Wer hat in “Inception” wen in wessen Traum eingeschleust?
Schlagwort-Archive: mac
iCloud unter Snow Leopard einrichten
Als ich meinen Artikel übers Einrichten von iCloud auf einem iPhone 3G veröffentlicht habe, war eine der am häufigsten gestellten Frage, ob man denn iCloud auch unter Snow Leopard benutzen könne. Die Antwort: Ja, man kann seine Kalender synchronisieren lassen und das iCloud-Mailkonto benutzen, ein Abgleich der Adressbuchdaten ist jedoch nicht möglich.
- Für den Abgleich des Mailkontos unter Snow Leopard sind die gleichen Einstellungen wie fürs iPhone 3G gültig.
- Den Abgleich von iCal erledigt man wie hier beschrieben: iCloud und Snow Leopard: iCal synchronisieren.
- Das Adressbuch kann unter Snow Leopard nicht mit iCloud abgeglichen werden (mit Gmail jedoch schon!).
OS X Lion Recovery?
Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, wie eine vollständige Wiederherstellung (Recovery) von OS X Lion funktionieren würde, wenn das System doch ohne Datenträger ausgeliefert wird? Stephen Hackett gibt in seinem OS X Lion Review die Antwort darauf.
With Lion, Apple has made it easier to re-install OS X on a non-failed drive … Instead of having to use optical media, the OS X Lion installer creates a “Recovery HD” partition that includes a copy of the OS X Lion installer, Disk Utility for disk repair and a few other utilities.
Sollte es jemals Probleme geben, kann man diese Wiederherstellungspartition durch Drücken der Tasten CMD+R beim Ertönen des Startup-Sounds aktivieren. Trotzdem verlasse ich mich auf ein sicheres Backup meiner Daten.
Nachtrag 9.8.2011.
Apple hat den Lion Recovery Disk Assistant veröffentlicht, mit dem man auf einem USB-Stick eine Wiederherstellungsdisk erstellen kann.
Klone deinen Mac bevor du Lion installierst!
Zuerst klonen, dann erst installieren ist ein gute Empfehlung von Craig Grannell, die ich mit besonders dieser Anleitung für SuperDuper! hier auf dreitehabee unterstützen kann.
I recommend before installing Lion that even if you’re using Time Machine you also create a working clone of your Mac. This is because while you can restore data from Time Machine, it’s faster and simpler to do so from a clone.
Automatisierte Backups mit SuperDuper!
Ein Backup ist sicher, wenn es vollautomatisch, also ohne Zutun des Benutzers abläuft. Wie so ein sicheres Backup unter Mac OS X aussieht, habe ich bereits beschrieben. Wie man SuperDuper! zu vollautomatischen Backups ohne Zutun durch den Benutzer konfiguriert, möchte ich in diesem Artikel zeigen. Da das Programm auch die Zugriffsrechte eines Volumes reparieren kann, habe ich diese Reparatur präventiv auch gleich in die Backuproutine gepackt.
Das Setup sieht so aus, dass wir den Computer eine Minute bevor SuperDuper! zu arbeiten beginnt automatisch starten lassen. Ich mache das in der Früh, sodass ich, sobald ich mich an den Computer setze, bereits alles gesichert vorfinde. Einmal im Monat wird das Backup so ausgeführt, dass vor der eigentlichen Datensicherung eine Überprüfung (und Reparatur) der Zugriffsrechte des Volumes durchgeführt wird.
Letzte Aktualisierung: 9. April 2012.
Mac Defender: Apple hat dieses Argument verloren
Ich muss “Leafydebater” durchaus Recht geben, wenn er/sie in Bezug auf Mac Defender meint, das Hauptargument für einen Mac wäre heute nicht mehr gültig.
While we PC users are definitely more vulnerable to viruses, by almost 100-1 ratio (new viruses), I believe that we now hold the upper hand in this battle. Yes, we have more to watch out for, however we are prepared to deal with the worst. We know our computers and how to stop even the craziest of the infections that we can get. A simple piece of mac malware results in a complete shutdown of a user, because 1. he or she is completely incapable of getting rid of it, and 2. a call to the mac store won’t help.
In dieser Reihenfolge…
Wenn ich neu anfangen müsste, würde ich meine Mac-Software in dieser Reihenfolge kaufen: (1) Microsoft Office (Ja, ich weiß, man kommt davon nicht los!), (2) Backblaze, (3) Aperture, (4) Endnote, (5) Papers, (6) Coda, (7) CSS Edit und (8) Photoshop.
Mac OS X Routinewartung
Definitiv eine Empfehlung ist Randy Singers Website zum Thema OS X Routine-Wartung und dort ganz besonders der Abschnitt “Routine Maintenance In Under 10 Minutes!” Ich bin durch Singers Website auf eine Fülle von Programmen gestoßen, mit denen ich die Arbeitsgeschwindigkeit meines nunmehr nicht ganz neuen Mac deutlich erhöhen konnte.
Die zwei besten Empfehlungen waren einerseits YASU, das bessere Arbeitet leistet als das unselige Cocktail, andererseits iDefrag, mit dem ich meine andauernd (und damit meine ich immer und unaufhörlich!) arbeitende Festplatte wieder auf ein Level zurückgebracht hat, wie es Mac-User gewöhnt sind: Ich höre sie nun (wieder) nicht mehr.
Für die Einstellungen von YASU gibt Singer folgende Empfehlungen:

Der Vergleich zwischen fragmentierter Platte (vorher) und mit iDefrag defragmentierter und optimierter Platte (nachher) macht auch einiges deutlich. (Von wegen “Man muss einen Mac nicht defragmentieren!”) Führt man so eine Defragmentierung durch, sollte das jedoch über Nacht geschehen: Ich habe eine Volldefragmentierung samt Optimierung auf einer zu 80% belegten 2TB-Platte durchgeführt und den Vorgang um etwa 14:15 Uhr gestartet; um 1:10 Uhr am nächsten Tag war der Vorgang beendet und die Festplatte wieder defragmentiert. Die Ladezeit für das System wie für große Programme (zB Aperture) hat sich merklich verringert.


