iCloud unter Snow Leopard einrichten

Als ich meinen Artikel übers Einrichten von iCloud auf einem iPhone 3G veröffentlicht habe, war eine der am häufigsten gestellten Frage, ob man denn iCloud auch unter Snow Leopard benutzen könne. Die Antwort: Ja, man kann seine Kalender synchronisieren lassen und das iCloud-Mailkonto benutzen, ein Abgleich der Adressbuchdaten ist jedoch nicht möglich.

  • Für den Abgleich des Mailkontos unter Snow Leopard sind die gleichen Einstellungen wie fürs iPhone 3G gültig.
  • Den Abgleich von iCal erledigt man wie hier beschrieben: iCloud und Snow Leopard: iCal synchronisieren.
  • Das Adressbuch kann unter Snow Leopard nicht mit iCloud abgeglichen werden (mit Gmail jedoch schon!).

OS X Lion Recovery?

Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, wie eine vollständige Wiederherstellung (Recovery) von OS X Lion funktionieren würde, wenn das System doch ohne Datenträger ausgeliefert wird? Stephen Hackett gibt in seinem OS X Lion Review die Antwort darauf.

With Lion, Apple has made it easier to re-install OS X on a non-failed drive … Instead of having to use optical media, the OS X Lion installer creates a “Recovery HD” partition that includes a copy of the OS X Lion installer, Disk Utility for disk repair and a few other utilities.

Sollte es jemals Probleme geben, kann man diese Wiederherstellungspartition durch Drücken der Tasten CMD+R beim Ertönen des Startup-Sounds aktivieren. Trotzdem verlasse ich mich auf ein sicheres Backup meiner Daten.

Nachtrag 9.8.2011.

Apple hat den Lion Recovery Disk Assistant veröffentlicht, mit dem man auf einem USB-Stick eine Wiederherstellungsdisk erstellen kann.

Klone deinen Mac bevor du Lion installierst!

Zuerst klonen, dann erst installieren ist ein gute Empfehlung von Craig Grannell, die ich mit besonders dieser Anleitung für SuperDuper! hier auf dreitehabee unterstützen kann.

I recommend before installing Lion that even if you’re using Time Machine you also create a working clone of your Mac. This is because while you can restore data from Time Machine, it’s faster and simpler to do so from a clone.

Automatisierte Backups mit SuperDuper!

Ein Backup ist sicher, wenn es vollautomatisch, also ohne Zutun des Benutzers abläuft. Wie so ein sicheres Backup unter Mac OS X aussieht, habe ich bereits beschrieben. Wie man SuperDuper! zu vollautomatischen Backups ohne Zutun durch den Benutzer konfiguriert, möchte ich in diesem Artikel zeigen. Da das Programm auch die Zugriffsrechte eines Volumes reparieren kann, habe ich diese Reparatur präventiv auch gleich in die Backuproutine gepackt.

Das Setup sieht so aus, dass wir den Computer eine Minute bevor SuperDuper! zu arbeiten beginnt automatisch starten lassen. Ich mache das in der Früh, sodass ich, sobald ich mich an den Computer setze, bereits alles gesichert vorfinde. Einmal im Monat wird das Backup so ausgeführt, dass vor der eigentlichen Datensicherung eine Überprüfung (und Reparatur) der Zugriffsrechte des Volumes durchgeführt wird.

Letzte Aktualisierung: 16. Jänner 2012.

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Mac Defender: Apple hat dieses Argument verloren

Ich muss „Leafydebater“ durchaus Recht geben, wenn er/sie in Bezug auf Mac Defender meint, das Hauptargument für einen Mac wäre heute nicht mehr gültig.

While we PC users are definitely more vulnerable to viruses, by almost 100-1 ratio (new viruses), I believe that we now hold the upper hand in this battle. Yes, we have more to watch out for, however we are prepared to deal with the worst. We know our computers and how to stop even the craziest of the infections that we can get. A simple piece of mac malware results in a complete shutdown of a user, because 1. he or she is completely incapable of getting rid of it, and 2. a call to the mac store won’t help.

Mac OS X Routinewartung

Definitiv eine Empfehlung ist Randy Singers Website zum Thema OS X Routine-Wartung und dort ganz besonders der Abschnitt „Routine Maintenance In Under 10 Minutes!“ Ich bin durch Singers Website auf eine Fülle von Programmen gestoßen, mit denen ich die Arbeitsgeschwindigkeit meines nunmehr nicht ganz neuen Mac deutlich erhöhen konnte.

Die zwei besten Empfehlungen waren einerseits YASU, das bessere Arbeitet leistet als das unselige Cocktail, andererseits iDefrag, mit dem ich meine andauernd (und damit meine ich immer und unaufhörlich!) arbeitende Festplatte wieder auf ein Level zurückgebracht hat, wie es Mac-User gewöhnt sind: Ich höre sie nun (wieder) nicht mehr.

Für die Einstellungen von YASU gibt Singer folgende Empfehlungen:

Empfohlene Einstellungen für YASU

Der Vergleich zwischen fragmentierter Platte (vorher) und mit iDefrag defragmentierter und optimierter Platte (nachher) macht auch einiges deutlich. (Von wegen „Man muss einen Mac nicht defragmentieren!“) Führt man so eine Defragmentierung durch, sollte das jedoch über Nacht geschehen: Ich habe eine Volldefragmentierung samt Optimierung auf einer zu 80% belegten 2TB-Platte durchgeführt und den Vorgang um etwa 14:15 Uhr gestartet; um 1:10 Uhr am nächsten Tag war der Vorgang beendet und die Festplatte wieder defragmentiert. Die Ladezeit für das System wie für große Programme (zB Aperture) hat sich merklich verringert.

Stark fragmentierte Festplatte

Mit iDefrag defragmentierte Festplatte

Das wirkt jetzt ein wenig wie die neueste Ausgabe der PC-Welt, ich weiß. Aber vielleicht hilft es jemandem.

Programme, für die ich leider bezahlt habe

Ich habe hier eine Liste von Programmen zusammengestellt, für die ich leider bezahlt habe. Einige dieser Programme sind in meinen Augen einfach schlechte Software (Springy), aus den meisten jedoch bin ich „herausgewachsen“ (Cocktail, MarsEdit) und benötige sie nicht mehr. Andere wiederum sind reiner Luxus, der unnötig ist (Fever°, Mint). Hier die Liste:

Maintain: CocktailFür eine „Family License“ von Cocktail habe ich $29.95 bezahlt. Das, was ich dachte zu brauchen, macht mein Mac ohnehin von selbst, die anderen Funktionen interessieren mich nicht. Außerdem kann man die Bereinigungs- und Wartungskripte ganz leicht über das Terminal mit dem Befehl sudo periodic daily weekly monthly starten. (Will man zB nur das Wochenskript, wird daily und monthly einfach weggelassen…) Ein jedoch empfehlenswertes Angebot von Maintain ist deren Blog, in dem sehr selten, wenn, dann aber gute Hinweise zur Wartung von Macs veröffentlicht werden.

