass es peinlich war, dort auch nur ein einziges Wort abzuspeichern. Ein Dienst, der mit schlagartig sympathisch war, war und ist Tumblr.

2010-2011: Tumblr

Tumblr wird von einem kleinen Team betrieben und stellt momentan den besten Mix aus Benutzerfreundlichkeit, Einfachheit der Bedienung, Leistung und Möglichkeiten dar. Tumblr unterstützt Markdown, ein System, das Textile sehr ähnlich ist, von Haus aus. Tumblr blendet keine (unerwünschte) Werbung ein, ermöglicht es aber seinen Kunden/Mitgliedern, selbst Werbung auf den eigenen Seiten zu zeigen. Tumblr erlaubt die vollständige Anpassung der eigenen Designvorlage und bietet zudem eine große Anzahl fertiger Designvorlagen an. Es macht Spaß, mit Tumblr zu arbeiten. Tumblr ist wieder ein südfranzösischer Yachthafen!

Klar, es gibt Nachteile: Die Suchfunktion von Tumblr existiert praktisch nicht, die Darstellung des Archivs ist lächerlich, von Zeit zu Zeit (leider öfter als seltener) fallen die Server wegen Überlastung aus und wer glaubt, mit einer Site auf Tumblr bei Google gut gereiht zu werden, liegt falsch. Dennoch: Ich hatte noch nie so viel Spaß beim Bloggen und Posten wie auf Tumblr.

Ob kurze oder lange Texte, im südfranzösischen Yachthafen schreibt man besser gelaunt als am rotterdammer Lageplatz.

2011: WordPress.com

Mehrfaches Wechseln zwischen Tumblr und WordPress.com hat mich zu WordPress.com geführt. Tumblr, obwohl ich es nachwievor für einen Yachthafen halte, leistet bei weitem nicht, was ich mit all meinen Anforderungen an ein Content Management System habe. Das beginnt bei einer funktionierenden Suche und endet bei der Möglichkeit, Galeriebilder einzeln anzeigen zu können.

Quellenangaben bei Tumblr

Tumblr zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass man besonders einfach Fremdinhalte online stellen kann. Das gilt nicht nur für Websites, die bei Tumblr gehostet werden (mittels “Reblog”), sondern auch für Inhalte von Drittseiten. Um dem Problem der korrekten Quellenangabe beizukommen, hat das Entwicklerteam (endlich!) eine Lösung gefunden, die funktionieren soll und sich, einmal angewendet, auf Dauer hält, egal, wie häufig ein Artikel “reblogged” wird.

Tumblrs schlimmer Samstag

Serverprofil und Ausfallszeiten bei tumblr

Praktisch den ganzen Samstag hat tumblr angeblich deshalb nicht funktioniert:

A faulty network switch is causing severe performance issues this morning. We’re working with our datacenter to get it replaced as quickly as possible.

Wie dem auch sei, berauschend ist die Leistung der Server ohnehin nicht…

mitarbeiter.tumblr.com

Deutsch ist nun offiziell die zweite große Sprache, in der Tumblr verfügbar ist. Gerade eben wurde sogar ein Tumblr-Mitarbeiter-Blog gestartet, der alle Informationen in deutscher Sprache bereithält.

Ich kann es nicht oft genug betonen: Würde ich heute einen Blog starten, ich würde Tumblr als Plattform wählen.

SimpleBits: Jetzt auch noch das Portfolio

Dan Cederholm hat zusätzlich zu seinem Blog nun auch die größten Teile seines Portfolios zu tumblr transferiert und dabei etwas festgestellt, das auch mir, allerdings in Bezug auf die Inhalte von dreitehabee aufgefallen ist:

It’s been interesting going through work that’s several years old. [...] It’s a nice reminder of what’s important, and the reality of the ever-evolving web. A lot of this junk is just temporary.