Das wirkt jetzt ein wenig wie die neueste Ausgabe der PC-Welt, ich weiß. Aber vielleicht hilft es jemandem.
Passwortgeschützte ZIP-Datei am Mac erstellen
Mit einem Terminal-Befehl kann man auch am Mac ganz einfach passwortgeschützte ZIP-Dateien erstellen. Die Eingabe lautet:
zip -e -r [Zip-Dateiname].zip [Dateiname]
Programme, für die ich leider bezahlt habe
Ich habe hier eine Liste von Programmen zusammengestellt, für die ich leider bezahlt habe. Einige dieser Programme sind in meinen Augen einfach schlechte Software (Springy), aus den meisten jedoch bin ich “herausgewachsen” (Cocktail, MarsEdit) und benötige sie nicht mehr. Andere wiederum sind reiner Luxus, der unnötig ist (Fever°, Mint). Hier die Liste:
Für eine “Family License” von Cocktail habe ich $29.95 bezahlt. Das, was ich dachte zu brauchen, macht mein Mac ohnehin von selbst, die anderen Funktionen interessieren mich nicht. Außerdem kann man die Bereinigungs- und Wartungskripte ganz leicht über das Terminal mit dem Befehl sudo periodic daily weekly monthly starten. (Will man zB nur das Wochenskript, wird daily und monthly einfach weggelassen…) Ein jedoch empfehlenswertes Angebot von Maintain ist deren Blog, in dem sehr selten, wenn, dann aber gute Hinweise zur Wartung von Macs veröffentlicht werden.
Ebenso eine Family License habe ich für Springy um EUR 20.00 bezahlt. Ich habe noch nie ein instabileres und in seinen Update-Zyklen so heftigen programmtechnischen Änderungen unterworfenes Programm erworben, das mit einem Mal nicht mehr aktualisiert wurde. Auch vom Programmautor fehlt jede Spur. Vielleicht hätte ich damals doch Rucksack kaufen sollen? Mittlerweile zippe und entzippe ich ohnehin nur noch mit Mac OS X. Falls gelegentlich eine rar-Datei daherkommt, gibt es MacPAR de luxe (nicht von der Website abschrecken lassen!) und wer mir sit-Archive oder ähnliche Exoten schickt, kriegt die Datei gleich wieder zurückgeschickt.
Für MarsEdit habe ich mittlerweile 2x bezahlt. Einmal für die Vollversion 2.0 (29.95 USD) und noch einmal für das Update auf 3.0 (14.95 USD). MarsEdit ist ein gutes und solides Programm, doch mittlerweile ist es wirklich egal, ob man einen (Blog-) Eintrag on- oder offline schreibt. Wenn noch dazu die Oberfläche auch für den Autor einer Seite attraktiv ist (wie bei tumblr), dann überhaupt! Vielleicht passt MarsEdit gar nicht in die Kategorie der Programme, für die ich leider bezahlt habe, schließlich habe ich sehr lange damit gearbeitet, doch ich brauche es jetzt nicht mehr, hier ist der Schlussstrich.
Wer einen eigenen Server hat verwendet als Statistiktool Mint um 30 USD. Es gibt aber auch Google Analytics, das nicht nur gratis ist, sondern auch Entwicklungen mitmacht, die Shaun Inman, der Programmierer hinter Mint, nicht beachtet, weil er sich jetzt auf andere Dinge konzentriert. Asynchrone Skripte, beispielsweise, sind ein sehr häufig in den Mint-Foren gefordertes Feature… Nett und schön war’s, aber auch hier habe ich kein Interesse mehr an einer Fortführung des Programms, bei dem die Woche immer mit Sonntag beginnt und es keine Möglichkeit gibt, das umzustellen.
Letztlich eine große Enttäuschung war und ist auch Fever°, eine selbst gehostete Alternative zu Google Reader, die mich anfangs fasziniert hat. Der Newsreader funktioniert zwar gut und zuverlässig, aber er hat bereits nach wenigen Wochen abgedroschen und alt ausgesehen. Hier ist es auch weniger ein “leider” als viel mehr ein “nicht mehr”.
Ich will mit dieser Liste niemanden davon abhalten, diese Programme zu erwerben, sie alle haben mir über mehr oder weniger lange Zeiträume gut gedient, aber vielleicht wäre ein intensives und kritisches Betrachten der Testversionen ein guter Tipp. Ihr habt noch mehr solche Erfahrungen? Mein Ohr ist für Hinweise offen!
Der Mac startet nicht mehr und McPlus macht eine Vordiagnose
Das Problem: Mac startet nicht mehr
Gestern noch habe ich meinem Bruder Urlaubsfotos gezeigt, heute schon steht mein Mac bei McPlus in der Reparatur-Abteilung. Und das in nur drei Jahren Laufzeit schon das zweite Mal! Die Fehlerbeschreibung, die die Herrschaften dort als “vom Kunden” notiert haben, lautet:
Programme haben sich während dem Arbeiten oft aufgehängt. Festplattendienstprogramm zeigt an, dass die Festplatte repariert werden sollte. Die Festplatte macht auch Geräusche.
Was ich ihnen gesagt habe, war in etwa das: Seit einigen Wochen kommt es auf meinem Mac zu Abstürzen von Programmen, die für gewöhnlich äußerst stabil laufen, zB Safari, Finder oder Thunderbird. Ebenso braucht mein Mac für Operationen, die normalerweise nur einen Augenblick benötigten, elendiglich lange. Seit einigen Tagen höre ich noch dazu ein Klick-Geräusch (vermutlich) von der Festplatte. Seit gestern Abend kann ich meinen Mac nicht mehr starten. Anstelle des Apfel-Symbols erscheint ein Ordner mit einem Fragezeichen drin.
Um dem Protokoll des Handbuchs Folge zu leisten, habe ich den Rechner vom DVD-Laufwerk aus gestartet und das Festplattendienstprogramm ausgeführt. Das Programm erklärt mir, dass die Festplatte beschädigt ist, ich alle Daten sichern und sie austauschen bzw. neu formatieren soll! Das war für mich der Anlass, McPlus aufzusuchen und die letzten Wochen meines Apple-Care-Plans noch auszunützen.
McPlus erstellt eine vielleicht gewinnbringende “Vordiagnose”
Als ich heute den Computer bei McPlus zur Reparatur angemeldet und mein Problem geschildert habe, hat ein Mitarbeiter, der an sich gar nicht mit der Annahme des Geräts zu tun hatte, sofort gemeint, dass das sehr nach einem Softwarefehler klinge. (Mit “sofort” meine ich, dass er das Gerät nur gesehen, nicht jedoch begutachtet hat. Herrje, der Mann hat es nicht einmal gestartet, geöffnet oder näher angesehen!)
Ich habe diese Anmerkung zwar gehört, jedoch nicht kommentiert. Bewusst geworden ist mir die Aussage erst, als ich den neuen, fett gedruckten Absatz in den Service-Auftragsscheinen von McPlus einige Stunden später gelesen habe. Dort steht:
Sollte im Zuge der Begutachtung oder Reparatur ein Software Fehler (auch Betriebssystem) festgestellt werden, so ist die Behebung dieser Fehler IMMER kostenpflichtig.
Ich bin schon gespannt (und werde an dieser Stelle darüber berichten), was bei der tatsächlichen Begutachtung des Geräts herauskommt.
Ein paar Anmerkungen zur Datensicherheit
Zum ersten Mal lässt mich das Problem des Datenverlusts, der für gewöhnlich mit einer kaputten Festplatte einhergeht, kalt, schließlich habe ich lange darüber nachgedacht, wie ich sie sichern und gegebenenfalls wiederherstellen kann. Time Machine und Backblaze arbeiten rund um die Uhr und die Dropbox gibt es ja auch noch. Leider ist Time Machine mittlerweile zum am wenigsten zuverlässigen Backupsystem geworden, da mir in Reaktion auf den oben verlinkten Artikel von mehreren Personen bereits berichtet wurde, dass die Backups, die Time Machine erstellt, entweder nicht vollständig oder schlichtweg nicht wiederherstellbar sind. Details kann ich dazu keine geben, da dieses Problem bei mir bislang nicht aufgetaucht ist.
Das Problem Datensicherheit ist im Gegensatz zum Datenverlust, ein Problem. McPlus hat mir das folgende Vorgehen bei einem Hardwarefehler erklärt: Die Reparaturwerkstatt (also McPlus) darf an der Hardware keine Änderungen vornehmen und muss diese unverändert an Apple schicken, um den dementsprechenden Ersatzteil zu erhalten. Eine Garantie auf Löschung oder Vernichtung der auf der Festplatte gespeicherten Daten gibt McPlus nicht. Das wird von Apple erledigt, hat ein Mitarbeiter, allerdings nie so klar, am Telefon gemeint.
Nachtrag 5. November 2010
Ich habe nun bereits mit einem Techniker bei McPlus gesprochen, der mir das physische Versagen und damit definitiv einen Hardwarefehler der Festplatte bestätigt hat. Die Festplatte wird von Apple im Rahmen des Apple Care-Pakets ausgetauscht. All meine Daten auf dieser Festplatte sind jedenfalls endgültig verloren und nicht wiederherstellbar, da die Platte physischen Schaden genommen hat.
Nachtrag 8. November 2010
Schließe niemals den Library-Ordner deines Macs vom Backblaze-Backup aus!
Typografische Anführungszeichen in Mac OS X
Durch einen Beitrag auf Smoking Apples bin ich auf die versteckte Funktion in fast allen Mac-Programmen gestoßen, Anführungszeichen und Bindestrichte korrekt zu setzen, wie das bei Textverarbeitungsprogrammen üblich ist. Anstelle des Inch-Zeichens (“) werden daraufhin tief- und hochgestellte Anführungszeichen („” bzw. ‚‘) verwendet.
Die „versteckten” Einstellungen findet man in fast allen Programmen unter
Bearbeiten > Ersetzungen > Ersetzungen einblenden.
Und dort will der an guter Typografie Interessierte die Einstellungen wie im Screenshot dargestellt setzen.

