(Zeitung-) Lesen am iPad

Oliver Reichenstein kritisiert die iPad-App der New York Times, die versucht, den Lesefluss auf dem iPad dem der gedruckten Ausgabe nachzuempfinden, was überhaupt nicht gelingt. Einige Top-Designer widersprechen Reichenstein jedoch.

Die Diskussion (ja, auf Flickr, wo denn sonst, wenn Herr Reichenstein die Kommentare auf Twitter auslagert!?) ist hochinteressant zu lesen. Und wenn man von Layout und Typographie nur wenig Ahnung hat, weiß man nachher jedenfalls mehr als vorher.

Lies immer mit einem Stift in der Hand

Lies immer mit einem Stift in der Hand, schrieb Mandy Brown im Dezember letzten Jahres, und heute setzt er fest, dass es auf keinen Fall ein Bleistift sein darf, mit dem man seine Notizen macht. Gedanken muss man gegebenenfalls durchstreichen, nicht löschen.

Pencil can be erased, while a pen requires that you cross it out. This is how it should be. You do not erase a thought you had; you can only discard it. The fact of its existence remains after it is tossed away. So it is with ink. [...] the pen [is] a physical reminder that you are not reading merely to consume the words of others passively, but that you have an obligation to respond.

Wie man lesen sollte…

Wie man lesen sollte…

A good reader reads attentively, not only listening to what the writer says, but also to how she says it. This is how a reader learns to write.

A single book struggles to balance on its spine; it pines for neighbors. Keep as many books as you have room for.

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Lesen wir eigentlich?

Ausgehend von einer Befragung beim PR Blogger Wie viele Blog-Artikel lesen Sie?, habe ich die Statistiken und Trends meines Google Readers ausgewertet und bin zum ernüchternden Ergebnis gekommen, dass die Anzahl der Artikel, die ich tatsächlich lese, im Verhältnis zu den Artikeln, die mir der Reader anzeigt, verschwindend klein ist. Außerdem ist ein Großteil der Artikel, die ich mir ansehe, aus Zeitungen und Online-Magazinen, nicht jedoch aus Blogs u.ä. neuen Medien.

Von 2487 Artikeln, die ich mir in den letzten 30 Tagen laut Google Reader angeschaut habe, habe ich 28 Artikel gelesen! Mein Lesetrend liegt eindeutig bei Onlinemagazinen, Zeitungen und Blogs von mir persönlich Bekannten, gefolgt von abermals Zeitungen und erst in weiterer Folge von englischsprachigen, dann erst von deutschsprachigen Blogs.

Persönlich gehaltene, dafür aber meiner Meinung nach qualifizierte Blogs lese ich wesentlich öfter als Blogs, die Inhalte gerne kopieren und wiedergeben. Onlinemagazine, die von (ehemaligen) Bloggern aufgebaut wurden und nun von ihnen mit Inhalten befüllt werden, häufiger als Blog-Ableger von etablierten Medienhäusern (Ausnahme: die äußerst gelungenen Blogs der Zeit).