Überhaupt scheint es momentan eine Welle von Austritten aus den “gewohnten” Blog- und Content Management-Systemen zu geben. Entweder das liegt daran, dass WordPress und Co. schlichtweg zu groß geworden sind oder es liegt an der Sommerlust des Bastelns.

Auch Dan Cederholm ist nun bei tumblr

Auch Dan Cederholm pfeift drauf und wechselt zu tumblr.

I like that there’s one f!@#$ing template. That’s it. I don’t miss comments. I don’t mind that archives aren’t styled the same way as the main theme. I’m actually excited about the subtle social aspects of Tumblr.

I don’t have time to customize another CMS. I used to love having the time to customize a CMS only to find a better one and customize that.

Es juckt in den Fingern.

ismyblogworking.com

Wer es noch nicht kennt, probiert jetzt bitte sofort ismyblogworking.com aus. Besonders der RSS-Feed für die eigene Seite bringt viele Überraschungen ans Tageslicht, da die eigene Website einem ständigen Monitoring unterzogen wird.

Als ich vor einigen Tagen angekündigt habe, dreitehabee auch auf tumblr fortzuführen, war ismyblogworking.com ein entscheidendes Element für die Prüfung der Reaktionszeiten beider Seiten.

Die erste Statistik zeigt die Reaktionszeiten meines MediaTemple-Servers und der Domain 3th.be. Ich weiß nicht, wieso der Newsfeed so dermaßen langsam ausgeliefert wird (gelbe Linie), deutlich ist allerdings der Wechsel meines Cache-Plugins am 20./21. Juni zu sehen: Davor hatte ich W3 Total Cache im Einsatz, seitdem WP Super Cache.

Statistiken von 3th.be, gehosted von MediaTemple, bei ismyblogworking.com

Die zweite Statistik zeigt die Reaktionszeiten bei Tumblr. Da ist zwar die Auslieferung der Newsfeeds recht schnell, die Seite wartet aber mit gelegentlichen Spitzen und Ladezeiten bis zu 12 Sekunden (!) auf. Ganz eindeutig sieht man auch die Probleme, die Tumblr gestern mit einem falsch konfigurierten Switch hatte.

Statistiken von dreitehabee.tumblr.com bei ismyblogworking.com

Posterous attackiert Tumblr

Posterous attackiert im Rahmen einer aggressiven Switch-Kampagne (“Switch from dying platforms”) den größten Konkurrenten Tumblr. Leider untergriffig und mit falschen Behauptungen.

Do you have a hard time defining your self expression into “post types”? Is 5 minutes of video per week just not enough to share your baby videos with your family? Sharing on Twitter and Facebook is great. But what about your number one reader, your mom? Wouldn’t it be great if she could get an email whenever you posted?

Communitybuilding bei tumblr

Am 8. Juni hatte ich ein zum Teil selbstverschuldetes Problem mit dreitehabee. Die falschen DNS-Einstellungen haben dazu geführt, dass die Domain 3th.be nicht mehr auf das Original, sondern auf eine Kopie meiner Seite bei tumblr verwiesen hat. Das war zwar auf der einen Seite ärgerlich, auf der anderen Seite hat mir die kurze Umstellung verdeutlicht, wie wenig interaktionsfördernd WordPress in dem Fall im Vergleich zu tumblr ist.

In den wenigen (ca. 5) Stunden mitten in der Nacht, in denen dreitehabee von tumblr ausgeliefert wurde, kamen folgende Statistiken zustande (laut Google Analytics):

  • dreitehabee (also die Startseite) wurde 16x direkt aufgerufen,
  • Subseiten von dreitehabee wurden insgesamt 43x direkt aufgerufen,
  • insgesamt gab es 169 Seitenzugriffe,
  • 68,75 Prozent der Benutzer wurden über tumblr-Interaktionsbuttons auf meine Seite geführt und
  • 7 tumblr-Benutzer haben den “Follow”-Button angeklickt, was in etwa einem Newsfeed-Abo gleichkommt.