Systemweit kann man das auch haben. Unter Systemeinstellungen > Sprache und Text > Text gibt es die Möglichkeit, die korrekten Anführungszeichen zu setzen. Für die deutsche Sprache ähnelt das Anführungszeichen links unten der Zahl 99, das Anführungszeichen rechts oben der 66. Für einfache Anführungszeichen gilt 9 bzw. 6 als Referenz.

Safari 5: CMD + Z
Wer mit Macs arbeitet, kennt die Tastenkombination, um eine Aktion rückgängig machen zu können: CMD + Z. Wer in Safari unabsichtlich einen Tab schließt, kann das mit CMD + Z rückgängig machen.
Stets zu Diensten!
Google verzichtet auf Windows
Was schreibt der ORF? Google verzichtet auf Windows – zugunsten von Linux und Mac OS X. Das wird den Damen und Herren dort hoffentlich helfen, auch designtechnisch einen deutlichen Schritt vorwärts zu machen.
Grund für den Umstieg sei der große Angriff mutmaßlicher chinesischer Krimineller auf die Systeme von Google. Neue Mitarbeiter könnten sich nun entscheiden, ob sie mit Apples Mac OS X oder mit einer Linux-Distribution arbeiten wollten.
Screenshots: Microsoft Office 2011 für Mac
Die ersten Screenshots von Microsoft Office 2011 für Mac sind aufgetaucht. Ursprünglich, so dachte ich, sei die neue Werkzeugleiste entwickelt worden, um die Programme aufgeräumter erscheinen zu lassen.
Am meisten aber schockiert mich, dass nach wie vor die Diskette als Symbol fürs Speichern verwendet wird. Die letzte Diskette hielt ich vor etwa 10 Jahren in Händen. Andererseits – was sonst?
Interarchy Fire Sale
Momentan und noch eine knappe Woche lang gibt es bei Nolobe einen Fire Sale, dem sich noch ein paar andere Firmen mit dem Coupon FIRESALE10 angeschlossen haben. Was wird angeboten? Interarchy, Acorn, MarsEdit, Tweetie, Keyboard Maestro, RipIt – alle um 20% billiger.
MD5 und SHA-Checksummen am Mac ermitteln
Wieder nur eine Erinnerung an mich selbst. Um die MD5-Checksumme zu ermitteln,
- Terminal starten.
- Eingabe
openssl md5 [DATEINAME]und Enter.
Benötigt man den SHA-1-Hash, muss md5 mit sha1 vertauscht werden. Den Dateinamen braucht man nicht einzugeben, zieht man die Datei per Drag’n’Drop an die Stelle nach openssl md5, geht es genauso gut.
Verschlüsselung am Mac für Dummies
Seitdem ich meine Daten immer häufiger in der Cloud (zB Dropbox) speichere und nicht zu denjenigen gehöre, die der Neudefinition von Datenschutz Vertrauen schenken (“Wir versprechen, dass wir keine Einsicht in Ihre Daten nehmen”), habe ich nach Möglichkeiten gesucht, meine Daten einfach und sicher verschlüsseln zu können. Wichtig war mir dabei, mit gängigen und weithin verfügbaren Mitteln zu arbeiten; zu hohe Komplexität oder aufwendige Verschlüsselungsverfahren erhöhen den Unsicherheitsfaktor, meine Daten später einmal nicht einsehen zu können.
Letzte Aktualisierung: 15. April 2012.
Der einzig wirkliche Datenschutzhinweis
Ich bin kein Experte für die Verschlüsselung von Daten, sondern habe mir die hier angeführten Methoden aus diversen Online-Quellen, die sich mit dem Thema Datensicherheit und Datenschutz befassen, zusammengestellt.
Ich empfehle jedem, der auf den Schutz und die Verschlüsselung seiner Daten angewiesen ist, sich regelmäßig über die aktuellsten Herausforderungen auf diesem Gebiet aus verschiedenen Quellen zu informieren, denn die Verschlüsselung von Daten und deren (vornehmlich ungewollte) Entschlüsselung sind ein fortwährender und sich immer weiter entwickelnder Prozess!
Sehr gute Startpunkte mit vielen weiterführenden Quellen sind das Blog von Bruce Schneier, die gesamte Website samt aller Services von Gibson Research, die Erläuterungen (samt Quellenverweisen) auf der TrueCrypt-Website und natürlich die unter “Quellen” angeführten Links auf den weiter unten verlinkten Wikipedia-Seiten zu verschiedenen Verschlüsselungsmethoden. Weitere Links zum Thema auf dreitehabee finden sich in Artikeln, die mit “datenschutz“, “verschlüsselung“, “privatsphäre“, “passwort” und “sicherheit” beschlagwortet sind.
Es gibt viele Verschlüsselungssysteme für Macs. Für die zwei geläufigsten, die gleichzeitig auch verhältnismäßig einfach zu bedienen sind, habe ich hier Schritt-für-Schritt-Anleitungen geschrieben.
- Das Festplatten-Dienstprogramm wird mit jedem Mac mitgeliefert und ist wohl die einfachste Form der einfachen und sicheren Verschlüsselung. Man kann mit dem Programm ein 128 oder 256 Bit-AES verschlüsseltes Festplatten-Image erstellen, in das man seine Daten kopiert. Fertig.
- Ähnlich funktioniert auch die Verschlüsselung mit TrueCrypt, wobei hier deutlich mehr Optionen (AES, Serpent, Twofish und eine Kombination der drei) zur Verfügung stehen.
Wichtig vorab: Verschlüsselte Images, die mit dem Festplatten-Dienstprogramm erstellt wurden, können nur auf Macs wieder entschlüsselt und benutzt werden; Volumes, die mit TrueCrypt erstellt (und dementsprechend konfiguriert) wurden, können, da das Programm sowohl für Mac als auch für Windows und Linux erhältlich ist, auch auf allen drei Systemen benutzt werden!
Verschlüsselung mit dem Festplatten-Dienstprogramm
Hier eine einfach Anleitung, wie man seine Daten mit dem Festplatten-Dienstprogramm einfach, schnell, unkompliziert und – sofern das Passwort gut gewählt ist – sicher verschlüsseln kann. Das Festplatten-Dienstprogramm ist auf jedem Mac standardmäßig installiert.
- Starten Sie das Festplatten-Dienstprogramm (Programme > Dienstprogramme).
- Klicken Sie auf “Neues Image” wie im Bild unten dargestellt.

- Geben Sie einen Dateinamen bei “Sichern unter” ein und wählen Sie die im Bild ausgewählten Einstellungen aus. Die Größe und den Namen können Sie natürlich frei wählen. Ein Hinweis zur Größenangabe (im Beispiel: 2.5 GB): Der hier angegebene Wert stellt die maximale Größe dar, die dieses verschlüsselte Laufwerk erreichen kann, nicht die tatsächliche! Wenn Sie nur 100MB an Daten in das verschlüsselte Laufwerk speichern, dann ist es auch nur etwa 100MB groß!
- Klicken Sie auf “Erstellen”.

