Mit Blogs Geld verdienen: AdSense, Text-Link-Ads, ReviewMe & Co.

Es funktioniert. Man kann mit Werbung auf Blogs und durch Bloggen Geld verdienen. Es ist nicht viel, aber ein kleines Taschengeld allemal, das man am besten weiter ins Bloggen investieren sollte, denn für mehr reicht es nicht aus.

Gleich vorweg: Ich habe diesen Artikel im September 2008 aktualisiert, da sich meine Empfehlungen geändert haben. Ich werde gar nicht lange herumreden, sondern gleich präsentieren, worauf man sich einlassen sollte, worauf man sich einlassen könnte und was man lieber gleich links liegen lässt.

Text Link Ads (TLA) ist das beste Blog-Werbeprogramm, das man bekommen kann. Und das aus zweierlei Gründen: Erstens verkauft TLA Links und nicht Werbeflächen, will heißen: Irgendwo auf der Seite stehen ein paar Links zu irgendwelchen Firmen und man erhält dafür pro Monat einen Fixpreis, der von Monat zu Monat neu berechnet und dem “Wert” der Seite angepasst wird. Selbst als deutschsprachige Website fährt man mit TLA sehr gut. Ich war, solange ich TLA auf meiner Seite eingesetzt habe, damit sehr zufrieden.

LinkLift ist ein deutscher Klon von Text Link Ads und funktioniert ebenso ganz gut. In meinem Fall waren es bei TLA 6-8 Werbelinks, bei Linklift 2-4, aber in Summe sind die beiden recht “gewinnbringend”.

Google AdSense ist wohl der Klassiker, wenn es um Werbung geht, doch zahlt sich AdSense wirklich aus? Eigentlich nicht, wenn man nicht wirklich stark besuchte Seiten hat. Der pro Klick ausgezahlte Betrag ist, ebenso wie die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt jemand klickt, sehr gering. Wer gebildete Leser und Leserinnen anspricht, kann Google AdSense getrost sein lassen, es sei denn, man betreibt als Autor eine hochspezialisierte und thematisch sehr fokussierte Website.

Trigami hat mich anfangs begeistert. Das Konzept ist schnell erklärt: Eine Firma benötigt Feedback zu einem Produkt und lässt Blogger dieses Produkt test. Die schreiben mit redaktioneller Freiheit dann drüber, verlinken wieder zur Firma und kriegen dafür einen Fixbetrag. Leider muss man für Trigami immer mehr tun als für alle anderen Services (Bewerbungsschreiben pro Auftrag mit Begründung, warum man diesen Auftrag annehmen will) und der hohe Aufwand steht in keiner Relation mit den Verdienstmöglichkeiten.

ReviewMe war vor Trigami da, funktioniert aber sehr ähnlich. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass sich ReviewMe nur dann lohnt, wenn die Website auf Englisch geschrieben wird, denn deutschsprachige Aufträge sind praktisch nicht vorhanden.

Das Amazon Partnerprogramm schneidet bei mir schon ganz schlecht ab. Irgendwie will das überhaupt nicht funktionieren. Man muss offenbar sehr auf Literatur und den Buchhandel in seiner Website spezialisiert sein, damit genau das Publikum vorbeischaut, dass auch durch einen Klick auf den Buchtitle das Buch direkt bei Amazon kauft. Geschieht das jedoch, erhält man eine Werbekostenrückerstattung im Wert von ein paar Prozent des Buchwerts.

Vergessen kann man Google Suche und Linkblöcke. Wird nie angeklickt, kaum benutzt und der Verdienst ist mies.

Noch etwas Allgemeines:

Wer Werbung auf seiner Seite schaltet, sollte das sehr dezent tun, unauffällig und auf keinen Fall aufdringlich oder hintergehend. Erstens ist das von den verschiedenen Anbietern gar nicht erlaubt, zweitens vergrault man damit alle Leser.