McCafé-Werbung in Österreich

McCafé-Werbung Österreich. Ich wusste gar nicht, dass es noch einen McCafé-Spot neben dem hier gibt, der spezifisch auf den österreichischen Raum zugeschnitten ist und die Wiener Kaffeehauskultur im Zeitabschnitt 0:00-0:13 Sekunden perfekt skizziert.

Der McCafé Spot

Der McCafé Spot. McDonald’s ist mit seinen McCafés ein globaler Erfolg nahezu unglaublichen Ausmaßes gelungen, der Konzern hat mit einem Schlag Marktführer Starbucks eingeholt und wurde zu seinem größten Konkurrenten. Mit dafür verantwortlich ist die Werbung, die zwar global vorgegeben ist, nationale Befindlichkeiten aber berücksichtigt. In Österreich läuft momentan dieser Werbespot, der in seiner musikalischen und atmosphärischen Stimmung kaum zu schlagen ist. Welche Agentur auch immer dahinter steckt: Bravo!

Wie McDonald’s Frankreich erobert hat

Frankreich ist, nach den USA, der zweitgrößte Markt der Fastfood-Kette McDonald’s. Wie das in einem Land möglich sein kann, in dem es ursprünglich zu gewalttägigen Protesten gegen McDonald’s gekommen war, erklärt Mike Steinberger in “How McDonald’s Conquered France“.

The food at McDonald’s was cheap, and it was made cheaper still because its restaurants were officially designated as takeout joints. The value-added tax on meals at such establishments was just 5.5 percent, versus the 19.6 percent levied at “gastronomic” restaurants. This gave McDonald’s an even greater competitive advantage over brasseries, bistros, and cafés.

WLAN in Wien, bei Starbucks und bei McDonald's

Immer mehr Kaffeehäuser und andere Lokale in Wien bieten gratis WLAN an. Sehr viele machen das über Freewave, die anderen bieten ihr eigenes Netz an (bei helge.at gibt es eine Liste mit Hotspots in Wien), wenige jedoch, dennoch gehören hier sowohl Starbucks als auch McDonald’s dazu, gehen den falschen Weg: Beide Ketten bieten Internet über kostenpflichtige Dienste an. Starbucks steckt mit T-Mobile unter einer Decke, McDonald’s mit A1. Bei Starbucks kann man das WLAN eine halbe Stunde lang gratis nutzen, danach kostet es, bei McDonald’s zahlt man ab der ersten Minute (A1, eh klar!).

Als die ersten Kaffeehäuser WLAN-Service anboten, zweifelte ich an der Idee. Was sollte das bringen? Wäre das ganze Kaffeehaus nicht nur voll mit Leuten, die zwar das Internet, nicht aber die Angebote der Speise-/Getränkekarte nutzten? Würde es tatsächlich irgendwen geben, der sein Kaffeehaus nach dem Kriterium WLAN aussucht? Und die Antwort lautet, jetzt nach mehreren Jahren dieses Services: ja!

  • Der Kaffee, den man bei Coffee Day bekommt, ist wahrscheinlich nur als Latte tatsächlich genießbar, aber ich bin oft dort mit Kollegen — weil es WLAN gibt.
  • Das Café Drechsler an der Wienzeile habe ich eigentlich nur deshalb kennengelernt, weil einmal im Mocca Club das WLAN ausgefallen ist, ich aber gedachte zu arbeiten.
  • Ronahi? Ich wäre wohl niemals dorthin gekommen, würde das Lokal nicht in einer Hotspots-Liste stehen!
  • Das Café Blaustern hat nicht nur großartiges Frühstück, sondern auch gratis WLAN von Freewave. (Oftmals ein Grund, warum ich es dem Rochus vorziehe.)
  • Das Museumsquartier ist eine künstlerisch gestaltete Betonwüste. Gäb es kein WLAN im Hof, wäre dieser wohl weniger stark besiedelt.

…und so könnte ich die Liste weiter und weiter fortsetzen. Doch zurück zu Starbucks und McDonald’s. Dass ich bei McDonald’s ins Internet wollte, wäre verwunderlich — so eilig kann es gar nicht sein, dass ich den Gestank auf mich nehmen würde. Bei Starbucks (Nichtraucher, löblich!) sieht es schon anders aus. Doch obwohl man zahlen muss für etwas, das man woanders gratis bekommt, sitzen die Menschen dort in Massen mit ihren aufgeklappten Notebooks und surfen übers T-Mobile-Netzwerk. Wer sich das einmal live anschauen will, dem empfehle ich den Starbucks in der Millennium-City am späten Nachmittag. (Wer sich allerdings das völlige WLAN-Konzentrat geben will, der blicke in der Zeit von 14:00—19:00 Uhr ins Coffee Day gegenüber der Hauptuni!)