- Sie werden nun zur Eingabe eines Kennworts aufgefordert. Von der Komplexität und Länge des Kennworts ist die Sicherheit Ihrer Daten abhängig. Die Sicherheitsstufe des Kennworts sollte auf jeden Fall “sehr hoch” sein. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie es als sicher empfinden, wenn das Kennwort für sensible Daten im Schlüsselbund gespeichert wird…

- Das war’s. Nun können Sie sensible Daten bequem in das neu erstellte Image (es erscheint als neues Laufwerk) ablegen. Die Daten werden dort nur verschlüsselt abgespeichert!
Wenn Sie die Arbeit an den Daten beendet haben, ziehen Sie das Festplattensymbol Ihres verschlüsselten Laufwerks in den Papierkorb. Damit ist das Laufwerk geschlossen und – vorausgesetzt, das Kennwort wurde nicht im Schlüsselbund gespeichert – vor Zugriffen von Personen, die das Kennwort nicht kennen, geschützt.
Wenn Sie Zugriff zu den im Festplatten-Image gespeicherten Daten benötigen, doppelklicken Sie auf das Festplattensymbol: Ihre Daten werden erst sicht- und bearbeitbar, wenn das korrekte Kennwort eingegeben wurde!
Diese Methode ist sehr einfach und – sofern Apple keine Hintertüren eingebaut hat – sicher, aber leider nur für Mac-Benutzer interessant, da Windows mit Festplatten-Images (dmg-Dateien) nichts anfangen kann. Wer dennoch sowohl für Macs als auch für Windows- und Linux-Rechner kompatible verschlüsselte Images erstellen muss, dem sei TrueCrypt wärmstens empfohlen!
Verschlüsselung mit TrueCrypt
Während das Festplatten-Dienstprogramm mit jedem Mac-System ausgeliefert wird, muss man TrueCrypt zuerst herunterladen. Das Programm ist für Mac, Windows und Linux erhältlich. Schon beim Herunterladen fällt hier die erste Überlegung an: Es ist für den leicht paranoiden User unter Umständen ratsam, alle drei Versionen des Programms herunterzuladen, um – sollte die Website einmal nicht erreichbar sein – auf jeden Fall auf jedem System entschlüsseln zu können.
- Starten Sie TrueCrypt (Programme > TrueCrypt). Das Hauptprogrammfenster erscheint.
- Klicken Sie auf “Create Volume” wie im Bild unten dargestellt.

- Der “TrueCrypt Volume Creation Wizard” erscheint, mit dem man entweder ein verschlüsseltes Image erstellen oder eine ganze Partition oder gar Festplatte verschlüsseln kann. Wir wählen “Create an encrypted file container” aus. Danach “Next”.
- Im nächsten Fenster kann man die Art des verschlüsselten Images bestimmten. Wir wählen “Standard TrueCrypt volume” aus. Danach “Next”.
- Im nächsten Fenster fragt TrueCrypt nach einem Dateinamen und einem Speicherort für das verschlüsselte Image. Egal, wo das verschlüsselte Image letztlich gespeichert wird (online, USB-Stick, DVD, etc.), legen Sie es vorläufig auf einer Festplatte (lokal oder extern) ab und wählen Sie einen passenden Dateinamen; erst nachdem der Container mit Daten befüllt wurde, bewegen Sie ihn gegebenenfalls auf den USB-Stick oder die DVD! (Die unter “Format” angeführte Endung “.tc” ist optional.) Danach “Save”.

- Wieder zurück im “Volume Location”-Fenster klicken Sie auf “Next”.
- Im nächsten Fenster können Einstellungen für die Verschlüsselung vorgenommen werden. Um ein Äquivalent zum oben angeführten Beispiel mit dem Festplatten-Dienstprogramm zu demonstrieren, wählen Sie AES als Verschlüsselungs-Algorithmus aus. TrueCrypt bietet jedoch weitaus mehr Methoden sowohl zur Verschlüsselung als auch für das Hashing in den Auswahlfeldern an. AES ist sicher (Banken verwenden diesen Algorithmus…), Information und Bescheidwissen ist jedoch sicherer. Danach “Next”.

- Im nächsten Fenster fragt TrueCrypt nach der Größe des zu erstellenden, verschlüsselten Containers. Im Gegensatz zum mitwachsenden Bundle-Image, wie es im Festplatten-Dienstprogramm in meinem Beispiel zur Anwendung kommt, ist die in TrueCrypt angegeben Größe des Containers final: Wenn ich eine Größe von 2,5 GB angebe, werden auch sofort 2,5 GB verbraucht, egal wieviel Speicher ich mit meinen Dateien im Container belege! Danach “Next”.
- Sie werden nun zur Eingabe eines Passworts aufgefordert. Lesen Sie den Informationstext zu sicheren Passwörtern sorgfältig durch und geben Sie ein sicheres Passwort ein. (Für unsere Zwecke reicht das vorerst, die Sicherheit der Verschlüsselung kann aber durch Keyfiles noch deutlich erhöht werden!) Danach “Next”.

- Wählen Sie im nächsten Fenster das Dateisystem des verschlüsselten Containers aus. Wenn die Datei ausschließlich auf Macs geöffnet werden soll, wählen Sie “Mac OS Extended”, andernfalls “FAT”. Danach “Next”.
- Im nächsten Fenster sammelt TrueCrypt Zufallswerte, um den Container formatieren zu können. Wirklich zufällig ist kein Algorithmus, Bewegungen – wie die extern gesteurte Bewegung des Mauszeigers – jedoch schon. Bewegen Sie daher den Mauszeiger im angezeigten Fenster wahllos für mindestens 30 Sekunden umher. Danach “Format”.