SpringyEbenso eine Family License habe ich für Springy um EUR 20.00 bezahlt. Ich habe noch nie ein instabileres und in seinen Update-Zyklen so heftigen programmtechnischen Änderungen unterworfenes Programm erworben, das mit einem Mal nicht mehr aktualisiert wurde. Auch vom Programmautor fehlt jede Spur. Vielleicht hätte ich damals doch Rucksack kaufen sollen? Mittlerweile zippe und entzippe ich ohnehin nur noch mit Mac OS X. Falls gelegentlich eine rar-Datei daherkommt, gibt es MacPAR de luxe (nicht von der Website abschrecken lassen!) und wer mir sit-Archive oder ähnliche Exoten schickt, kriegt die Datei gleich wieder zurückgeschickt.

MarsEditFür MarsEdit habe ich mittlerweile 2x bezahlt. Einmal für die Vollversion 2.0 (29.95 USD) und noch einmal für das Update auf 3.0 (14.95 USD). MarsEdit ist ein gutes und solides Programm, doch mittlerweile ist es wirklich egal, ob man einen (Blog-) Eintrag on- oder offline schreibt. Wenn noch dazu die Oberfläche auch für den Autor einer Seite attraktiv ist (wie bei tumblr), dann überhaupt! Vielleicht passt MarsEdit gar nicht in die Kategorie der Programme, für die ich leider bezahlt habe, schließlich habe ich sehr lange damit gearbeitet, doch ich brauche es jetzt nicht mehr, hier ist der Schlussstrich.

MintWer einen eigenen Server hat verwendet als Statistiktool Mint um 30 USD. Es gibt aber auch Google Analytics, das nicht nur gratis ist, sondern auch Entwicklungen mitmacht, die Shaun Inman, der Programmierer hinter Mint, nicht beachtet, weil er sich jetzt auf andere Dinge konzentriert. Asynchrone Skripte, beispielsweise, sind ein sehr häufig in den Mint-Foren gefordertes Feature… Nett und schön war’s, aber auch hier habe ich kein Interesse mehr an einer Fortführung des Programms, bei dem die Woche immer mit Sonntag beginnt und es keine Möglichkeit gibt, das umzustellen.

Fever°Letztlich eine große Enttäuschung war und ist auch Fever°, eine selbst gehostete Alternative zu Google Reader, die mich anfangs fasziniert hat. Der Newsreader funktioniert zwar gut und zuverlässig, aber er hat bereits nach wenigen Wochen abgedroschen und alt ausgesehen. Hier ist es auch weniger ein „leider“ als viel mehr ein „nicht mehr“.

Ich will mit dieser Liste niemanden davon abhalten, diese Programme zu erwerben, sie alle haben mir über mehr oder weniger lange Zeiträume gut gedient, aber vielleicht wäre ein intensives und kritisches Betrachten der Testversionen ein guter Tipp. Ihr habt noch mehr solche Erfahrungen? Mein Ohr ist für Hinweise offen!

Der Mac startet nicht mehr und McPlus macht eine Vordiagnose

Das Problem: Mac startet nicht mehr

Gestern noch habe ich meinem Bruder Urlaubsfotos gezeigt, heute schon steht mein Mac bei McPlus in der Reparatur-Abteilung. Und das in nur drei Jahren Laufzeit schon das zweite Mal! Die Fehlerbeschreibung, die die Herrschaften dort als „vom Kunden“ notiert haben, lautet:

Programme haben sich während dem Arbeiten oft aufgehängt. Festplattendienstprogramm zeigt an, dass die Festplatte repariert werden sollte. Die Festplatte macht auch Geräusche.

Was ich ihnen gesagt habe, war in etwa das: Seit einigen Wochen kommt es auf meinem Mac zu Abstürzen von Programmen, die für gewöhnlich äußerst stabil laufen, zB Safari, Finder oder Thunderbird. Ebenso braucht mein Mac für Operationen, die normalerweise nur einen Augenblick benötigten, elendiglich lange. Seit einigen Tagen höre ich noch dazu ein Klick-Geräusch (vermutlich) von der Festplatte. Seit gestern Abend kann ich meinen Mac nicht mehr starten. Anstelle des Apfel-Symbols erscheint ein Ordner mit einem Fragezeichen drin.

Um dem Protokoll des Handbuchs Folge zu leisten, habe ich den Rechner vom DVD-Laufwerk aus gestartet und das Festplattendienstprogramm ausgeführt. Das Programm erklärt mir, dass die Festplatte beschädigt ist, ich alle Daten sichern und sie austauschen bzw. neu formatieren soll! Das war für mich der Anlass, McPlus aufzusuchen und die letzten Wochen meines Apple-Care-Plans noch auszunützen.

McPlus erstellt eine vielleicht gewinnbringende „Vordiagnose“

Als ich heute den Computer bei McPlus zur Reparatur angemeldet und mein Problem geschildert habe, hat ein Mitarbeiter, der an sich gar nicht mit der Annahme des Geräts zu tun hatte, sofort gemeint, dass das sehr nach einem Softwarefehler klinge. (Mit „sofort“ meine ich, dass er das Gerät nur gesehen, nicht jedoch begutachtet hat. Herrje, der Mann hat es nicht einmal gestartet, geöffnet oder näher angesehen!)

Ich habe diese Anmerkung zwar gehört, jedoch nicht kommentiert. Bewusst geworden ist mir die Aussage erst, als ich den neuen, fett gedruckten Absatz in den Service-Auftragsscheinen von McPlus einige Stunden später gelesen habe. Dort steht:

Sollte im Zuge der Begutachtung oder Reparatur ein Software Fehler (auch Betriebssystem) festgestellt werden, so ist die Behebung dieser Fehler IMMER kostenpflichtig.

Ich bin schon gespannt (und werde an dieser Stelle darüber berichten), was bei der tatsächlichen Begutachtung des Geräts herauskommt.

