Welche Programme würdest du zuerst auf deinem Mac installieren?

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal eine Liste von Apps, die sofort auf einem Mac installiert gehören, veröffentlicht. Hier die Revision vom 30. Juli 2011 mit Kommentaren zu den einzelnen Programmen.

  1. Microsoft Office ist Nummer 1 geblieben, weil es – leider – immer noch zu viele Dateien davon gibt, mit denen ich umgehen muss. Das “leider” spreche ich aber immer weniger überzeugt aus, denn verglichen mit vielen anderen Office-Paketen, ist das von Microsoft nach wie vor das effizienteste.
  2. Dropbox braucht man zur unmittelbaren Datensicherung sowie zum Teilen von Daten. Außerdem ist es gratis.
  3. 1Password ist der Neueinsteiger in meiner Liste. Ich habe mir das Programm vor 2 Wochen gekauft und möchte es nicht mehr missen. Wer mehr als bei drei Websites angemeldet ist und somit mehrere Logins speichern will/muss braucht es. Immer das gleiche Passwort, einander ähnliche oder nach einem Schema angelegte Kennwörter sind, selbst wenn sie noch so kompliziert sind, unsicher! Mit dem Coupon-Code “extraspecial” gibt es deutlich Rabatt!
  4. VLC Media Player, da dieses Programm alles abspielt, was man damit öffnet. Wenn die so weiter machen, schmeiß ich Kaffeebohnen auf meinen Mac und der Espresso rinnt unten raus!
  5. Little Snitch, damit keine App unbefugt nach Hause telefonieren kann.
  6. Aperture für die zig tausenden Fotos und damit ich mich über einen Ressourcenfresser ärgern kann.
  7. MacPAR de Luxe hat die hässlichste Website von allen, ist aber ein Tool, mit dem man auch die verwinkeltsten RAR-Dateien öffnen kann.
  8. SuperDuper! zur Datensicherung für smarte Mac-User.
  9. Find Any File. Nomen est omen.
  10. EndNote nimmt mir die Last der Erstellung von Bibliographien ab und funktioniert zu meinem Erstaunen besser als im Web beschrieben.
  11. StartupSound.prefPane, damit mein Mac leise startet, dann aber mit voller Lautstärke arbeitet.
  12. Coda für Webprogrammierung und -design.
  13. CSS Edit bzw. das neue Espresso, das die Funktionen von CSS Edit übernimmt.
  14. Photoshop. Ich mag dieses Programm nicht, aber es gibt keine Alternative.
  15. ImageOptim drischt solange auf PNGs und JPGs ein, bis sie wirklich klein sind.
  16. Backblaze zur Datensicherung online.
  17. Papers2 zur Verwaltung von PDF-Dateien.
Wie sieht es bei euch aus?

Programme, für die ich leider bezahlt habe

Ich habe hier eine Liste von Programmen zusammengestellt, für die ich leider bezahlt habe. Einige dieser Programme sind in meinen Augen einfach schlechte Software (Springy), aus den meisten jedoch bin ich “herausgewachsen” (Cocktail, MarsEdit) und benötige sie nicht mehr. Andere wiederum sind reiner Luxus, der unnötig ist (Fever°, Mint). Hier die Liste:

Maintain: CocktailFür eine “Family License” von Cocktail habe ich $29.95 bezahlt. Das, was ich dachte zu brauchen, macht mein Mac ohnehin von selbst, die anderen Funktionen interessieren mich nicht. Außerdem kann man die Bereinigungs- und Wartungskripte ganz leicht über das Terminal mit dem Befehl sudo periodic daily weekly monthly starten. (Will man zB nur das Wochenskript, wird daily und monthly einfach weggelassen…) Ein jedoch empfehlenswertes Angebot von Maintain ist deren Blog, in dem sehr selten, wenn, dann aber gute Hinweise zur Wartung von Macs veröffentlicht werden.

SpringyEbenso eine Family License habe ich für Springy um EUR 20.00 bezahlt. Ich habe noch nie ein instabileres und in seinen Update-Zyklen so heftigen programmtechnischen Änderungen unterworfenes Programm erworben, das mit einem Mal nicht mehr aktualisiert wurde. Auch vom Programmautor fehlt jede Spur. Vielleicht hätte ich damals doch Rucksack kaufen sollen? Mittlerweile zippe und entzippe ich ohnehin nur noch mit Mac OS X. Falls gelegentlich eine rar-Datei daherkommt, gibt es MacPAR de luxe (nicht von der Website abschrecken lassen!) und wer mir sit-Archive oder ähnliche Exoten schickt, kriegt die Datei gleich wieder zurückgeschickt.

MarsEditFür MarsEdit habe ich mittlerweile 2x bezahlt. Einmal für die Vollversion 2.0 (29.95 USD) und noch einmal für das Update auf 3.0 (14.95 USD). MarsEdit ist ein gutes und solides Programm, doch mittlerweile ist es wirklich egal, ob man einen (Blog-) Eintrag on- oder offline schreibt. Wenn noch dazu die Oberfläche auch für den Autor einer Seite attraktiv ist (wie bei tumblr), dann überhaupt! Vielleicht passt MarsEdit gar nicht in die Kategorie der Programme, für die ich leider bezahlt habe, schließlich habe ich sehr lange damit gearbeitet, doch ich brauche es jetzt nicht mehr, hier ist der Schlussstrich.

MintWer einen eigenen Server hat verwendet als Statistiktool Mint um 30 USD. Es gibt aber auch Google Analytics, das nicht nur gratis ist, sondern auch Entwicklungen mitmacht, die Shaun Inman, der Programmierer hinter Mint, nicht beachtet, weil er sich jetzt auf andere Dinge konzentriert. Asynchrone Skripte, beispielsweise, sind ein sehr häufig in den Mint-Foren gefordertes Feature… Nett und schön war’s, aber auch hier habe ich kein Interesse mehr an einer Fortführung des Programms, bei dem die Woche immer mit Sonntag beginnt und es keine Möglichkeit gibt, das umzustellen.

Fever°Letztlich eine große Enttäuschung war und ist auch Fever°, eine selbst gehostete Alternative zu Google Reader, die mich anfangs fasziniert hat. Der Newsreader funktioniert zwar gut und zuverlässig, aber er hat bereits nach wenigen Wochen abgedroschen und alt ausgesehen. Hier ist es auch weniger ein “leider” als viel mehr ein “nicht mehr”.

Ich will mit dieser Liste niemanden davon abhalten, diese Programme zu erwerben, sie alle haben mir über mehr oder weniger lange Zeiträume gut gedient, aber vielleicht wäre ein intensives und kritisches Betrachten der Testversionen ein guter Tipp. Ihr habt noch mehr solche Erfahrungen? Mein Ohr ist für Hinweise offen!