CapaTosta

Pizza Mari’ bekommt Konkurrenz, denn im CapaTosta in der Sechshauser Straße 83 gibt es nicht nur Soulmusik, sondern auch noch allerfeinste Pizzen, die es locker mit denen bei Mari’ aufnehmen. Vielleicht übertreffen sie sie sogar (der Teig!), aber das werde ich an dieser Stelle nicht schon nach der ersten Pizza feststellen.

Was ich aber jetzt schon sagen kann: Im CapaTosta geht man einen weniger radikalen Weg als bei Mari’. Während dort der Purismus (im Lokal und bei den Pizzen) herrscht, geht das CapaTosta mehr in Richtung „Sowohl als auch“ und überlässt es dem Kunden, die Pizzen klassisch oder originale mit vielen verschiedenen Bei- und Auflagen auszuwählen. Der preisliche Unterschied ist dabei zu vernachlässigen, geschmacklich hat L’originale meiner Meinung nach aber um einiges mehr zu bieten, wie auch das ORF Magazin bestätigt.

Insgesamt und unterm Strich macht der Name CapaTosta damit natürlich Sinn. Denn das heißt so viel wie „Sturschädel“ – und eine Vorort-Pizzeria mit nachgerade provozierendem Minimalangebot, Musik in fast schon schmerzhafter Lautstärke, tanzenden Gästen und einer Qualität, wie man sie definitiv nicht gewohnt ist, muss man schon wirklich wollen. Ich will sie.

An Innenarchitektur oder an Filmen Interessierten wird übrigens das Batman-Set, in dem man sich zu befinden vermeint, auffallen.

CapaTosta. 1150 Wien, Sechshauser Strasse 83. Telefon: +43-1 8921387

Nachtrag 15. Mai 2011

Über den Sommer (ab 19. Mai 2011) befindet sich das (die?) CapaTosta in 1010 Wien, Johannesgasse 33.

Pizzeria Riva

Margherita in der Riva/Summerstage

Die zertifizierten Pizze in der Riva auf der Summerstage sind eine würdige Alternative zu denen der Pizza Mari’.

Sicher, man kann am Donaukanal nicht wirklich auf über drüber machen und Zettel an die Wand kleben, auf denen geschrieben steht, dass Cappuccinos nach der Pizza ein tabu sind. Was man in der Riva allerdings ganz gut hinkriegt – und das sogar mit Lob aus Neapel! – sind die Pizzen. Und das kann ich bestätigen.

Pizza Mari’

Pizza Mari'In der Leopoldsgasse 23a im 2. Bezirk befindet sich die beste Pizzeria Wiens: Pizza Mari’. Der Clou: Neben der besten Pizza, die man in der Stadt bekommen kann, serviert man hier auch Passalacqua-Kaffee!

Dazu bitte die Aktualisierungen unten lesen. Mittlerweile ist Mari’ weit davon entfernt, auch nur ansatzweise die „beste“ Pizza herzustellen. Weit, weit, weit!

Über die Qualitäten der Pizzeria kann man im Standard oder in der Presse nachlesen, darüber, dass Österreicher nun mal Österreicher sind, und herummotschkern, wenn der Toastschinken nicht im Emmentaler auf dem Fladenbrot untergeht, beim Datenschmutz oder bei Katz Kulinarisch. Ich bin wohl der erste Blogger, der über Pizza Mari’ positiv berichtet.

Ich habe Pizza Mari’ zum ersten Mal an einem Samstag zu Mittag betreten. Megaphone als Lautsprecher, Tische, Stühle, Kleiderständer, ein Tresen, eine Gaggia und ein Holzkohleofen – das ist es auch schon, was man im Pizza Mari’ vorfindet. Auch die Speisekarte listet nur knapp zehn Pizzen auf, den ganzen anderen Schmafu – Salate, Pastagerichte, bla, bla – gibt es hier zum Glück nicht. Was mir sofort klar war: Bufala (Tomaten, Büffelmozzarella, Basilikum)! Und ich wurde mit der besten Pizza überrascht, die ich in Wien jemals gegessen habe. Das geschmackliche Feuerwerk dieser Pizza, dem ich mit ein wenig Chiliöl noch eine Extra-Zündung verpasst habe, steht in krassem Gegensatz zur Eintönigkeit nach Emmentaler schmeckender Lieferpizza. Wow, war das gut!

Pizza Bufala in der Pizza Mari'Wie auch im wirklichen Leben, erinnert man sich an einen Höhepunkt nur dann wirklich gut, wenn ihm auch gleich ein zweiter folgt. Und der kam in Form eines Espresso. Im Pizza Mari’ serviert man nämlich – Trommelwirbel – Passalacqua Harem-Kaffee, den wohl besten Kaffee, den man bekommen kann. Ursprünlich nur im Radlager zu finden, gibt es nun auch eine Möglichkeit, ihn in einem echten Lokal zu sich zu nehmen. Das Radlager übertrumpft die Zubereitung zwar durch den Liebhaber-Effekt (Faema vs. Gaggia!), aber für einen Espresso danach reicht der im Pizza Mari’ allenfalls!

Was auch immer ich über das Pizza Mari gelesen und gehört habe, ist mir egal: Ich habe in der Leopoldsgasse 23a die wohl beste Pizza Wiens zu mir genommen und werde das Lokal weiter- und weiter- und weiterempfehlen. Und selbst des öfteren auf einen Kaffee vorbeischauen!

Nachtrag 20. Februar 2011

Mittlerweile hat die Qualität bei Mari’ nachgelassen und ich verstehe die altbekannte oder neue Kritik. Vielleicht ist es doch so, dass ich Glück hatte, als ich da war; jedenfalls ist ein Besuch heute nicht mehr mit garantiert guter Pizza verbunden. Hoffentlich fängt Mari’ das wieder auf und produziert wieder konstant gute Pizzen, sonst bleibt einem ja nichts übrig, als zur CapaTosta zu gehen.

Nachtrag 23. Juli 2011

Heute war ich für sehr lange Zeit das letzte Mal in der Mari’. Die Pizza hat mittlerweile nichts mehr mit der gemein, die ich bei meinem ersten Besuch vor zwei Jahren bekommen habe. Hätte der Pizzabäcker anstelle des Basilikumblatts Basilikumpulver verwendet, hätte ich die Mari’-Pizza mit der Take-Away-Pizza aus der Schottentorpassage verwechseln können. Pfui Teufel! Schade um die 10 Euro, die ich für meine Bufala mit Rohschinken bezahlt habe.