Schade finde ich, dass Wiens Traditionskaffeehäuser nicht auch auf die WLAN-Welle aufspringen: Sie können es ja meinetwegen nur zeitweilig anbieten. Aber wäre es nicht herrlich (sofern der Kaffee besser wäre), wenn man gegen 20:00 Uhr in einer Ecke im Griensteidl sein Notebook aufklappen und im Internet surfen könnte? Wäre es nicht ein Vergnügen, beim Dommayer im Gastgarten an einem Sonntag Nachmittag die Wochenendausgabe der New York Times online zu lesen oder in den Comments seine Meinung dazu abzugeben? Wäre es nicht geradezu der Gipfel des Olymp, wenn man am Freitag oder am Samstag in der Früh nebst seinem Frühstück im Rochus auch gleich darüber bloggen könnte? Sollten sich all jene Kaffeehäuser endlich dazu entscheiden WLAN anzubieten, dann bleibt nur noch zu hoffen, dass sie sich für Freewave oder ihr eigenes gratis WLAN entscheiden, nicht aber für die für den Kunden kostenpflichtigen Dienste von T-Mobile oder noch schlimmer – A1!

Gefrorene Idylle

Lake

Lebensweisen gibt es viele, schätzen kann man sie oder nicht. Das Leben am Land ist nicht meine Lebensweise, aber ich setze diese Art sein Dasein zu fristen nicht unter meine Art, mein Dasein zu fristen. Doch manchmal… manchmal gibt es schon ein paar Eigenheiten, die zum Schmunzeln anregen. So der Fall der Schwester S.

Schwester S lebt in einer kleinen Stadt in Südtirol unweit der österreichischen Grenze. Sie wacht jeden Morgen auf und erfreut sich am Ländlichen, sie kocht den Kaffee und holt sich frische Milch, isst frisches, selbstgemachtes Brot und lächelt, da sie sich im Glück wiegt und davon nicht Abstand nehmen will. Doch manchmal überkommt es Schwester S und sie packt ihre Sachen und fährt über die Grenze nach Innsbruck. Nicht etwa, um dem touristisch versoffenen Goldenen Dachl einen Besuch abzustatten, nicht etwa, um in Einkaufszentren Produkte österreichischer Herkunft zu erwerben, nein; sie fährt nach Innsbruck, um dort den Mahlzeiten von McDonald’s zu fröhnen. Das Big Mac-Menü wird gleich einmal gegessen, supersize natürlich, doch es kommt schlimmer: Vier weitere Big Mac-Menüs werden gekauft, ins Auto geschleppt, um daheim in der Natur, im Ländlichen, in dem kleinen idyllischen Städtchen…

…für den späteren Verzehr eingefroren zu werden!

McWalk

Williamsburg, USA: Eine Gruppe von Studenten aus Österreich feiert in einem mehr oder weniger schmuddeligen Lokal am Stadtrand das Ende einer netten Reise. Wir sind mit dem Reisebus hergekommen, damit die Alkoholleichen auch standesgemäß abgeführt werden können; der Busfahrer schläft im Bus. Soweit ich mich erinnern kann, war es Kollege Josef, der, genauso wie ich, nach einigen Bierchen Hunger bekommen hat, sich aber kein teures Steak leisten wollte. Also: Abmarsch zum ums Eck gelegenen McDonald’s.

Es ist 23:00 Uhr und der Laden ist beleuchtet. Drinnen stehen einige Leute an der Kasse, man will uns aber mit dem Verweis auf die Öffnungszeiten des Ladens nicht hereinlassen, also stellen wir uns beim McDrive an, der bis 0:00 Uhr offen hat. Beim McDrive angekommen will uns die Verkäuferin partout das Essen nicht aushändigen, weil wir zu Fuß da sind (das ist die Begründung!). Wir fackeln da nicht lange herum und gehen zurück. Schließlich gibt’s ja Steak im Laden. Doch da fällt uns der Bus auf…

Der Busfahrer sagt doch glatt ja und fährt mit dem Riesending tatsächlich um die engen Kurven. Beim Ausgabeschalter mehr schlecht als recht angekommen, muss sowieso jemand aussteigen, um das Essen zu holen, also übernehmen wir das. Die Verkäuferin traut ihren Augen nicht: Da sind die zuerst zu Fuß da, dann kommen sie mit dem Bus und holen sich ihr Essen erst zu Fuß!

Ein echter McWalk!