So. Und das in nur etwa 5 Stunden! Das mag zwar für große Blogs nicht besonders sein, für meine Website sind das jedoch sehr schöne Zahlen.

Ich werde in der nächsten Zeit sowohl die WordPress-Installation hier auf 3th.be als auch die tumblr-Version auf dreitehabee.tumblr.com (robots: noindex) parallel weiterführen und zusehen, wie die Interaktion auf beiden Systemen verläuft. Die Hauptdomain hat natürlich den enormen Vorteil hervorragender Google-Indizierung, umso mehr werde ich tumblr schätzen, wenn dort die Promotionsmechanismen zu weiteren “Followern” führen.

Kennt jemand sowas wie ein tumblr-Framework ähnlich Hybrid, Thematic oder Thesis? Wenn nicht, dann habe ich ein neues Hobby…

Was war da gestern los? Schon wieder Tumblr?

Einige meiner hochgeschätzten Leserinnen und Leser haben in ihren vormittäglichen Newsfeedlesungen Artikel von dreitehabee gefunden, die sie bereits gekannt haben. Die Permalinks dieser Artikel waren aber nicht mit der gewohnten 3th.be-Domain angegeben, sondern mit dreitehabee.tumblr.com. Was war da los?

Ich habe auf meinem Server eine Vielzahl von Subdomains eingerichtet, die regelmäßig gelöscht werden, weil ich sie ohnehin nur für Tests benutze. Gestern, spät in der Nacht, habe ich nicht nur die Subdomain, sondern – ich weiß nicht, was da los war – den DNS-Eintrag für die Hauptdomain 3th.be gelöscht. Die Wiederherstellung war nicht möglich, da das AccountCenter von (mt) nicht erreichbar war, also habe ich die DNS meines Domain-Registrars aktiviert, um zumindest die korrekten A- und MX-Records gesetzt zu haben. Das hätte ich jedoch überprüfen sollen, bevor ich die DNS aktiviert habe, da sie ziemlich schnell Werte propagierten, die noch aus einem Meinungsumschwung im Jahr 2008 stammten. Als ich das merkte, verwiesen die A-Records von 3th.be bereits auf die tumblr-Server.

Um die Sache nicht völlig außer Kontrolle geraten zu lassen, habe ich mein tumblr-Konto, das regelmäßig von WordPress mit neuen Einträgen gespeist wird, mit einem sehr ähnlichen Design ausgestattet und FeedBurner auf den tumblr-Feed verwiesen.

Zu diesem Zeitpunkt kam von (mt) die Nachricht, dass das AccountCenter wieder erreichbar sei und ich wurde sogar wegen meines nicht mehr für die Domain existierenden DNS-Records kontaktiert.

Also habe ich alles wieder rückgängig gemacht und wieder die gewohnten DNS aktiviert, die Feeds umgeleitet und einen Zustand von vor dem Fiasko hergestellt. Das alles hätte unbemerkt geschehen können, hätte FeedBurner nicht während der kurzen Phase der völligen Umstellung Newsfeeds aktualisiert und ein Set von Artikeln (mit “falschen” Permalinks) veröffentlicht.

Premium Themes bei Tumblr

Premium Themes bei Tumblr. Seit heute, Mittwoch, gibt es bei Tumblr Premium Themes, die zwischen USD 9 und USD 49 kosten und sich durch besondere Liebe zum Detail auszeichnen. Mir persönlich gefällt (noch) keines der Premium-Themes, aber die Preisspanne lässt auf ein gutes Verhältnis zwischen der Bereitschaft seitens der Benutzer, Geld für ein Theme auszugeben, und dem Verdienst der Designer schließen.

Cameron Moll ab jetzt bei Tumblr

Cameron Moll, ein Urgestein des Bloggens, hat alles hingeschmissen und benutzt jetzt Tumblr für seine Seite.