- Das war’s, wenngleich es jetzt auch noch recht lang dauern kann, bis der verschlüsselte Container fertiggestellt ist. Bei ein paar MB ist die Sache in ein paar Sekunden erledigt, verschlüsselt man jedoch mehrere GB oder gar eine gesamte Festplatte, kann man die Wartezeit hier – je nach Größe und Verschlüsselungsalgorithmus – bisweilen in Tagen messen! Die Erfolgsmeldung danach quittieren wir mit “OK”, die “Volume Creation Wizard” mit “Exit.”
Um den verschlüsselten Dateicontainer benutzen zu können, muss man ihn zuerst laden:
- Wählen Sie im Programmhauptfenster “Select File…” und wählen die zuvor erstellte Datei aus. Klicken Sie anschließend auf “Mount”.
- Im Popup-Fenster geben Sie das gewählte Passwort ein. Danach “OK”.
- Der Container erscheint als Festplatten-Image und kann – ganz gleich wie ein im Festplatten-Dienstprogramm erstelltes Image – benutzt werden.
- Wenn Sie den Container wieder schließen möchten, klicken Sie im Programmhauptfenster auf den mit dem Container belegten Slot und anschließend auf “Dismount”.
Diese Methode ist weitaus komplizierter als das Verschlüsseln mittels Festplatten-Dienstprogramm, dafür aber sehr sicher und auf verschiedenen Plattformen benutzbar.
Beide Methoden der Verschlüsselung sind sinnlos, wenn die gewählten Passwörter in einer Textdatei oder auf einem Zettel neben dem Rechner zu finden sind.
iTunes aufräumen
iTunes verwaltet Musik ganz wunderbar. Dennoch wird es irgendwann nötig, die iTunes-Bibliothek aufzuräumen und zu sortieren: Fehlende Cover, Duplikate von Musikdateien, fehlende oder falsche Tags, kein Jahresangaben, falsche oder keine Genres und keinerlei Bewertungs- und Sortierkriterien, die gute von weniger guten oder gar schlechten Tracks unterscheiden… spätestens bei der Zusammenstellung der Musikliste für einen netten Abend oder die nächste Autofahrt rächt sich das.
In diesem Artikel möchte ich aufzeigen, wie man eine große, mehrere hundert Musikstücke umfassende iTunes-Mediathek in verhältnismäßig kurzer Zeit erfolgreich mit Metadaten (Tags) ausstattet, nach eigenen Vorlieben sortiert und Duplikate sorglos entfernt.
Eines gleich vorweg: Egal, was auch immer woanders steht, von einem Tag auf den anderen kann man eine (große) iTunes-Bibliothek nicht bereinigen. Es wird immer ein wenig – im Falle großer Mediatheken sogar mehrere Wochen! – dauern. Es gibt viele Tutorials zum Thema, probieren Sie meinetwegen alle anderen Lösungsvorschläge aus, letztlich sehen wir uns hier wieder. Warum das so ist? Weil ich im Gegensatz zu vielen anderen Autoren diverser Tutorials andauernd mit iTunes Musik höre (und verwalte) und deshalb selbst an einer aufgeräumten Mediathek das meiste Interesse habe.
Letzte Aktualisierung: 22. April 2012. (Hinweis: Links zu TuneUp sind mit einem Referral-Link ausgestattet, mit dem das Programm um 15% billiger wird.)
Schritt 1: Metadaten (Tags)
Der erste Schritt zu einer sauberen iTunes-Musiksammlung liegt in der langweiligen, aber notwendigen Arbeit, die vorhandenen Musikstücke mit Metadaten auszustatten. Diese Metadaten (ID3-Tags) sind Informationen über das jeweilige Musikstück und werden sowohl in iTunes als auch in anderen MP3-Playern oder CD-Spielern, die Metadaten auslesen können, angezeigt. Sie enthalten Informationen wie den Interpreten und den Titel des Musikstücks, das Erscheinungsjahr und den Namen des Albums, die Titelnummer, das Genre und so weiter.
Besteht die Mediathek, die man optimieren will, lediglich aus einigen wenigen Musikstücken, so kann man die Metadaten kostenlos und einfach selbst eingeben: Man wählt ein Musikstück in iTunes aus, öffnet per Rechtsklick darauf das Informationsfenster (siehe Bild rechts) und gibt die relevanten Metadaten ein. Fertig.
Besteht die Mediathek allerdings aus mehr als nur einigen wenigen Musikstücken (Ja, ich denke hier an die Sammler mit mehreren GB an Musikdaten!), sieht die Sache ganz anders aus: Da wir ohne korrekte Metadaten nichts weiter ausrichten können, muss dieser Prozess so schnell als möglich erledigt werden. Möglich ist das bei großen Musiksammlungen nur durch Automatisierung mittels Programmen, die einem die Arbeit des Identifizierens von Musikstücken abnehmen und die nötigen Metadaten automatisiert einsetzen.
Ich persönlich verwende fürs Bereitstellen und Eintragen von Metadaten TuneUp. Mit TuneUp kann man große Brocken seiner Mediathek (etwa 500 Musikstücke auf einmal) mit Metadaten ausstatten und/oder korrigieren lassen. Man markiert ein paar Hundert Lieder direkt in iTunes, zieht sie per Drag and Drop auf das TuneUp-Fenster und das Programm ergänzt alle fehlenden Informationen sowie die fehlenden Cover-Bilder vollautomatisch. Das funktioniert bei aktuellen und gemeinhin bekannten Tracks sehr gut, bei Klassik oder Nischengattungen scheitert selbst TuneUp regelmäßig. Das Programm ist verhältnismäßig preisgünstig, eine auf den Computer bezogene lebenslange Lizenz (mit einmaligem Wechsel) inklusive Updates kostet einmalig knappe 30 USD. (Empfehlenswert ist aber das TuneUp-Paket, da hier auch fehlende Coverbilder und Duplikate gesäubert werden!)
Es gibt auch Alternativen zu TuneUp wie SongGenie oder PicardTagger, doch sind sie meiner Meinung nach weniger komfortabel zu bedienen und werden auch seltener aktualisiert. PicardTagger ist zwar kostenlos, ich habe damit aber nie ohne großen Aufwand zufriedenstellende Ergebnisse erreichen können.
Sobald alle Musikstücke mit den dementsprechenden Metadaten ausgestattet sind, können wir uns ums Bewerten und Sortieren der Mediathek kümmern.
Schritt 2: Bewertung
Der zweite und langwierigste Teil beim Aufräumen der iTunes-Mediathek ist die Bewertung (und damit Sortierung) der Musikstücke. Was auf den ersten Blick etwas überzogen klingt, entpuppt seine Sinnhaftigkeit spätestens in Situation wie: Für den heutigen Abend mit Freunden spiele ich meine Top-100 Musikstücke. Oder: Für die lange Autofahrt möchte ich die besten Jazz-Stücke, die ich habe, auf CD brennen.
Oft sind in unseren Musiksammlungen Lieder dabei, die wir ohnehin nicht hören wollen. Als ich zum Beispiel meine CD-Sammlung digitalisiert habe, habe ich alle Tracks von jeder CD importiert, obwohl ich auf bestimmten CDs ohnehin die meisten Tracks übersprungen und nur einige wenige Musikstücke davon tatsächlich gehört habe. Dennoch ist dieser (subjektive) Datenmüll irgendwo in der iTunes-Mediathek gespeichert. Und den wollen wir nun herausfiltern.
Was ein einziges Mal zu tun ist
- Erstellen Sie eine intelligente Wiedergabeliste (Ablage > Neue intelligente Wiedergabeliste erstellen…)
- Erstellen Sie eine Regel für alle Lieder, die keine Bewertung haben (siehe Screenshot).

- Geben Sie der neuen intelligenten Wiedergabeliste den Namen “Nicht bewertet” und definieren Sie sie als Quelle für den iTunes DJ (siehe Screenshot). Wenn Sie “iTunes DJ” nicht in dem Wiedergabelisten-Menü sehen, aktivieren Sie die Funktion unter iTunes > Einstellungen > Allgemein > Anzeigen > iTunes DJ.

Was immer wieder zu tun ist
Nun hören Sie sich, wann auch immer Ihnen danach ist, die Lieder in iTunes DJ an. Wenn Ihnen das Lied, das Sie gerade hören, gefällt, geben Sie ihm 2-5 Sterne, wenn es Ihnen gar nicht gefällt, geben Sie ihm 1 Stern. Tun Sie das solange, bis keine Lieder mehr in iTunes DJ angezeigt werden. (Das hat bei mir 2 Monate gedauert…)
Sollten Sie nebenbei etwas anderes tun und ein paar Lieder nicht bewertet haben, macht das gar nichts. Sie sind solange in der Wiedergabeliste “Nicht bewertet”, bis Sie sie bewertet haben…
Wenn keine Lieder mehr angezeigt werden, bedeutet das, dass die komplette iTunes-Musikbibliothek von Ihnen bewertet wurde! Erst jetzt können wir weiter zu Schritt 3 gehen.
Schritt 3: Aufräumen, Bereinigen und Entfernen
In Schritt 2 haben Sie alle nicht bewerteten Lieder aus Ihrer iTunes-Bibliothek gehört und sie dabei mit 1-5 Sternen bewertet. Jetzt, wo alles bewertet ist, räumen wir die iTunes-Bibliothek auf.
Entfernen aller Lieder, die mit 1 Stern bewertet wurden
Löschen wir nun alle Lieder, die Sie als “schlecht” (also mit nur einem Sternchen) bewertet haben.
- Wechseln Sie in iTunes in die Ansicht Mediathek > Musik.
- Sortieren Sie Ihre Musiksammlung nach “Wertung”, wobei die Sortierung aufsteigend sein sollte (Pfeilchen muss nach oben zeigen – siehe Screenshot).