Ein paar Anmerkungen zur Datensicherheit

Zum ersten Mal lässt mich das Problem des Datenverlusts, der für gewöhnlich mit einer kaputten Festplatte einhergeht, kalt, schließlich habe ich lange darüber nachgedacht, wie ich sie sichern und gegebenenfalls wiederherstellen kann. Time Machine und Backblaze arbeiten rund um die Uhr und die Dropbox gibt es ja auch noch. Leider ist Time Machine mittlerweile zum am wenigsten zuverlässigen Backupsystem geworden, da mir in Reaktion auf den oben verlinkten Artikel von mehreren Personen bereits berichtet wurde, dass die Backups, die Time Machine erstellt, entweder nicht vollständig oder schlichtweg nicht wiederherstellbar sind. Details kann ich dazu keine geben, da dieses Problem bei mir bislang nicht aufgetaucht ist.

Das Problem Datensicherheit ist im Gegensatz zum Datenverlust, ein Problem. McPlus hat mir das folgende Vorgehen bei einem Hardwarefehler erklärt: Die Reparaturwerkstatt (also McPlus) darf an der Hardware keine Änderungen vornehmen und muss diese unverändert an Apple schicken, um den dementsprechenden Ersatzteil zu erhalten. Eine Garantie auf Löschung oder Vernichtung der auf der Festplatte gespeicherten Daten gibt McPlus nicht. Das wird von Apple erledigt, hat ein Mitarbeiter, allerdings nie so klar, am Telefon gemeint.

Nachtrag 5. November 2010

Ich habe nun bereits mit einem Techniker bei McPlus gesprochen, der mir das physische Versagen und damit definitiv einen Hardwarefehler der Festplatte bestätigt hat. Die Festplatte wird von Apple im Rahmen des Apple Care-Pakets ausgetauscht. All meine Daten auf dieser Festplatte sind jedenfalls endgültig verloren und nicht wiederherstellbar, da die Platte physischen Schaden genommen hat.

Nachtrag 8. November 2010

Schließe niemals den Library-Ordner deines Macs vom Backblaze-Backup aus!

Typografische Anführungszeichen in Mac OS X

Durch einen Beitrag auf Smoking Apples bin ich auf die versteckte Funktion in fast allen Mac-Programmen gestoßen, Anführungszeichen und Bindestrichte korrekt zu setzen, wie das bei Textverarbeitungsprogrammen üblich ist. Anstelle des Inch-Zeichens („) werden daraufhin tief- und hochgestellte Anführungszeichen („“ bzw. ‚‘) verwendet.

Die „versteckten“ Einstellungen findet man in fast allen Programmen unter

Bearbeiten > Ersetzungen > Ersetzungen einblenden.

Und dort will der an guter Typografie Interessierte die Einstellungen wie im Screenshot dargestellt setzen.

Bearbeiten-Menü: Gänsefüßchen statt Inch-Zeichen

Systemweit kann man das auch haben. Unter Systemeinstellungen > Sprache und Text > Text gibt es die Möglichkeit, die korrekten Anführungszeichen zu setzen. Für die deutsche Sprache ähnelt das Anführungszeichen links unten der Zahl 99, das Anführungszeichen rechts oben der 66. Für einfache Anführungszeichen gilt 9 bzw. 6 als Referenz.

Systemeinstellungen: Gänsefüßchen statt Inch-Zeichen

Safari 5: CMD + Z

Wer mit Macs arbeitet, kennt die Tastenkombination, um eine Aktion rückgängig machen zu können: CMD + Z. Wer in Safari unabsichtlich einen Tab schließt, kann das mit CMD + Z rückgängig machen.

Stets zu Diensten!

Google verzichtet auf Windows

Was schreibt der ORF? Google verzichtet auf Windows – zugunsten von Linux und Mac OS X. Das wird den Damen und Herren dort hoffentlich helfen, auch designtechnisch einen deutlichen Schritt vorwärts zu machen.

Grund für den Umstieg sei der große Angriff mutmaßlicher chinesischer Krimineller auf die Systeme von Google. Neue Mitarbeiter könnten sich nun entscheiden, ob sie mit Apples Mac OS X oder mit einer Linux-Distribution arbeiten wollten.

Screenshots: Microsoft Office 2011 für Mac

Die ersten Screenshots von Microsoft Office 2011 für Mac sind aufgetaucht. Ursprünglich, so dachte ich, sei die neue Werkzeugleiste entwickelt worden, um die Programme aufgeräumter erscheinen zu lassen.

Am meisten aber schockiert mich, dass nach wie vor die Diskette als Symbol fürs Speichern verwendet wird. Die letzte Diskette hielt ich vor etwa 10 Jahren in Händen. Andererseits – was sonst?

MD5 und SHA-Checksummen am Mac ermitteln

Wieder nur eine Erinnerung an mich selbst. Um die MD5-Checksumme zu ermitteln,

  1. Terminal starten.
  2. Eingabe openssl md5 [DATEINAME] und Enter.

Benötigt man den SHA-1-Hash, muss md5 mit sha1 vertauscht werden. Den Dateinamen braucht man nicht einzugeben, zieht man die Datei per Drag’n’Drop an die Stelle nach openssl md5, geht es genauso gut.

Verschlüsselung am Mac für Dummies

Seitdem ich Cloud Computing (zB Dropbox) immer mehr nütze und nicht zu denjenigen gehöre, die der Neudefinition von Datenschutz Vertrauen schenken, habe ich nach Möglichkeiten gesucht, meine Daten einfach und sicher verschlüsseln zu können und dabei mit gängigen und weithin verfügbaren Mitteln zu arbeiten, um durch zu hohe Komplexität, aufwendige Verfahren oder schlichtweg mangelndes Vertrauen in die Hersteller der Software nicht den Unsicherheitsfaktor, meine Daten später einmal nicht einsehen zu können oder durch Fehler in der Anwendung des Verfahrens die Verschlüsselung nicht korrekt durchzuführen, unnötig zu erhöhen.

Als sehr sicher gilt der Advanced Encryption Standard (AES); für die Verschlüsselung kommt nur ein einziges Programm zum Einsatz, das ohnehin mit jedem Mac OS X-System mitgeliefert wird: Das Festplatten-Dienstprogramm (Disk-Utility).

  • Starten Sie das Festplatten-Dienstprogramm (Programme > Dienstprogramme).
  • Klicken Sie auf „Neues Image“ wie im Bild unten dargestellt.

Festplattendienstprogramm: Neues Image erstellen

  • Geben Sie einen Dateinamen bei „Sichern unter“ ein und wählen Sie die im Bild ausgewählten Einstellungen aus. Die Größe und den Namen können Sie natürlich frei wählen. Ein Hinweis zur Größenangabe (im Beispiel: 2.5 GB): Der hier angegebene Wert stellt die maximale Größe dar, die dieses verschlüsselte Laufwerk erreichen kann, nicht die tatsächliche! Wenn Sie nur 100MB an Daten in das verschlüsselte Laufwerk speichern, dann ist es auch nur etwa 100MB groß!
  • Klicken Sie auf „Erstellen“.

