Apps, die umzäunten Gärten des Internet

Viele Netzbeobachter sehen die Zukunft des Internet in “umzäunten Gärten,” Subsystemen des Web also, die Inhalte in an ein bestimmtes Format gebundener Form verfügbar machen. Fürs eBook braucht man Amazons Kindle; für Apps benötigt man Apples iPhone oder das iPad; um Inhalte hochladen zu können, benötigt man ein Facebook-Konto. Was sie alle gemeinsam haben? Das Internet ist ein kostenloses und offenes System – gewesen. eBooks, Apps und Facebook machen daraus eine Ansammlung von zum Teil kostenpflichtigen Subsystemen.

Was früher AOL, Prodigy und CompuServe gebildet haben, bilden jetzt Facebook, Apple und andere geschlossene Systeme: Subsysteme des Internet, die vermeintlich Erleichterungen und Benefits mit sich bringen.

Diese Entwicklung, hier am Beispiel Facebook, wird über kurz oder lang zum Problem werden.

Internet-Notstand in der EU

Gut, dass das nocheinmal angesprochen wird. Europas immer stärker werdende Abhängigkeit von in den USA entwickelten und gehosteten Cloud-Computing-Lösungen wird, vor allem in Anbetracht des in den USA vorgeschlagenen Notfall-Ausschalters fürs Internet, immer deutlicher und prekärer. Auch der EU-Datenschutz (vor allem das Safe-Harbor-Abkommen) bewirkt faktisch außerhalb der EU-Grenzen gar nichts.

Gebt dem Internet einen rechtlichen Status, der seine Universalität reflektiert

Eine hervorragende Idee des französischen Außenministers Bernard Kouchner.

Another project is [...] to give the Internet a legal status that reflects its universality. One that recognizes it as an international space, so that it will be more difficult for repressive governments to use the sovereignty argument against fundamental freedoms.

Ein Leben ohne Internet

Nur wenige Tage, nachdem Edan Lepucki ihren Bericht über die Auszeit von Facebook und Twitter veröffentlicht hat, geht James Sturm einen Schritt weiter und verzichtet für 4 Monate völlig auf das Internet. Keine E-Mails, keine sozialen Medien, kein Websurfing.

Over the last several years, the Internet has evolved from being a distraction to something that feels more sinister. Even when I am away from the computer I am aware that I AM AWAY FROM MY COMPUTER and am scheming about how to GET BACK ON THE COMPUTER. I’ve tried various strategies to limit my time online: leaving my laptop at my studio when I go home, leaving it at home when I go to my studio, a Saturday moratorium on usage. But nothing has worked for long. More and more hours of my life evaporate in front of YouTube. Supposedly addiction isn’t a moral failing, but it feels as if it is. [...] essential online communication has given way to hours of compulsive e-mail checking and Web surfing.

Internetzensur in westlichen Ländern

Wer bis heute noch nicht davon gelesen hat, dass Internet-Zensurmaßnahmen und Content-Filter nicht nur bei den üblichen Verdächtigen (China, Nordkorea, Iran, Vietnam, …), sondern auch in westlichen Staaten angewendet werden, der kann das in einer Zusammenfassung von Lucie Morillon (Report ohne Grenzen) im Artikel Web 2.0 versus Control 2.0 jetzt tun.

Western democracies are not immune from the Net regulation trend. In the name of the fight against child pornography or the theft of intellectual property, laws and decrees have been adopted, or are being deliberated, notably in Australia, France, Italy and Great Britain. On a global scale, the Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA), whose aim is to fight counterfeiting, is being negotiated behind closed doors, without consulting NGOs and civil society. It could possibly introduce potentially liberticidal measures such as the option to implement a filtering system without a court decision.

Politik der Cybermächte

Marc Ambinder über die Schwierigkeiten, Sicherheit im Internet politisch und rechtlich zu erfassen.

We allow Google, Amazon.com, credit companies and all manner of private corporations to collect intimate information about our lives, but we reflexively recoil when the government proposes to monitor (and not even collect) a fraction of that information, even with legal safeguards.

Der Sicherheitsexperte Bruce Schneier hat sich schon im März die Frage gestellt: Who Should Be in Charge of Cybersecurity?

Tough Politics Of Cyber Power

Link: Tough Politics Of Cyber Power

Marc Ambinder über die Schwierigkeiten, Sicherheit im Internet politisch und rechtlich zu erfassen.

We allow Google, Amazon.com, credit companies and all manner of private corporations to collect intimate information about our lives, but we reflexively recoil when the government proposes to monitor (and not even collect) a fraction of that information, even with legal safeguards.

Der Sicherheitsexperte Bruce Schneier hat sich schon im März die Frage gestellt: Who Should Be in Charge of Cybersecurity?

Macht uns Google dumm?

Ein Artikel darüber, warum wir uns immer weniger merken und uns immer kürzer konzentrieren können, wieso Google daran schuld ist und warum unser Gehirn anders arbeitet als noch vor hundert Jahren. Der Artikel ist nicht nur Pflichtlektüre für alle, die schon einmal vom Internet gehört haben, sondern auch für all jene, die immer schon wussten, dass die Maschinen, die wir bauen, uns letztlich genauso beeinflussen wie wir sie: Is Google Making Us Stupid?.

Wahlkampf im Internet auf österreichisch

Wahlkampf im Internet auf österreichisch: Die Parteien sind in sämtlichen sozialen Netzwerken zu finden, die sich im internet mittlerweile etabliert haben, Stichwörter “Myspace” oder “facebook”. Auch die sehr im Trend liegende Videoplattform “Youtube” wird für Wahlkampfbotschaften intensiv genutzt. Warum das alles dennoch mehr peinlich als kreativ ist, erklären Helge Fahrnberger und Hans Zeger. Bei Helge selbst gibt es die beiden Audiodateien von Ö1 und Ö3 zum Anhören.