- Markieren Sie das erste Lied, das mit nur einem Sternchen bewertet worden ist.
- Scrollen Sie nun soweit hinunter, bis Sie das letzt nur mit einem Sternchen bewertete Lied sehen.
- Drücken Sie die Umschalt-Taste auf Ihrer Tastatur und klicken Sie dabei dieses letzte mit nur einem Sternchen bewertete Lied an. Nun sind alle von Ihnen als “schlecht” bewerteten Lieder markiert.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den markierten Bereich in iTunes und wählen Sie im Kontextmenü den Punkt “Löschen”.
- iTunes fragt nun nach, ob Sie die ausgewählten Titel aus Ihrer iTunes-Mediathek entfernen wollen. Antworten Sie mit “Entfernen”.
- iTunes fragt unmittelbar darauf nach, ob die ausgewählten Titel in den Papierkorb bewegt oder im Ordner “iTunes Media” behalten werden sollen. Löschen Sie die Dateien endgültig, in dem Sie mit “In den Papierkorb bewegen” antworten. (Hiermit werden die Dateien von der Festplatte gelöscht und sind nur noch im Papierkorb vorhanden!)
- In iTunes bleibt nun eine saubere Bibliothek übrig. Alle schlecht bewerteten Musikdateien sind nun gelöscht.
Entfernen von Duplikaten
Es gibt zwei Möglichkeiten, Duplikate in Ihrer Musiksammlung zu entfernen. Entweder man macht das manuell oder – wenn Sie sich das oben erwähnte TuneUp gekauft haben, automatisiert.
Manuelles Entfernen von Duplikaten
Überprüfen wir, ob es von den gut bewerteten Liedern Duplikate gibt.
- Klicken Sie in iTunes auf Ablage > Duplikate anzeigen… Die Musikansicht wechselt nun in eine Liste, in der Sie alle Duplikate angezeigt sehen.
- Halten Sie nun die Taste CMD (Mac) bzw. Strg (Windows) gedrückt und klicken Sie die Duplikate, eines nach dem anderen an. Die markierten Dateien werden gelöscht, klicken Sie also immer nur das Duplikat an, das entweder besser bewertet oder in besserer Qualität gespeichert ist!
- Wenn Sie am unteren Ende der Liste angekommen sind, löschen Sie die Lieder genauso, wie wir es gemacht haben, nachdem alle mit einem Sternchen bewerteten Lieder ausgewählt waren: Rechtsklick > Löschen und zwei Mal die Löschung bestätigen.
Automatisches Entfernen von Duplikaten
Wenn Sie sich das oben erwähnte TuneUp-Paket gekauft haben, haben Sie auch DeDuper mitinstalliert. Aktivieren Sie DeDuper und das Programm zeigt Ihnen eine Liste mit allen Duplikaten an, wobei die qualitativ minderwertigeren Kopien zur Löschung markiert sind. Löschen Sie sie!
Jetzt haben Sie es geschafft. Ihre iTunes-Musikbibliothek ist nicht nur sauber, sondern rein und nach Ihren persönlichen Vorlieben sortiert.
Zwei Hinweise
Fürs erste ist mit den oben angeführten Schritten die Mediathek bereinigt. Ich habe aber zum Beispiel in weiterer Folge festgestellt, dass selbst bei dieser genauen Arbeit Lieder, bei denen ich mich, wenn ich sie höre, frage, wieso die um Gottes Willen nicht aussortiert wurden, vorhanden waren. Nach einiger Zeit (6 Monate und mehr) kann man aber auch diese Lieder leicht filtern: Mit einer intelligenten Wiedergabeliste, die nach Anzahl der Übersprünge sortiert ist, kann man leicht die Musikstücke mit einer hohen Zahl an Übersprüngen löschen.
Ich habe die hier angeführten Schritte selbst schon hunderte Male eingesetzt, um meine iTunes-Bibliothek zu bereinigen. Dennoch kann es sein, dass spezifische Konfigurationen und andere Umstände dazu führen, dass es beim Ausführen dieser Anleitung zu Datenverlust kommen kann. Dafür hafte ich nicht. Wenn Ihnen nicht wohl dabei ist, hunderte oder gar tausende Dateien auf einmal zu löschen, bitten Sie jemanden, dem Sie in dieser Hinsicht vertrauen, Ihnen dabei zu helfen Ihre Musikbibliothek in iTunes zu bereinigen!
Find Any File
Find Any File findet im Gegensatz zur ins System eingebauten Suche tatsächlich jede Datei. Besonders empfehlenswert ist das Programm zur Deinstallation von Programmen.
Nachtrag 22. Februar 2011: Das Programm gibt es nun auch als “App” im App Store und es ist jeden drei Euro wert, die man dafür bezahlt!
Wie vernünftige Mac-User sichere Backups erstellen
Überzeugt von der Notwendigkeit von Backups nach dem unangenehmen Zwischenfall im September, benutze ich mittlerweile ein Setup aus Backblaze als Online-Backuplösung und SuperDuper! für lokale, also Offline-Backups. Dieses Setup läuft vollautomatisch und erstellt regelmäßig zuverlässige und komplette Backups meiner Daten online und offline. Zusätzlich speichere ich sehr wichtige Daten im Dropbox-Ordner ab, wodurch sie sofort gesichert werden. Ich brauche mich dabei um nichts zu kümmern und genieße dennoch größtmögliche Datensicherheit.
Letzte Aktualisierung: 31. März 2012.
Disclaimer: Dropbox und Backblaze sind mit Referrerlinks ausgestattet.
Lokales Backup
Ein lokales Backup ist schnell, genau und sowohl beim Sichern als auch beim Wiederherstellen von Daten absolut zuverlässig. Allerdings ist die externe Festplatte, auf der das Backup gespeichert wird, in den meisten Fällen allen Gefahren ausgesetzt, denen auch der Rechner, der gesichert werden soll, ausgesetzt ist. Brand, Wasser, Hitze, Kälte, Diebstahl, etc. treffen beide Speichermedien gleichermaßen.
Bevor es Time Machine gab, gab es SuperDuper!. Es gibt sehr viele Stimmen, die vor Apples Bordmittel für Backups warnen (Daten können nicht wiederhergestellt werden, werden nicht zuverlässig oder gar nicht erst gesichert!), SuperDuper! hingegen genießt einen hervorragenden Ruf. Zusätzlich zur Möglichkeit, Backups aller Daten automatisch sicher anlegen und bei Bedarf jederzeit wiederherstellen zu können, erstellt SuperDuper! eine bootfähige (!) Kopie der gesicherten Festplatte, mit der man nach einem Crash sofort weiterarbeiten kann.
Das Programm kostet einmalig knappe 22 Euro, es gibt aber eine voll funktionsfähige, kostenlose und zeitlich unlimitierte Testversion, in der lediglich das inkrementelle Backup und die Zeitplan-Funktion deaktiviert sind. Zumindest die Möglichkeit eines Zeitplans für Backups ist aber notwendig, wenn man SuperDuper! automatisiert betreiben möchte.
Eine, nein, die Alternative zu SuperDuper! ist Carbon Copy Cloner. Das Programm arbeitet nach genau dem gleichen Schema wie SuperDuper!, wirkt aber in manchen Punkten sogar durchdachter: Die Automatisierung von Backups durch Zeitpläne ist SuperDuper! um Längen voraus, die Möglichkeit, geänderte oder gelöschte Objekte bei genügend vorhandenem Festplattenplatz vorübergehend zu archivieren, klingt auch nicht schlecht.
Carbon Copy Cloner ist durch Werbung finanzierte Donationware; zwar ist das gesamte Programm sauber und aufgeräumt, sobald der Kopierprozess allerdings beginnt, wird dem Benutzer Werbung vorgesetzt, die man mit einer Spende an den Entwickler Mike Bombich abschalten kann.
Apples Bordlösung zur Datensicherung ist Time Machine. Das Programm sichert alle Daten einmalig komplett und erstellt stündliche Backups, die 24 Stunden lang aufgehoben werden, tägliche Backups, die 30 Tage lang aufgehoben werden, und wöchentliche Backups, die solange aufgehoben werden, bis die Kapazität der externen Festplatte erschöpft ist. Time Machine hat sich auf meinem Mac als ressourcenhungrig und träge entpuppt und ihn bei jedem Sicherungsdurchgang spürbar verlangsamt, was mich umso mehr bestärkt hat, mit SuperDuper! zu arbeiten.
Es gibt noch viele weitere Alternativen zu SuperDuper! oder Carbon Copy Cloner; die beiden sind jedoch meines Wissens nach die einzigen Programme, die regelmäßig, wenn auch in zum Teil riesigen Zeitspannen aktualisiert werden, aktiven Support haben, weit verbreitet sind und dementsprechend zuverlässig funktionieren. Von Backupsystemen, die von Festplattenherstellern kostenlos mitgeliefert werden, rate ich ab! Diese Programme sind lieblos programmiert, weshalb sie bei Funktions- und Zuverlässigkeitstests meistens katastrophal abschneiden.
Ich persönliche empfehle – völlig gleichwertig – SuperDuper! oder Carbon Copy Cloner. Ich habe mit beiden Programmen bereits gearbeitet und bin von der Funktionalität, Zuverlässigkeit und Sicherheit von beiden überzeugt.
Online Backup
Online Backups sind optimal gegen jede Form von physikalischem Datenverlust geschützt und, wenn angemessen verschlüsselt, auch sicher. Im Vergleich zur lokalen Variante dauert das Erstellen und Wiederherstellen eines Backups allerdings wesentlich länger und die Daten werden in vielen Fällen weniger genau (also zB ohne korrekte Attribute oder Metadaten) gesichert; das kann man zwar minimieren, dementsprechend teuer sind dann allerdings die Ausgaben pro gesichertem Gigabyte.
Es gibt grundsätzlich 2 Arten von Online-Backups: Entweder man kauft ein Abonnement bei einem Backupservice, der sowohl das Programm als auch die Serverinfrastruktur zur Verfügung stellt (billiger, bequemer) oder man kauft ein Backupprogramm, das auf die Serverinfrastruktur eines Drittanbieters aufsetzt (sicherer, genauer).
Backupservices