Image-Einstellungen

  • Sie werden nun zur Eingabe eines Kennworts aufgefordert. Von der Komplexität und Länge des Kennworts ist die Sicherheit Ihrer Daten abhängig. Die Sicherheitsstufe des Kennworts sollte auf jeden Fall „sehr hoch“ sein. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie es als sicher empfinden, wenn das Kennwort für sensible Daten im Schlüsselbund gespeichert wird…

Sicheres Kennwort setzen

  • Das war’s. Nun können Sie sensible Daten bequem in das neu erstellte Image (erscheint als neues Laufwerk) ablegen. Die Daten werden dort nur verschlüsselt abgespeichert!
  • Wenn Sie die Arbeit an den Daten beendet haben, ziehen Sie das Festplattensymbol Ihres verschlüsselten Laufwerks in den Papierkorb. Damit ist das Laufwerk geschlossen und vor Zugriffen von Personen, die das Kennwort nicht kennen, geschützt.
  • Wenn Sie Zugriff zu den im Festplatten-Image gespeicherten Daten benötigen, doppelklicken Sie auf das Festplattensymbol: Ihre Daten werden erst sicht- und bearbeitbar, wenn das korrekte Kennwort eingegeben wurde!

Einfach und sicher, leider nur für Mac-Benutzer interessant, da Windows mit Festplatten-Images (dmg-Dateien) nichts anfangen kann. Wer dennoch sowohl für Macs als auch für Windows- und Linux-Rechner kompatible verschlüsselte Images erstellen muss, dem sei TrueCrypt wärmstens empfohlen!

Wichtiger Nachsatz: Ich bin kein Sicherheitsexperte und kein Anwalt.

iTunes aufräumen

iTunes verwaltet Musik ganz wunderbar, dennoch wird es irgendwann nötig, die iTunes-Bibliothek aufzuräumen: Fehlende Cover, Duplikate von Musikdateien, fehlende oder falsche Tags, kein Jahresangaben, falsche oder keine Genres… spätestens bei der Zusammenstellung der Musikliste für einen netten Abend oder die nächste Autofahrt rächt sich das.

Eines gleich vorweg: Egal, was auch immer Sie irgendwo gelesen haben, von einem Tag auf den anderen kann man eine (große) iTunes-Bibliothek nicht bereinigen, es wird immer ein wenig dauern. Probieren Sie meinetwegen alle anderen Lösungsvorschläge aus, letztlich sehen wir uns hier wieder.

Letzte Aktualisierung: 07.10.2011

Schritt 1: Tags

Der erste Schritt zu einer sauberen iTunes-Musiksammlung ist korrektes Tagging. Tags (ID3-Tags) sind Meta-Informationen zu jeder in iTunes gespeicherten Musikdatei, die zumindest Name/Titel, Interpret/Künstler, das Album und das Genre enthalten.

Es gibt mehrere Möglichkeiten diese Daten einzugeben. Man kann sie direkt in iTunes eingeben, in dem man ein (oder mehrere) Musikstück(e) auswählt > Rechtsklick > Informationen und dort die relevanten Felder ausfüllt. Das ist kostenlos und funktioniert gut, dauert aber bei größeren Musiksammlungen enorm lange, weshalb ich sehr empfehle, ein Programm diese Arbeit machen zu lassen.

Ich persönlich verwende TuneUp (Referral-Link: 15% billiger!), ein Add-On für iTunes: Man markiert ein paar Hundert Lieder direkt in iTunes, zieht sie per Drag and Drop auf das TuneUp-Fenster und das Programm ergänzt alle fehlenden Informationen sowie die fehlenden Cover-Bilder vollautomatisch. Das funktioniert zuverlässig, holt doch TuneUp die Daten aus der weltgrößten Musikdatenbank Gracenote. TuneUp ist zudem auch noch preisgünstig, eine lebenslange Lizenz inklusive Updates kostet einmalig 30 USD. Es gibt auch Alternativen wie SongGenie oder PicardTagger, doch sind sie meiner Meinung nach weniger komfortabel zu bedienen.

Schritt 2: Bewertung

Der langwierigste Teil beim Bereinigen einer Musiksammlung ist die Bewertung der Lieder. Was geschieht hier? Wir nützen Ihre Hörgewohnheiten aus, um Ihre Bibliothek zu bereinigen. Indem Sie Musik hören, räumen Sie in iTunes automatisch auf. Wie funktioniert das?

Was ein einziges Mal zu tun ist

  • Erstellen Sie eine intelligente Wiedergabeliste (Ablage > Neue intelligente Wiedergabeliste erstellen…)
  • Erstellen Sie eine Regel für alle Lieder, die keine Bewertung haben (siehe Screenshot).

iTunes-Bibliothek aufräumen: Erstellen einer intelligen Wiedergabeliste

  • Geben Sie der neuen intelligenten Wiedergabeliste den Namen „Nicht bewertet“ und definieren Sie sie als Quelle für den iTunes DJ (siehe Screenshot). Wenn Sie „iTunes DJ“ nicht in dem Wiedergabelisten-Menü sehen, aktivieren Sie die Funktion unter iTunes > Einstellungen > Allgemein > Anzeigen > iTunes DJ.

iTunes-Bibliothek aufräumen: Zuweisen der intelligenten Wiedergabeliste zu iTunes DJ

Was immer wieder zu tun ist

Nun hören Sie, wann auch immer Ihnen danach ist, die Lieder im iTunes DJ an. Wenn Ihnen das Lied, das Sie gerade hören, gefällt, geben Sie ihm 2-5 Sterne, wenn es Ihnen gar nicht gefällt, geben Sie ihm 1 Stern. Tun Sie das solange, bis keine Lieder mehr im iTunes DJ angezeigt werden. (Das hat bei mir 2 Monate gedauert…) Sollten Sie nebenbei etwas anderes tun und ein paar Lieder nicht bewertet haben, macht das gar nichts. Sie sind solange in der Wiedergabeliste „Nicht bewertet“, bis Sie sie bewertet haben…

Wenn keine Lieder mehr angezeigt werden, bedeutet das, dass die komplette iTunes-Musikbibliothek von Ihnen bewertet wurde! Erst jetzt können wir zu Schritt 3 gehen.

Schritt 3: Aufräumen, Bereinigen und Entfernen

Im Schritt 2 haben Sie alle nicht bewerteten Lieder aus Ihrer iTunes-Bibliothek gehört und sie dabei bewertet, jetzt räumen wir die iTunes-Bibliothek auf.

