Alex Payne meint, wirklich vernünftige Diskussionen kommen bei herkömmlichen Kommentaren nicht zustande, ebenso sieht das John Gruber. Jason Kottke ist überzeugt davon, dass Reaktionen auf einen Beitrag am besten auf der eigenen Website stattfinden sollten und Daniel Sandler schlägt Twitter als Kommentaralternative vor. Auch bei Tumblr hält man vom herkömmlichen Kommentieren nichts und bereitet ein System vor, mit dem man in Form von Artikeln oder Hinweisen auf Artikel kommentieren kann. Alle fünf bieten keine Möglichkeit an, Kommentare auf ihre Einträge hinterlassen zu können. Ist das ein Trend?
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Neue Kommentargewohnheiten
Nicht nur den werten Lesern meiner Seite wird aufgefallen sein, dass wir hier auf einer eigenen Domain hausen und dass die Kommentare nun ein wenig anders abgegeben werden, auch ich muss jetzt mit einer völlig neuen User-Experience leben.
Habe ich früher einfach meine Daten und den Kommentar bei Blogger eingegeben, war nur mehr ein Enter angesagt und das war’s. Die URL der Homepage, meine Profilseite – alles war da gespeichert.
Heute hingegen bedeutet für mich das Kommentieren auf Blogger-Blogs mehr Arbeit: Alles, begonnen vom Namen bishin zur Homepage-Adresse, muss manuell eingegeben werden!
Faulheit siegt, hat Patrick einmal gemeint.
Kommentar #9
Claus am 13. April 2005 um 18:56:05 Uhr:
ich meine, ich seh das so: ich red halt gerne. und bloggen ist ja nichts anderes als ständig den mund aufmachen. sicher ist es eine art selbstdarstellung. was mich fasziniert ist die relevanz die einzelnen artikeln in suchmaschinen beigemessen wird. wenn du mit einem “u2 karten in wien & münchen” artikel zwei wochen lang bei google unter dem stichwort “u2 karten” an erster stelle kommst, dann ist das irgendwie phantastisch und dann auch wieder schade, weil du leider keine tix verkaufst *g*.
meine leserschaft steigt langsam an, entspricht aber mit wenigen ausnahmen dem freundes- und bekanntenkreis. schicksal eines deutschsprachigen bloggers. was mich hingegen stört, ist die kommentierfaulheit unseres volkes. die schreiben dir emails oder rufen dich an und sagen dir “super artikel”, statt dass sie einmal kurz einen kommentar schreiben. das ist schon schade.
also: ich versteh deinen frust. aber ich sage dir, auch in der englischsprachigen welt geht es millionen von bloggern nicht viel besser als uns …
Kommentar #8
Claus am 2. März 2005 um 15:20:49 Uhr:
und da muss man jetzt einfach sagen, dass die salzburger und oberösterreicher dazu tendieren ihre ursprüngliche identität in wien aufzugeben, während du einen kärntner oder vorarlberger auch nach jahren in der bundeshauptstadt noch als solchen identifizieren kannst. woran das liegt entzieht sich meiner kenntnis, wäre aber einmal eine genauere untersuchung wert. wenn ich dazu nicht nach wien ziehen müsste *g*.
Kommentar #7
Kommentar #6
Anonym am 3. Jänner 2005 um 15:19:24 Uhr auf einen Artikel zum Thema “Eigene Meinung”:
Auch wenn ich im folgenden eine Schwäche eines Diskutanten darlege, ist es nicht weniger zu beachten.
Es liegt nicht nur an dem Stand an qualitativem Wissen und emotionsloser Argumentation, damit die richtige Meinung akzeptiert wird. Sondern es liegt auch sehr wohl an der rhetorischen Begabung der Diskutanten. Stets kann man in den Gesichtern der Menschen lesen, dass sie der einen oder anderen Persönlichkeit zustimmen, nur weil die Meinung während der kurzen Argumentation des Sprechers als logisch erscheint. Selbst wenn man die Irreführung erkennt und aus Wissen heraus weiß, dass die Argumentation eine falsche war, kann man nur schwer gegen sie ankämpfen, wenn die Erwiderung nicht so gut und plausibel klingt, wie die falsche Darlegung.
Liegt der Fehler nicht nur darin, dass viele Meinungen einem zu kleinen Stock an Wissen zugrundeliegen, sondern auch daran, dass die Macht der Rhetorik die blödeste Aussage als korrekt und manchmal sogar als grandios aussehen lassen kann? Ist nicht das “Wie” der verbalen Kommunikation wesentlich ausschlaggebender als das “Was”?
Was “meinst” Du, mein Freund?
In einem weiteren Kommentar im gleichen Gesprächsverlauf lobe ich Anonym:
“So ist die Kunst eines Gesprächs […] auch die Geduld.” – Weise Worte…
Kommentar #5
Brian am 30. Dezember 2004 um 2:02:14 Uhr.
But is it art?
Kommentar #4
Gregor am 30. November 2004 um 11:53:48 Uhr als Kommentar auf diese Sonntagsarabeske.
Ha! Das Ende der Geschichte – der plötzliche Perspektivwechsel nämlich – ähnelt dem Ende dieses stümperhaften Denkpassversuchs. Natürlich nicht in der sprachlichen Eleganz, aber eben im unvermittelten Auftauchen eines Spiegels vor dem Auge des Erzählers.
Cool. Zumindest an einer Stelle kann ich auf Kongruenz zum Autoren der Arabesken verweisen. Das, meine Freunde, macht mich wirklich stolz.
Kommentar #2
Gregor vom Denkpass, den es als einen der wenigen Blogs aus meiner alten Linkliste noch immer gibt, schrieb:
Und ist bei Michaels Remarks immer zu finden. Der Inhalt. Die Geistesfrische. Der etwas andere Blick auf die Banalitäten des Alltags.
Eine Frage bleibt allerdings: Welchem Knick im eigenen Niveau verdankt der Denkpass die Verbannung aus der Remarks’schen Linkliste?
Gregor am 22. Oktober 2004 um 14:16:20 Uhr.
Kommentar #1
Dies ist der erste Artikel einer Serie, in der ich Kommentare meiner alten und lange schon nicht mehr vorhandenen Blogs veröffentliche, die auf die eine oder andere Art bemerkenswert sind. Die Artikel sind in die Vergangenheit gepostet, tatsächlich aber habe ich mit dieser Serie am 10. Dezember 2009 begonnen.
Feuerrote Frederike postet: Die meisten Kinder fuhren aufs Land oder gingen ins Bad. Es stellte sich heraus, dass sie früher Mitglieder, ja sogar Propheten einer verrückten Sekte gewesen waren, dann aber auf dem Walfänger angemustert hatten. “Zuerst wollten sie es scannen, Luftballonfreund. Du erinnerst dich doch an unsere zusätzlichen Aufgaben?” Aber da stand schon Mama in der Tür.
Anonym am 18. Oktober 2004 um 14:33:14 Uhr.