Backblaze sichert meine Daten online. Im Gegensatz zu vielen anderen Online-Backup-Lösungen funktioniert Backblaze nach einem Ausschlussprinzip: Backblaze sichert von Haus aus alle Daten; Ordner und Dateien, die man nicht gesichert haben möchte, muss man explizit ausschließen. Die Daten werden vom Programm lokal verschlüsselt und anschließend über eine sichere Leitung auf die Server von Backblaze hochgeladen. Dieser Prozess ist bewusst langsam und ressourcenschonend konstruiert, sodass auf dem Rechner, der gesichert wird, keinerlei Geschwindigkeits- und Performanceeinbußen zu bemerken sind.
Über die hochgeladene Datenmenge muss man sich bei Backblaze keine Sorgen machen, denn der einem Benutzerkonto zugewiesene Speicherplatz ist unlimitiert und Backblaze verrechnet einen Pauschalpreis von USD 5 pro Monat bzw. USD 50 pro Jahr dafür. (Darin sind auch Backups von zB externen Festplatten egal welcher Größe (!) und eine Lokalisierungsfunktion für gestohlene Computer enthalten!)
Alternative Services zu Backblaze sind zum Beispiel CrashPlan, Carbonite oder Mozy, doch sind deren Programme entweder lieblos programmiert, integrieren sich nicht in die gewohnte Mac-Oberfläche oder die Abonnements zur Datensicherung sind schlichtweg zu teuer.
Backup-Programme, die Server von Drittanbietern nutzen
Eine andere Philosophie von Online-Backup verfolgen Programme wie Jungle Disk und Arq. Beide sind letzten Endes nur Zugänge zu den Hochleistungsservern von Amazon S3, Jungle Disk bietet noch zusätzlich die Option, seine Daten auf den nicht gerade weniger stabilen Servern von Rackspace Cloud Files zu speichern, bei Arq verweist man auf die kostengünstigeren “Reduced Redundancy Storage”-Preismodelle von Amazon S3. Wer Amazon S3 verwenden möchte, benötigt dort ein Konto, das aber kostenlos angelegt werden kann.
Mein erstes Online-Backuptool war das damals nicht als Service, sondern als Programm erhältliche Jungle Disk. Der Service kostet nun USD 2 pro Monat und inkludiert 5GB Speichervolumen. Für jedes weitere GB bezahlt man USD 0,125 (Amazon S3) oder USD 0,15 (Rackspace Cloud Files), wodurch sich allerdings mein oben schon erwähntes Backupvolumen von 300GB mit USD 36,875 (Amazon S3) bzw. USD 44,25 (Rackspace) pro Monat zu Buche schlagen würde! Das steht in keinem Vergleich zu den USD 5, die Backblaze verlangt. Der Break-Even für Jungle-Disk in Vergleich zu Backblaze liegt bei etwa 29GB.
Ähnlich Jungle Disk, aber wesentlich flexibler, sicherer und unabhängiger ist Arq. Arq – das Programm – kostet einmalig USD 29. Monatlich zu zahlen ist der bei Amazon S3 verbrauchte Speicherplatz: USD 0,125/GB/Monat für die höchste, USD 0,093/GB/Monat für hohe Zuverlässig- und Verfügbarkeit. Nur, um die beiden Preise wieder zu verdeutlichen: Pro Monat kosten 300GB entweder USD 37,5 oder USD 27,9.
Wem die Sicherheit seiner Daten online wichtig ist, dem kann ich Arq empfehlen. Der Autor ist sich der Schwäche in puncto Sicherheit und Verschlüsselung von Backups in praktisch allen anderen Programmen und Services bewusst und setzt seine Prioritäten explizit darauf.
Eine weitere Möglichkeit wäre Wuala, dessen Fokus ebenso auf der Sicherheit der zu sichernden Daten liegt. Im Gegensatz zu Jungle Disk und Arq, sichert Wuala die Daten jedoch auf einer selbst betriebenen Serverfarm.
Dropbox
Sehr wichtige Dateien, zB solche, an denen ich gerade arbeite, sichere ich in Dropbox. Der lokale Dropbox-Ordner wird permanent online synchronisiert, wodurch auch das kurze Zwischenspeichern eines Dokuments sofort online gesichert wird. Dropbox behält Dateiversionen 30 Tage lang im Speicher, sodass Wiederherstellungen auch auf diesem Weg leicht möglich sind. Es gibt eine ausreichend große Gratisversion von Dropbox mit 2 GB Onlinespeicher, in kostenpflichtigen Versionen sind 50 GB (USD 9/Monat bzw. USD 99/Jahr) oder 100 GB (USD 19,99/Monat bzw. USD 199/Jahr) verfügbar.
Warum ein automatisiertes lokales und ein Online-Backup?
Das Setup aus SuperDuper!, Dropbox und Backblaze ist ganz besonders sicher, da ich, der Benutzer und damit größte Unsicherheitsfaktor, nur wenig involviert bin: Das Backup erfolgt sowohl offline als auch online vollautomatisch, regelmäßig und vollständig; mit Dropbox sogar noch sofort.
Meine doppelt gesicherten Daten sind damit gegen jede nur erdenkliche Form von Verlust (Hardwarefehler, Brand, Eindringen von Nässe, Diebstahl, etc.) geschützt. Für die Sicherheit, die so ein System bietet, ist es auch noch kostengünstig: Eine ausreichend große externe Festplatte erhält man bereits um knappe 100 Euro, SuperDuper! kostet einmalig knappe 22 Euro, Dropbox gibt es in der Basisversion gratis und das Backblaze-Jahresabonnement kostet 50 USD/Jahr oder 5 USD/Monat für unlimitierten Speicherplatz.
Wenn man über Backups schreibt, darf man die Punkte Automatisierung, Genauigkeit und Zuverlässigkeit nicht außen vor lassen. Egal, wofür man sich entscheidet, alle drei Punkte sollten möglichst immer erfüllt werden. CrashPlan, zum Beispiel, ist sicherlich ein hervorragender Online-Backupservice, es erfüllt aber den Punkt Automatisation nicht, da ich, der User, mich darum kümmern muss, dass all meine Daten hochgeladen werden. Time Machine ist auch nett, doch die schon oben verlinkten Meldungen über “vergessene” oder nicht wiederherstellbare Dateien machen das Programm nicht zuverlässig. Wer sich also für eine Backupstrategie entscheidet, sollte genau die drei Schlüsselwörter stets im Kopf behalten oder sich darauf verlassen, dass mein hier präsentiertes Setup aus SuperDuper!, Dropbox und Backblaze hält, wozu ich rate!
Mac-Schreck
So. Der Mac ist dann mal in der Reparaturwerkstatt meines Vertrauens. Heute wollte er gar nicht erst weiter als bis zum Startbildschirm, er blieb im Single-User-Mode hängen wie auch beim Ausführen des Festplattendienstprogramms als auch beim Booten von DVD. Eine Neuinstallation des Betriebssystems (Windows lässt – horribile dictu – grüßen!) führte zu einem Freeze beim Auswählen des Installationslaufwerks. So ging das nicht weiter, so geht das nicht weiter. Momentan tippse ich auf einem Notebook herum, bis mein Mac wieder zurückkommt. Und ja, es gibt dennoch einen Unterschied zur PC-Welt: Abgestürzt ist mir der Mac aufgrund eines Softwarefehlers noch nie.
Mac friert einfach ein
Mac friert einfach so ein. Wäre es Windows, würde ich Bluescreen sagen. Beim Mac ist das aber alles anders. Sehr, sehr eigenartig. Erste Vermutung: Arbeitsspeicher, doch Memtest sagt nach vier Testreihen, dass alles in Ordnung sei. Vielleicht die Festplatte. Da kommen so eigenartige Geräusche hinter dem Bildschirm hervor…
Warum Firefox 3 auf dem Mac einfach nicht gut aussieht
Ich habe mir gestern Firefox 3.0 heruntergeladen und auf meinem Mac installiert. Feine Sache, denn der Browser ist schnell, spielt bei allen Greasemonkey-Scripts mit und bietet jeden Komfort in puncto Erweiterbarkeit und Funktionalität, den man sich vorstellen kann. Doch wenn es Menschen da draußen gibt, die auf Design Wert legen, dann hat Firefox einiges an Schwächen zu bieten, denn der Browser sieht auf dem Mac einfach nicht gut aus. Auch bei ettf.net sieht man das so:
But when it comes to the design I wonder WTF they were thinking. Looks great on my Vista machine at work (…) but seriously, check out the Mac version. It’s like the ugly output of Camino and Safari doing some filthy inputting with ugly cousin Finder in the middle.
Und ettf.net folgt Johan Sanneblad, der seinen Firefox 3-Artikel mit “Firefox 3 brings Ugliness to the Mac” betitelt, FreshID mit “Imitating the Best: Firefox 3 vs. Safari 3 Design” oder auch John Gruber, der in einem Vergleich “Firefox 3 vs. Safari 3” feststellt:
After a few weeks in the arms of Firefox 3 betas, I’ve returned to Safari as my daily browser. Unsurprisingly, it’s the interface that drove me back.
Ein paar Beispiele:
Darstellung der Schrift