Entfernen aller Lieder, die mit 1 Stern bewertet wurden

Löschen wir nun alle Lieder, die Sie als „schlecht“ (also mit nur einem Sternchen) bewertet haben.

  • Wechseln Sie in iTunes in die Ansicht Mediathek > Musik.
  • Sortieren Sie Ihre Musiksammlung nach „Wertung“, wobei die Sortierung aufsteigend sein sollte (Pfeilchen muss nach oben zeigen – siehe Screenshot).

iTunes-Bibliothek aufräumen: Aufsteigende Sortierung nach Wertung

  • Markieren Sie das erste Lied, das mit nur einem Sternchen bewertet worden ist.
  • Scrollen Sie nun soweit hinunter, bis Sie das letzt nur mit einem Sternchen bewertete Lied sehen.
  • Drücken Sie die Umschalt-Taste auf Ihrer Tastatur und klicken Sie dabei dieses letzte mit einem Sternchen bewertete Lied an. Nun sind alle von Ihnen „schlecht“ bewerteten Lieder markiert.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den markierten Bereich in iTunes und wählen Sie im Kontextmenü den Punkt „Löschen“.
  • iTunes fragt nun nach, ob Sie die ausgewählten Titel aus Ihrer iTunes-Mediathek entfernen wollen. Antworten Sie mit „Entfernen“.
  • iTunes fragt unmittelbar darauf sofort wieder nach, ob die ausgewählten titel in den Papierkorb bewegt oder im Ordner „iTunes Media“ behalten werden sollen. Löschen Sie die Dateien endgültig, in dem Sie mit „In den Papierkorb bewegen“ antworten. (Hiermit werden die Dateien von der Festplatte gelöscht und sind nur noch im Papierkorb vorhanden!)
  • In iTunes bleibt nun eine saubere Bibliothek übrig. Alle schlecht bewerteten Musikdateien sind nun gelöscht.

Entfernen von Duplikaten

Es gibt zwei Möglichkeiten, Duplikate in Ihrer Musiksammlung zu entfernen. Entweder man macht das manuell oder – wenn Sie sich das oben erwähnte TuneUp gekauft haben, automatisiert.

Manuelles Entfernen von Duplikaten

Überprüfen wir, ob es von den gut bewerteten Liedern Duplikate gibt.

  • Klicken Sie in iTunes auf Ablage > Duplikate anzeigen… Die Musikansicht wechselt nun in eine Liste, in der Sie alle Duplikate angezeigt sehen.
  • Halten Sie nun die Taste CMD (Mac) bzw. Strg (Windows) gedrückt und klicken Sie die Duplikate, eines nach dem anderen an. Die markierten Dateien werden gelöscht, klicken Sie also immer nur das Duplikat an, das entweder besser bewertet oder in besserer Qualität gespeichert ist!
  • Wenn Sie am unteren Ende der Liste angekommen sind, löschen Sie die Lieder genauso, wie wir es gemacht haben, nachdem alle mit einem Sternchen bewerteten Lieder ausgewählt waren: Rechtsklick > Löschen und zwei Mal die Löschung bestätigen.

Automatisches Entfernen von Duplikaten

Wenn Sie sich TuneUp gekauft haben, haben Sie auch DeDuper mitinstalliert. Aktivieren Sie DeDuper und das Programm zeigt Ihnen eine Liste mit allen Duplikaten, wobei die qualitativ minderwertigeren Kopien zur Löschung markiert sind. Löschen Sie sie!

Jetzt haben Sie es geschafft. Ihre iTunes-Musikbibliothek ist nicht nur sauber, sondern rein und nach Ihren persönlichen Vorlieben sortiert.

Wichtiger Hinweis! Ich habe die hier angeführten Schritte selbst schon hunderte Male eingesetzt, um meine iTunes-Bibliothek zu bereinigen. Dennoch kann es sein, dass spezifische Konfigurationen und andere Umstände dazu führen, dass es beim Ausführen dieser Anleitung zu Datenverlust kommen kann. Dafür hafte ich nicht. Wenn Ihnen nicht wohl dabei ist, hunderte oder gar tausende Dateien auf einmal zu löschen, bitten Sie jemanden, dem Sie in dieser Hinsicht vertrauen, Ihnen dabei zu helfen Ihre Musikbibliothek in iTunes zu bereinigen!

Find Any File

Find Any File findet im Gegensatz zur ins System eingebauten Suche tatsächlich jede Datei. Besonders empfehlenswert ist das Programm zur Deinstallation von Programmen.

Nachtrag 22. Februar 2011: Das Programm gibt es nun auch als „App“ im App Store und es ist jeden drei Euro wert, die man dafür bezahlt!

Wie vernünftige Mac-User sichere Backups erstellen

Überzeugt von der Notwendigkeit von Backups nach dem unangenehmen Zwischenfall im September, benutze ich mittlerweile ein Setup aus Backblaze als Online-Backuplösung und SuperDuper! für lokale, also Offline-Backups. Dieses Setup läuft vollautomatisch und erstellt regelmäßig zuverlässige und komplette Backups meiner Daten online und offline. Zusätzlich speichere ich sehr wichtige Daten im Dropbox-Ordner ab, wodurch sie sofort gesichert werden. Ich brauche mich dabei um nichts zu kümmern und genieße dennoch größtmögliche Datensicherheit.

Letzte Aktualisierung: 25. Jänner 2012.
Disclaimer: Dropbox und Backblaze sind mit Referrerlinks ausgestattet.

Lokales Backup

SuperDuperBevor es Time Machine gab, gab es SuperDuper!. Es gibt sehr viele Stimmen, die vor Apples Bordmittel für Backups warnen (Daten können nicht wiederhergestellt werden, werden nicht zuverlässig oder gar nicht erst gesichert!), SuperDuper! hingegen genießt einen hervorragenden Ruf. Zusätzlich zur Möglichkeit, Backups aller Daten automatisch sicher anlegen und bei Bedarf jederzeit wiederherstellen zu können, erstellt SuperDuper! eine bootfähige (!) Kopie der gesicherten Festplatte, mit der man nach einem Crash sofort weiterarbeiten kann. Das Programm kostet einmalig knappe 22 Euro, es gibt aber eine voll funktionsfähige, kostenlose und zeitlich unlimitierte Testversion, in der lediglich das inkrementelle Backup und die Scheduling-Funktion deaktiviert sind.

Time MachineApples Bordlösung zur Datensicherung heißt Time Machine. Das Programm sichert alle Daten einmalig komplett und erstellt stündliche Backups, die 24 Stunden lang aufgehoben werden, tägliche Backups, die 30 Tage lang aufgehoben werden, und wöchentliche Backups, die solange aufgehoben werden, bis die Kapazität der externen Festplatte erschöpft ist. Time Machine hat sich auf meinem Mac als ressourcenhungrig entpuppt und ihn bei jedem Sicherungsdurchgang spürbar verlangsamt, was mich umso mehr bestärkt hat, mit SuperDuper! zu arbeiten.