I’ve foregone Movable Type as the software that powers this site and have chosen Tumblr instead. In short, I don’t know that I need full-featured blogging software anymore, at least not for this site. And while there are many great blogging/CMS platforms out there — WordPress, Squarespace, Harmony, and the like — I chose Tumblr because it makes customizing and posting almost as easy as Twitter. Frankly, most days that’s all I have time for.

Tumblr Backup

Das macht die Sache wieder interessant: Tumblr bietet ab sofort die Betaversion eines Backup-Programms für Tumblr-Blogs (vorläufig nur für Mac) an. Die Herangehensweise an die Aufgabe “Backup” ist, wie bislang immer bei Tumblr, vorbildlich:

Unlike other publishing sites’ approach to backups, our goal was to create a useful copy of your blog’s content that can be viewed on any computer, burned to a CD, or hosted as an archive of static HTML files.

Wherever possible, we use simple file formats. Our backup structure is optimized for Mac OS X’s Spotlight for searching and Quick Look for browsing, and we’ll try to use the same structure and achieve the same benefits on other platforms.

Kommentare auf Blogs sind sowas von 2005

Die Dinge haben sich in den letzten drei Jahren so dramatisch verändert. Blogs, wie man sie geläufig noch vor seinem geistigen Auge sieht, gibt es praktisch nicht mehr: Die Abfolge Header, Titel, Überschrift, Artikel, Kommentare, Link und Footer ist heute nur mehr bei Seiten zu finden, die sich als Blog eingenistet, die Weiterentwicklung hin zu noch mehr Vernetzung und Auslagerung jedoch verweigert haben.

Mit meinem Wechsel von WordPress zu Tumblr habe ich einiges an Kommentaren (persönlich oder per E-Mail) in Bezug auf das Fehlen der Kommentarmöglichkeit zu hören oder zu lesen bekommen. Die Behauptung, man könne nun nicht mehr mit mir kommunizieren, ist allerdings nicht ganz richtig, denn es stimmt zwar, dass man nicht mehr direkt in eigens dafür vorhergesehenen Feldern kommentieren kann, es ist aber nicht richtig, dass man seine Meinung überhaupt nicht mehr kundtun kann. Kommentare sind mir, ganz im Gegenteil, sehr willkommen. Per E-Mail, in einem Artikel auf der eigenen Website mit einem Link zu meinem Artikel oder via Twitter.

Warum aber nicht auf der eigenen Seite? Kommentare, wie wir sie bislang kennen, sind mir zu 2005. Damals waren Blogs gerade der Schrei, aber nicht jeder hatte (oder hatte die Möglichkeit), ein Blog zu eröffnen. Blogger war noch nicht bekannt genug (zumindest in Österreich) und wenn man von “eigenem Server” und Content Management Systemen gesprochen hat, war man sowieso ein Geek. Dennoch konnte man als Besucher einer Seite zu Themen Stellung nehmen, weil es eben diese Funktion gab.

Die Umstände haben sich aber geändert. In meinem Freundeskreis hat nahezu jeder eine eigene Website, einen Account bei Twitter oder zumindest einen Zugang zu Facebook. Man weiß mittlerweile, wie man Texte online publiziert. Das Limit der Kommentarfunktion war, dass man nicht wirklich Stellung nehmen konnte, sondern immer in einem kleinen Zusatzfeld in wenigen Sätzen auf den Punkt kommen musste. Es war nicht möglich, lange Diskussionen zu führen und nur sehr schwierig, Diskussionsabläufe zu verfolgen. WordPress hat mit dem letzten Upgrade die Möglichkeit eingeführt, Kommentare verschachtelt anzulegen. Der Nachteil dieser Form des Kommentieren ist, dass selbst visuell der Artikel nur mehr als Grundlage, nicht aber als Bezugsobjekt der Diskussion verstanden wird. Je verschachtelter die Kommentare angelegt sind, desto eigenständiger und vom eigentlichen Thema losgelöster erscheinen die diversen Statements.