Oben: Safari 3.1.1, Unten: Firefox 3.0
Vielleicht ist das Gewöhnungssache, doch für mich ist die Art und Weise, wie Safari den Schriftzug darstellt, besser lesbar als die Art und Weise, wie Firefox das macht. Bei letzterem kommt mir vor, dass die Buchstaben ineinander verschwimmen und besonders die Anfangsbuchstaben weniger klar sind.
Die Toolbars

Oben: Safari 3.1.1, Unten: Firefox 3.0
Mit der Toolbar von Firefox habe ich ein Problem. Sie nimmt mehr Platz ein als sie sollte (und im Screenshot ist der vergrößerte Zurück-Button bereits deaktiviert!), benutzt eine sehr fette Schriftart für die Lesezeichen-Symbolleiste und verbraucht unnötig viel Platz für die Tabs.
Um gleich bei den Tabs zu bleiben: Warum muss das “Fenster schließen”-Icon rechts sein, wenn alle Safari-Benutzer es links gewöhnt sind? Warum diese hässliche Zahnlücke zwischen den Tabs? Vor allem aber: Warum dieser seltsam anmutende Wölbungseffekt in der Lesezeichen-Symbolleiste? Die Schlichtheit von Safari gefällt mir da wesentlich besser. Irgendwie, so sieht man das beim Adpinion Blog, sieht die neue Toolbar “schwanger” aus. Wenn Firefox Safari-Benutzer ködern will und sich damit ans Design anzunähern versucht, dann gilt allerdings: Wenn ein Produkt sich einem anderen Produkt immer mehr annähert, merkt man erst, wie schlecht der Imitator ist.
Buttons und Eingabefelder

Links: Safari 3.1.1, Rechts: Firefox 3.0
Leider hinkt Firefox auch bei der Darstellung von Eingabefeldern in Kombination mit Buttons wie auch bei der Darstellung der Buttons selbst hintennach: Während Safari die Buttons dezent mit einem kleinen Abstand zum Eingabefeld darstellt (links), schlagen in Firefox (rechts) Button und Eingabefeld aufeinander.
Der Button selbst ist ebenfalls interessant: Safari arbeitet mit klaren, kontrastreichen Abgrenzungen, lässt dafür aber das Wort “Suchen” im Mittelpunkt hervortreten, Firefox betont mehr das grafische Element des Buttons, kontrastiert ihn aber weniger zum Umfeld.
Auswahlfelder

Links: Safari 3.1.1, Rechts: Firefox 3.0
Auch in puncto Auswahlfelder gibt es bei Firefox einiges nachzuholen: Klickt man auf meine Archivbox, wird das Auswahlfeld mit der Auswahl bei Safari überlagert und nach allen Seiten hin klar abgegrenzt dargestellt. Bei Firefox findet die Überlagerung des Auswahlfelds nicht statt, stattdessen fährt eine Schublade heraus, die nicht nur mit einem schwarzen Strich, sondern auch noch mit einer Scrollbar dargestellt wird.
Die “Awesome Bar”

Awesome-Bar in Firefox 3.0
Das gewöhnungsbedürftigste Feature des neuen Firefox jedoch ist die Awesome Bar, das URL-Eingabefeld mit seinem Eigenleben. Nicht nur stört mich der im Verhältnis riesige Lesezeichen-Stern und das große, auffällige Newsfeedicon, vor allem – und da bin ich nicht alleine! – stört mich all der optische Lärm, der durch das neue Eingabefeld (beim Eingeben) entsteht: URLs, die Surfvergangenheit, Links, Lesezeichen… alles wird herangeholt während man eine URL eingibt. Wären beispielsweise nur die Titel der Seiten zu sehen und der Anfang der URL rechts daneben, sähe die Sache schon wieder ganz anders aus, aber nein… da mussten die Firefox-Entwickler (beziehungsweise die Designer des Mac-Skins) wiedereinmal aus vollen Rohren schießen!
Zwischenbilanz und Empfehlungen
Firefox 3 ist ein superschneller und feiner Browser, wer jedoch auf das Look and Feel einer Mac-Oberfläche Wert legt, sollte sich dreimal überlegen, ob er oder sie wirklich umsteigen will. Technisch jedoch sehe ich Firefox 3 Safari 3 weit überlegen.
Was also ist mein Resümee? Es gibt noch keines, dafür verwende ich Firefox 3 noch zu kurz. Vielleicht wird noch nachgebessert, vielleicht kommt bald eine bessere Designvorlage für den Browser heraus. Ich melde mich wieder!
- Momentan verwende ich das GrApple Yummy (blue)-Theme für Firefox 3, das äußerst vielversprechend aussieht.
- Dass PDF-Dateien nicht im Browser angezeigt werden, kann man mit dem Plugin firefox-mac-pdf umgehen.
- Damit das Farbraummanagement in Firefox 3 aktiv wird, muss man eine Einstellung ändern.
- Damit nicht alle Seiten, die man besuchen könnte, an irgendwelche Server übermittelt werden, kann man das Prefetching abschalten.
LaTeX unter Mac OS X
Hier gibt es eine gute Einleitung in die Installation, das Benützen und Arbeiten mit LaTeX auf dem Mac.
DoubleTake
Panoramabilder auf dem Mac erstellen? DoubleTake!