Googlighting

Nach dem Gmail-Man nun das.

Probleme oder Bedenken bezüglich Google?

Probleme oder Bedenken bezüglich der Änderungen bei Google?
Microsoft weiß einen Ausweg.

Google kontert, doch es mehren sich die Links zu Negativberichten von Mitarbeitern, von Menschen, die ihre Einnahmequelle AdSense einfach so verloren haben (Ähnliches ist mir auch schon passiert) und – das Horrorszenario! – von den scheinbar willkürlichen Löschungen von Gmail-Konten! Marco Arment hat sich auch angesehen, wie Googles Motto “Don’t be evil!” allmählich aufgeweicht wurde, da Facebook den Konzern an die Wand gefahren hat.

Facebook und Bing: Search More Social

Könnte Microsofts Schritt, seine Suchmaschine Bing mit sozialen Daten aus Facebook zu verknüpfen und den Benutzern personalisierte Ergebnisse zu präsentieren, nicht ein Schritt in die falsche Richtung sein? Cas Sunstein hat die Gefahr der “Echo Chambers” im Netz schon einmal angeführt, hier greift das Argument der “inzestuösen Amplifikation” noch viel stärker!

Das neue Hotmail

Microsofts kostenloser Webmailservice Hotmail wurde einem großen Update unterzogen und wartet mit Geschwindigkeit, Usability, einer rundum erneuerten Optik, besserem Spamschutz und anderen Goodies auf, die man bislang nur von Googles Gmail-Service her kannte.

Abgesehen von der unsäglichen Nomenklatur – “Windows Live Hotmail” statt einfach nur “Hotmail” – hat Microsoft deutlich aufgeholt, wie auch die Präsentation des Webmaildienstes zeigt.

Was ist neu? Hotmail erkennt Spam. Und zwar nicht nur echten Spam, sondern auch an sich normale Nachrichten, die ein Benutzer als Spam bezeichnet (solche E-Mails nennt Hotmail “Clutter”). Dazu gehören Newsletter, für die man sich vor Jahren angemeldet, sich aber nicht mehr abgemeldet hat, Erinnerungsmails, Mails von Netzwerken, etc.

Für die Unterscheidung verschiedener Absender hat Hotmail auch eine Filterfunktion entwickelt, die man – optional – nutzen kann. Hierbei kann Hotmail mit einem Klick Nachrichten gruppieren: In Nachrichten meiner Kontakte, in Nachrichten von Mailinglisten, Newslettern oder in Erinnerungen aus sozialen Netzwerken.

Ebenso hat Hotmail das Speicherplatzlimit von wenigen Megabytes auf 10 GB pro E-Mail (!) erhöht. Im Werbevideo oben erwähnt die Sprecherin, dass es kein Problem sei, 200 Dateien zu je 50MB zu verschicken. Hotmail bezieht den Speicherplatz hierfür aus dem Windows Live SkyDrive.

Um Google auch office-technisch eins auszuwischen, hat Microsoft Hotmail mit seinen Office Web Apps verknüpft, welche das Betrachten und Bearbeiten von Office-Dokumenten ohne Verlust von Daten erlauben. Vor kurzem hat ein Microsoft-Sprecher genau diesen Verlust von Daten als entscheidendes Argument gegen Google Docs angeführt.

Microsoft hat auch Komponenten sozialen Netzwerkens und des klassischen Web 2.0 in das neue Hotmail gepackt: LinkedIn, YouTube, Hulu, Facebook und andere Dienste können direkt von Hotmail aus bedient werden. Umgekehrt werden beispielsweise Links zu YouTube-Videos auch direkt in Hotmail abgespielt.

1:0 für Hotmail. Ich bin schon auf die Antwort von Google gespannt. Eine Previewseite für das neue Hotmail gibt es bereits unter hotmailpreview.com.

Microsoft wird gut?

Kann es wirklich sein, dass [Microsoft zu den Guten gehört][1] und Google, trotz [großem Gerede zu Datenschutz und Privatsphäre][2], ein Datenkrake bleibt?

[1]: http://privacy.org/archives/003475.html
[2]: http://googlepublicpolicy.blogspot.com/2008/09/another-step-to-protect-user-privacy.html

Wieder einmal Internet Explorer

Besser, man wechselt gegebenenfalls endlich auf einen vernünftigen Browser., denn wieder einmal, diesmal ganz groß, versagt Microsofts Internet Explorer.

Die Attacken wurden auch durch eine bislang unbekannte Sicherheitslücke bei Microsofts Browser Internet Explorer ermöglicht. [...] Microsoft empfahl allen Nutzern des Browsers dringend, bis zum Erscheinen eines entsprechenden Sicherheitsupdates den Internet Explorer nur im geschützten Modus zu verwenden und die Sicherheitseinstellungen auf “hoch” zu setzen.

Die Nerven liegen blank, wenn’s ums iPhone geht

Wie sehr Microsoft und seine Hardware-Vertragspartner ums Überleben am Markt für Mobiltelefone und mobile Datendienste kämpfen, war mir so nicht klar.

Der Tiefschlag kam ohne Ansage: “Dies ist eine Microsoft-Veranstaltung”, wies ein Manager einen Fachjournalisten barsch zurecht. “Hier haben Apple-Produkte nichts verloren.” Als in die Stille am Tisch [...] verlegene Lacher ob des Scherzes aufzukommen drohten, setzt er nach: “Das meine ich ernst.”

Das Vergehen: Der Journalist hatte beim Dinnertalk gewagt zu erwähnen, dass er noch nie ein so einfach zu bedienendes Telefon besessen habe wie sein iPhone. Und das auf der Vorstellung des Windows Betriebssystems Mobile 6.5. “Die Emotionalität hat mich überrascht”, sagt ein damals anwesender PR-Berater. “Es zeigt, dass die Nerven blank liegen.”

Die Nerven liegen blank, wenn’s ums iPhone geht

Wie sehr Microsoft und seine Hardware-Vertragspartner ums Überleben am Markt für Mobiltelefone und mobile Datendienste kämpfen, war mir so nicht klar.

Der Tiefschlag kam ohne Ansage: “Dies ist eine Microsoft-Veranstaltung”, wies ein Manager einen Fachjournalisten barsch zurecht. “Hier haben Apple-Produkte nichts verloren.” Als in die Stille am Tisch […] verlegene Lacher ob des Scherzes aufzukommen drohten, setzt er nach: “Das meine ich ernst.”

Das Vergehen: Der Journalist hatte beim Dinnertalk gewagt zu erwähnen, dass er noch nie ein so einfach zu bedienendes Telefon besessen habe wie sein iPhone. Und das auf der Vorstellung des Windows Betriebssystems Mobile 6.5. “Die Emotionalität hat mich überrascht”, sagt ein damals anwesender PR-Berater. “Es zeigt, dass die Nerven blank liegen.”