Spätestens seitdem Artikel mit Titeln wie “Kill Blog Comments” erscheinen und Blogautoren argumentieren, dass Blogs nicht unbedingt als Dialog verstanden werden müssen, wird eine neue Form des Kommentierens nötig. Man möchte nicht mehr in der Sandkiste über den Spielplatz diskutieren, sondern im Büro des Stadtplaners: Diskussionen, sollen Blogs vernetzen und Inhalte mit Meinungen auf verschiedenen ideellen Plattformen präsentieren, wobei das eigene Blog/die eigene Website den Gipfel des Olymp darstellt, Twitter und twitter-ähnliche Dienste den Autoren gelegentliche “Guter Artikel!” bis hin zu “You suck!”-Blurbs freien Lauf lassen.

Trotzdem bleiben Reaktionen auf die eigene Arbeit interessant und so bleibe auch ich dem Kommentieren auf einfachster Ebene treu. Ab sofort hat jeder Text-Artikel einen Link, der das Kommentieren auf den präsentierten Inhalt ermöglicht. Dafür ist lediglich ein Twitter-Account nötig, das aber ratzfatz eingerichtet ist. Alternativ nehme ich natürlich auch Meinungsäußerungen per E-Mail (m.kalina auf dieser Domain) jederzeit entgegen. Das Kommentieren per Twitter verstehe ich als kleine Hemmschwelle: Die Meinungsäußerung ist für jeden sichtbar, da ich zwar die Reaktion als Antwort an mich deklariere (@mkalina), allerdings dem Tweet auch eine Referenzurl zum betreffenden Artikel mit auf den Weg gebe. Jede und jeder Interessierte kann dadurch selbst nachlesen, worauf sich diese Äußerung bezieht und sich selbst seine Meinung bilden.

Die dritte Alternative? Selbst einen Beitrag verfassen und auf meinen Verlinken! Irgendwann taucht der Beitrag in meinen Referrern auf und die Ferndiskussion kann beginnen.

Das bringt Leben ins Web, das macht Spaß. Und Kommentare auf Blogs gehen über ins Jahr 2009!

tumblr macht glücklich

Von Blogger zu Textpattern, von Textpattern zu WordPress, von WordPress zu Tumblr. Ist das nicht ein Rückschritt von Systemen, die unendlich viele Möglichkeiten bieten zu einem System, das meine gesamte Online-Tätigkeit auf die Kategorien Text, Foto, Zitat, Link, Chat, Audio und Video beschränkt? Ja, ist es. Und diese Einschränkung ist, so schwer es auch zu glauben sein mag, gut.

Mein Problem mit WordPress war genau die Möglichkeit des Programms, praktisch alles damit machen zu können. Mit Hilfe von WordPress kann ich eine vollwertige Website, ein Portfolio, eine Galerie, ein soziales Netzwerk oder einfach ein Blog erstellen. Hunderte Zusatzfunktionen und tausende Plugins machen es möglich, damit alles umzusetzen, was im Internet umgesetzt werden kann. Doch wohin führte das?

Beim Surfen sah ich diesen und jenen optischen Gimmick, hier dieses Design, dort jenes Feature, hier einen schönen Hover-Effekt, dort wiederum einen Javascript-Slider – und ich fühlte mich gezwungen all das umzusetzen. Wenn schon WordPress all diese Möglichkeiten bot, warum sollte ich sie dann nicht nützen? Wenn ich diese Dinge programmieren konnte, warum dann nicht ausprobieren? Und so wurden Designänderungen, aber auch Änderungen technischer oder strukturell-inhaltlicher Natur zum Alltag. Ich beobachtete dieses Phänomen nicht nur bei mir, sondern auf vielen Seiten, auf denen mit dem Quellcode nachwievor herumexperimentiert wird.