Online Backup

Backblaze

Ebenso wie SuperDuper! offline, sichert Backblaze meine Daten online. Im Gegensatz zu vielen anderen Online-Backup-Lösungen funktioniert Backblaze nach einem Ausschlussprinzip: Backblaze sichert von Haus aus alle Daten; Ordner und Dateien, die man nicht gesichert haben möchte, muss man explizit ausschließen. Die Daten werden vom Programm lokal verschlüsselt und anschließend über eine sichere Leitung auf die Server von Backblaze hochgeladen. Über die hochgeladene Datenmenge muss man sich keine Sorgen machen, denn der einem Benutzerkonto zugewiesene Speicherplatz ist unlimitiert und Backblaze verrechnet einen Pauschalpreis von USD 5 pro Monat bzw. USD 50 pro Jahr dafür. (Darin sind auch Backups von zB externen Festplatten egal welcher Größe und eine Lokalisierungsfunktion für gestohlene Computer inkludiert!)

Backblaze überträgt riesige Datenmengen, ist deshalb aber langsam und träge, weshalb ich sehr wichtige Dateien, zB solche, an denen ich gerade arbeite, auf Dropbox sichere. Der lokale Dropbox-Ordner wird permanent online synchronisiert, wodurch auch das kurze Zwischenspeichern eines Dokuments sofort online gesichert wird. Dropbox behält Dateiversionen 30 Tage lang im Speicher, sodass Wiederherstellungen auch auf diesem Weg leicht möglich sind. Es gibt eine ausreichend große Gratisversion von Dropbox mit 2 GB Onlinespeicher, in kostenpflichtigen Versionen sind 50 GB (USD 9/Monat bzw. USD 99/Jahr) oder 100 GB (USD 19,99/Monat bzw. USD 199/Jahr) verfügbar.

Warum ein lokales und ein Online-Backup?

Das Setup aus SuperDuper!, Dropbox und Backblaze ist ganz besonders sicher, da ich, der Benutzer und damit größte Unsicherheitsfaktor, nur wenig involviert bin: Das Backup erfolgt sowohl offline als auch online vollautomatisch, regelmäßig und vollständig; mit Dropbox sogar noch sofort. Meine doppelt gesicherten Daten sind damit gegen jede nur erdenkliche Form von Verlust (Hardwarefehler, Brand, Diebstahl, Eindringen von Nässe, etc.) geschützt. (Hier habe ich eine Anleitung zur vollautomatisierten Sicherung mit SuperDuper! bereitgestellt.)

Für die Sicherheit, die so ein System bietet, ist es auch noch kostengünstig: Eine ausreichend große externe Festplatte erhält man bereits um knappe 100 Euro, SuperDuper! kostet einmalig knappe 22 Euro, Time Machine ist bei jedem Mac sowieso dabei, Dropbox gibt es in der (völlig ausreichenden) Basisversion gratis und das Backblaze-Jahresabonnement kostet 50 USD/Jahr oder 5 USD/Monat für unlimitierten Speicherplatz.

In meinen Augen ist dieses Backupsystem einer Ideallösung schon sehr nahe. Herrje, wenn selbst Frank Helmschrott das so ähnlich macht (nur nimmt er das viel, viel ernster!), kann daran ja nicht viel falsch sein!

Alternative Programme und Services

Wie viele andere auch, bin ich nicht von Anfang an mit der Trias SuperDuper!, Backblaze und Dropbox gefahren. Ich habe etliche Backuplösungen ausprobiert, die alle ihre Vor- und Nachteile hatten. Da es sein kann, dass etwas, das für mich ein Nachteil war, für jemand anderen ein Vorteil ist oder dass etwas, was mir egal ist, für jemand anderen absolut relevant ist, möchte ich hier alternative Programme und Services aufzeigen, mit denen ich bereits gearbeitet habe.

Alternativen zu SuperDuper!

Carbon Copy ClonerEine, nein: die Alternative zu SuperDuper! ist Carbon Copy Cloner. Der Begriff „Alternative“ ist hier wirklich angebracht, denn Carbon Copy Cloner funktioniert genauso wie SuperDuper!, kann das gleiche wie SuperDuper!, macht das gleiche wie SuperDuper! und ist sogar in der Bedienung SuperDuper! sehr ähnlich. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: Carbon Copy Cloner ist Donationware, demnach de facto kostenlos und wird in einer uneingeschränkten Testversion ausgeliefert; wer von den Funktionen des Programms überzeugt ist, der kann die Weiterentwicklung jedoch mit Spenden finanzieren.

Es gibt noch viele weitere Alternativen zu SuperDuper! oder Carbon Copy Cloner, die beiden sind jedoch meines Wissens nach die einzigen Programme, die regelmäßig, wenn auch in riesigen Zeitspannen aktualisiert werden, einen aktiven Support haben, weit verbreitet sind und dementsprechend zuverlässig funktionieren. Von Backupsystemen, die von Festplattenherstellern quasi kostenlos mitgeliefert werden, rate ich ab! Diese Programme sind lieblos programmiert, weshalb sie bei Funktions- und Zuverlässigkeitstests meistens katastrophal abschneiden.

Alternativen zu Backblaze

Stete Weiterentwicklung, regelmäßige Aktualisierung, aktiver Support, sowie Zuverlässigkeit und Genauigkeit sind auch Kriterien, die für Online-Services gelten. Dort allerdings stehen sie in Relation zum Preis, da man hier nicht einmal kauft, sondern Bindungen ähnlich einem Abonnement eingeht. Ich werde hier nur eine kleine Auswahl an solchen Services präsentieren, da mich Anbieter, die es vor zwei Jahren noch nicht gab, oder solche, deren Preispolitik offensichtlich irre ist, nicht interessieren. Damit reduziert sich die Welt der Online-Backupservices auf… drei Anbieter.

CrashPlanCrashPlan bietet verschiedene Preisschemata an, der einzige mit unlimitiertem Datenvolumen ist „CrashPlan+ Unlimited“ um USD 3 pro Monat. Hätte ich nicht schon einen 2-Jahres-Vertrag mit Backblaze, CrashPlan wäre eine ins Auge zu fassende Alternative. CrashPlan ist nicht nur billiger, sondern meiner Meinung nach auch etwas flexibler, was verschiedene Einstellungen wie zB Datenlöschung, Datenverschlüsselung und Passwortschutzebenen anbelangt. Gibt es einen Nachteil? Ja, CrashPlan sichert von Haus aus nicht alle Dateien, sondern nur die, die man explizit angibt.

MozyMozy wirbt damit, die hochgeladenen Daten nicht nur zu verschlüsseln, sondern sie auch in europäischen Rechenzentren zu speichern. Im Gegensatz zu Backblaze und Carbonite ist das Speichervolumen jedoch limitiert, weshalb der Service für mich uninteressant geworden ist: 50GB kosten EUR 4,99 pro Monat, zusätzlicher Speicher kann um EUR 2 pro Monat für 20GB dazugekauft werden. Momentan habe ich bei Backblaze um USD 5 pro Monat knapp 300GB an Daten gespeichert. Diese Datenmenge würde mich bei Mozy EUR 29,99 pro Monat kosten… (Man beachte auch die Währungsunterschiede!)

CarboniteCarbonite liegt irgendwo zwischen Mozy und Backblaze. Einerseits bietet Carbonite unlimitierten Speicherplatz, andererseits aber baut Carbonite auf einem Dreierplan auf („Home“, „HomePlus“ und „HomePremier“), bei dem man nur auf USD 59 pro Jahr kommt, wenn man auf all das verzichtet, was bei Backblaze standardmäßig dabei ist. Wählt man allerdings den „HomePremier“-Plan, so kosten die Backups bereits USD 149 pro Jahr. Da aber – mir völlig unverständlich – nur der „Home“-Plan für Macs verfügbar ist, nimmt der vernünftige Mac-User von Carbonite Abstand…

Ich habe sowohl Mozy als auch Carbonite installiert und war froh, als die Programme keine Viertelstunde später schon wieder von der Festplatte gelöscht waren.

Alternativen zu Online-Backupservices

Gänzlich anders als Backblaze, Mozy und Carbonite funktionieren Jungle Disk und Arq. Beide sind Programme mit Online-Backupfunktion, wobei weder Jungle Disk noch Arq eigene Serverfarmen betreiben. Beide setzen auf den Hochleistungsservern von Amazon S3 auf, Jungle Disk bietet noch zusätzlich die Option, seine Daten auf den nicht gerade weniger stabilen Servern von Rackspace Cloud Files zu speichern, bei Arq verweist man auf die kostengünstigeren „Reduced Redundancy Storage“-Preismodelle von Amazon S3. Wer Amazon S3 verwenden möchte, benötigt dort ein Konto, das aber kostenlos angelegt werden kann.

Jungle DiskMein erstes Online-Backuptool war das damals nicht als Service, sondern als Programm erhältliche Jungle Disk. Der Services kostet USD 2 pro Monat und inkludiert 5GB Speichervolumen. Für jedes weitere GB bezahlt man USD 0,14 (Amazon S3) oder USD 0,15 (Rackspace Cloud Files), wodurch sich allerdings mein oben schon erwähntes Backupvolumen von 300GB mit USD 41,3 (Amazon S3) bzw. USD 44,25 (Rackspace) pro Monat zu Buche schlagen würde! Das steht in keinem Vergleich zu den USD 5, die Backblaze verlangt. Der Break-Even für Jungle-Disk in Vergleich zu Backblaze liegt bei etwa 35GB.

Ähnlich Jungle Disk, momentan auch am ehesten mit dem Jungle Disk zu vergleichen, das ich vor Jahren gekauft habe (damals war Jungle Disk ein Programm und kein monatlich zu bezahlender Service) ist Arq. Arq – das Programm – kostet einmalig USD 29. Monatlich zu zahlen ist der bei Amazon S3 verbrauchte Speicherplatz: USD 0,14/GB/Monat für die höchste, USD 0,093/GB/Monat für hohe Zuverlässig- und Verfügbarkeit. Nur, um die beiden Preise wieder zu verdeutlichen: Pro Monat kosten 300GB entweder USD 42 oder USD 27,9.

Dolly DriveFür Mac-Puristen gibt es auch noch Dolly Drive. Dolly Drive funktioniert als Cloud-Lösung für Apples Time Machine. Bezahlt wird gestaffelt nach verbrauchtem Speicherplatz, wobei man mit ein paar Tricks sparen kann, da man bei Dolly Drive für jedes in Reihe bezahlte Monat 5GB geschenkt bekommt. Das „Inspired“-Paket mit 500GB Speicherplatz schlägt sich mit EUR 20/Monat oder EUR 180/Jahr zu Buche. Ich persönlich halte von einer Art Plugin für ein nicht so ganz zuverlässiges Backup- und Versionierungssystem nicht viel…

Automatisation, Genauigkeit und Zuverlässigkeit

Wenn man über Backups schreibt, darf man die Punkte Automatisation, Genauigkeit und Zuverlässigkeit nicht außen vor lassen. Egal, wofür man sich entscheidet, alle drei Punkte sollten möglichst immer erfüllt werden. CrashPlan, zum Beispiel, ist sicherlich ein hervorragender Online-Backupservice, es erfüllt aber den Punkt Automatisation nicht, da ich, der User, mich darum kümmern muss, dass all meine Daten hochgeladen werden. Time Machine ist auch nett, doch die schon oben verlinkten Meldungen über „vergessene“ oder nicht wiederherstellbare Dateien machen das Programm nicht zuverlässig. Wer sich also für eine Backupstrategie entscheidet, sollte genau die drei Schlüsselwörter im Kopf behalten!

Mac-Schreck

So. Der Mac ist dann mal in der Reparaturwerkstatt meines Vertrauens. Heute wollte er gar nicht erst weiter als bis zum Startbildschirm, er blieb im Single-User-Mode hängen wie auch beim Ausführen des Festplattendienstprogramms als auch beim Booten von DVD. Eine Neuinstallation des Betriebssystems (Windows lässt – horribile dictu – grüßen!) führte zu einem Freeze beim Auswählen des Installationslaufwerks. So ging das nicht weiter, so geht das nicht weiter. Momentan tippse ich auf einem Notebook herum, bis mein Mac wieder zurückkommt. Und ja, es gibt dennoch einen Unterschied zur PC-Welt: Abgestürzt ist mir der Mac aufgrund eines Softwarefehlers noch nie.