Auch die Vielzahl von Plugins und die sich gegenseitig widersprechenden Aussagen, die entweder für eine generische oder für eine Plugin-Lösung eines Problems argumentierten, führt nur dazu, dass ich mich nicht und nicht entscheiden konnte, was mir letztlich wirklich passte. Leidgeprüfte Stammleser haben sich sicherlich öfters über Newsfeeds mit oder ohne Fußzeile oder andere Web-Experimente gewundert…

Sicherlich, das WordPress, das ich letztendlich vor mir hatte, war ein perfekt auf mich abgestimmtes Programm, quasi eine Maßanfertigung, doch hielt dieser Zustand nur solange, bis eine neue Version herauskam. Und der Zyklus von einem zum anderen Release liegt bei drei Monaten. Stelle sich die Leserschaft das bitte vor! Alle drei Monate ein maßgeschneidertes System erstellen? Das verursacht Arbeit und kostet Zeit. Zeit, die den Artikeln fehlte. Das Problem hierbei lag darin, dass es praktisch keine Grenze für die Kreativität gab. Was ich irgendwo im Web sah konnte ich mit WordPress umsetzen. Und das war nicht gut.

WordPress wurde zu einer Sucht. Meine vorige Aussage, dass ich alles mit WordPress umsetzen konnte änderte sich zur Maxime, dass alles, was WordPress konnte, auch irgendwie umgesetzt werden musste! Aus Möglichkeit wurde Zwang und darunter litt der eigentliche Beweggrund für dreitehabee: das Schreiben von Artikeln.

Barry Schwartz hat bei TED Talks eine Vorlesung zum Thema “Paradox of Choice” gehalten und trifft damit mein Problem auf den Kopf. Die Möglichkeit, viele Möglichkeiten zu haben, macht letztlich unglücklich. Er zählt viele Gründe auf und gibt viele Beispiele, die Essenz jedoch lautet: Weniger Möglichkeiten – das ist in einer Gesellschaft, die keine Grenzen kennt, der Luxus. Und genau den gönne ich mir. Mehr Luxus auf dreitehabee.

Meine Auswahl beschränkt sich auf sieben Kategorien, die eindeutig definiert sind: Text, Foto, Zitat, Link, Chat, Audio und Video. Das war’s. Keine Kategorien außer diese sieben mehr. Tumblr bietet in der Hinsicht weniger (bei WordPress kann man eine beliebige Anzahl von Kategorien einrichten), mein persönliches Gefühl der Zufriedenheit ist hingegen massiv gestiegen. Ich muss mich nicht mehr um Suchmaschinenoptimierung kümmern, denn diese Option gibt es nicht. Ich muss micht nicht mehr um die korrekte Archivierung oder die Datensicherung meiner Einträge kümmern, denn diese Optionen gibt es nicht mehr. Mir wird mit dem Wechsel zu Tumblr alles Technische abgenommen und ich kann mich ganz auf die eigentliche Beschäftigung, das Bloggen, konzentrieren.

Es wird sich zeigen, ob meine Wahl eine gute war, ob sich die Anzahl der Einträge wieder auf ein vernünftiges Niveau einpendelt und wieviel Zeit ich insgesamt dafür opfere. Die Empirie werden wir in ein paar Wochen erfahren. Was jedoch bereits jetzt zählt, ist das Gefühl, das man beim Schreiben wieder hat. Und dieses Gefühl ist es, dass letztlich ausschlaggebend und entscheidend ist, nicht der technische Aspekt des Publizierens.

Einwände gegen Tumblr gibt es viele, an vorderster Stelle die Unmöglichkeit, Kommentare zu diversen Artikeln zu verfassen. Doch der Leserschaft sei gesagt, dass auch diese Möglichkeit, wenngleich für die meisten in der Form eher abschreckend, demnächst kommen wird. Kommentare werden hier nicht als vertiefendes Bla bla zu Artikeln angesehen, sondern als öffentliche Fortführung einer Diskussion in Form von neuen, zu meinen gleichwertigen und bezugnehmenden Artikeln, die originäre und ansprechende Meinungen präsentieren. Das Kamm-Schema von herkömmlichen CMSen wird umgelegt in ein lineares Schema. Soviel dazu vorweg.