Mac friert einfach ein

Mac friert einfach so ein. Wäre es Windows, würde ich Bluescreen sagen. Beim Mac ist das aber alles anders. Sehr, sehr eigenartig. Erste Vermutung: Arbeitsspeicher, doch Memtest sagt nach vier Testreihen, dass alles in Ordnung sei. Vielleicht die Festplatte. Da kommen so eigenartige Geräusche hinter dem Bildschirm hervor…

Warum Firefox 3 auf dem Mac einfach nicht gut aussieht

Ich habe mir gestern Firefox 3.0 heruntergeladen und auf meinem Mac installiert. Feine Sache, denn der Browser ist schnell, spielt bei allen Greasemonkey-Scripts mit und bietet jeden Komfort in puncto Erweiterbarkeit und Funktionalität, den man sich vorstellen kann. Doch wenn es Menschen da draußen gibt, die auf Design Wert legen, dann hat Firefox einiges an Schwächen zu bieten, denn der Browser sieht auf dem Mac einfach nicht gut aus. Auch bei ettf.net sieht man das so:

But when it comes to the design I wonder WTF they were thinking. Looks great on my Vista machine at work (…) but seriously, check out the Mac version. It’s like the ugly output of Camino and Safari doing some filthy inputting with ugly cousin Finder in the middle.

Und ettf.net folgt Johan Sanneblad, der seinen Firefox 3-Artikel mit „Firefox 3 brings Ugliness to the Mac“ betitelt, FreshID mit „Imitating the Best: Firefox 3 vs. Safari 3 Design“ oder auch John Gruber, der in einem Vergleich „Firefox 3 vs. Safari 3“ feststellt:

After a few weeks in the arms of Firefox 3 betas, I’ve returned to Safari as my daily browser. Unsurprisingly, it’s the interface that drove me back.

Ein paar Beispiele:

Darstellung der Schrift

Darstellung der Schrift in Safari und Firefox

Oben: Safari 3.1.1, Unten: Firefox 3.0

Vielleicht ist das Gewöhnungssache, doch für mich ist die Art und Weise, wie Safari den Schriftzug darstellt, besser lesbar als die Art und Weise, wie Firefox das macht. Bei letzterem kommt mir vor, dass die Buchstaben ineinander verschwimmen und besonders die Anfangsbuchstaben weniger klar sind.

Die Toolbars

Toolbar in Safari und Firefox

Oben: Safari 3.1.1, Unten: Firefox 3.0

Mit der Toolbar von Firefox habe ich ein Problem. Sie nimmt mehr Platz ein als sie sollte (und im Screenshot ist der vergrößerte Zurück-Button bereits deaktiviert!), benutzt eine sehr fette Schriftart für die Lesezeichen-Symbolleiste und verbraucht unnötig viel Platz für die Tabs.

Um gleich bei den Tabs zu bleiben: Warum muss das „Fenster schließen“-Icon rechts sein, wenn alle Safari-Benutzer es links gewöhnt sind? Warum diese hässliche Zahnlücke zwischen den Tabs? Vor allem aber: Warum dieser seltsam anmutende Wölbungseffekt in der Lesezeichen-Symbolleiste? Die Schlichtheit von Safari gefällt mir da wesentlich besser. Irgendwie, so sieht man das beim Adpinion Blog, sieht die neue Toolbar „schwanger“ aus. Wenn Firefox Safari-Benutzer ködern will und sich damit ans Design anzunähern versucht, dann gilt allerdings: Wenn ein Produkt sich einem anderen Produkt immer mehr annähert, merkt man erst, wie schlecht der Imitator ist.

Buttons und Eingabefelder

Suchfelder in Safari und Firefox

Links: Safari 3.1.1, Rechts: Firefox 3.0

Leider hinkt Firefox auch bei der Darstellung von Eingabefeldern in Kombination mit Buttons wie auch bei der Darstellung der Buttons selbst hintennach: Während Safari die Buttons dezent mit einem kleinen Abstand zum Eingabefeld darstellt (links), schlagen in Firefox (rechts) Button und Eingabefeld aufeinander.

Der Button selbst ist ebenfalls interessant: Safari arbeitet mit klaren, kontrastreichen Abgrenzungen, lässt dafür aber das Wort „Suchen“ im Mittelpunkt hervortreten, Firefox betont mehr das grafische Element des Buttons, kontrastiert ihn aber weniger zum Umfeld.

Auswahlfelder

Auswahlfelder in Safari und Firefox auf dem Mac

Links: Safari 3.1.1, Rechts: Firefox 3.0

Auch in puncto Auswahlfelder gibt es bei Firefox einiges nachzuholen: Klickt man auf meine Archivbox, wird das Auswahlfeld mit der Auswahl bei Safari überlagert und nach allen Seiten hin klar abgegrenzt dargestellt. Bei Firefox findet die Überlagerung des Auswahlfelds nicht statt, stattdessen fährt eine Schublade heraus, die nicht nur mit einem schwarzen Strich, sondern auch noch mit einer Scrollbar dargestellt wird.

Die „Awesome Bar“

Firefox-Aweseom-Bar

Awesome-Bar in Firefox 3.0

Das gewöhnungsbedürftigste Feature des neuen Firefox jedoch ist die Awesome Bar, das URL-Eingabefeld mit seinem Eigenleben. Nicht nur stört mich der im Verhältnis riesige Lesezeichen-Stern und das große, auffällige Newsfeedicon, vor allem – und da bin ich nicht alleine! – stört mich all der optische Lärm, der durch das neue Eingabefeld (beim Eingeben) entsteht: URLs, die Surfvergangenheit, Links, Lesezeichen… alles wird herangeholt während man eine URL eingibt. Wären beispielsweise nur die Titel der Seiten zu sehen und der Anfang der URL rechts daneben, sähe die Sache schon wieder ganz anders aus, aber nein… da mussten die Firefox-Entwickler (beziehungsweise die Designer des Mac-Skins) wiedereinmal aus vollen Rohren schießen!

Zwischenbilanz und Empfehlungen

Firefox 3 ist ein superschneller und feiner Browser, wer jedoch auf das Look and Feel einer Mac-Oberfläche Wert legt, sollte sich dreimal überlegen, ob er oder sie wirklich umsteigen will. Technisch jedoch sehe ich Firefox 3 Safari 3 weit überlegen.

Was also ist mein Resümee? Es gibt noch keines, dafür verwende ich Firefox 3 noch zu kurz. Vielleicht wird noch nachgebessert, vielleicht kommt bald eine bessere Designvorlage für den Browser heraus. Ich melde mich wieder!

  • Momentan verwende ich das GrApple Yummy (blue)-Theme für Firefox 3, das äußerst vielversprechend aussieht.
  • Dass PDF-Dateien nicht im Browser angezeigt werden, kann man mit dem Plugin firefox-mac-pdf umgehen.
  • Damit das Farbraummanagement in Firefox 3 aktiv wird, muss man eine Einstellung ändern.
  • Damit nicht alle Seiten, die man besuchen könnte, an irgendwelche Server übermittelt werden, kann man das Prefetching abschalten.