Afghanistan-Berichte auf Wikileaks über Franzosen und Polen

So schreibt der Standard über die bei Wikileaks veröffentlichen Afghanistan-Berichte über Franzosen und Polen Unfassbares:

Die veröffentlichten Dokumente enthalten insgesamt 44 Berichte über Zivilisten, die durch Nato-Truppen zu Schaden kamen. So beschossen 2008 französische Soldaten einen Bus voller Kinder mit automatischen Waffen und verletzten acht Insassen. Polnische Truppen sollen laut Wikileaks im Jahr 2007 ein Dorf “aus Rache” mit Mörsern beschossen haben, wodurch eine ganze Hochzeitsgesellschaft ums Leben kam. Über diese Vorfälle war bisher nicht berichtet worden.

Wie McDonald’s Frankreich erobert hat

Frankreich ist, nach den USA, der zweitgrößte Markt der Fastfood-Kette McDonald’s. Wie das in einem Land möglich sein kann, in dem es ursprünglich zu gewalttägigen Protesten gegen McDonald’s gekommen war, erklärt Mike Steinberger in “How McDonald’s Conquered France“.

The food at McDonald’s was cheap, and it was made cheaper still because its restaurants were officially designated as takeout joints. The value-added tax on meals at such establishments was just 5.5 percent, versus the 19.6 percent levied at “gastronomic” restaurants. This gave McDonald’s an even greater competitive advantage over brasseries, bistros, and cafés.

Eindrücke unserer Reise entlang der Côte d’Azur

Diese Galerie enthält 12 Fotos.

Eindrücke von unserer Mittelmeer-Reise entlang der spanischen und französischen Mittelmeerküste sowie Venedig. Nach Tarragona (Spanien) bin ich gereist, um Freunde im nahegelegenen Touristendorf Miami Platja besuchen zu können, der Rückweg über die Côte d’Azur schien danach angebracht zu sein. Von Tarragona reisten wir nach Arles, danach gleich weiter nach Marseille, wo wir einige Tage verbrachten. [...]

Espressi in Paris

Café Richard - yuck!

Man glaubt es kaum, aber in Paris bekommt man keinen guten Espresso. Und zwar weder im noblen Restaurant noch in der Kaffeeküche ums Eck. Der am wenigsten miese Kaffee während eines beinahe einwöchigen Parisaufenthalts (!) war ein Lavazza aus dem Automaten. Nota Bene: Für einen Espresso fährt man besser nach Italien. Und dann am besten nach Neapel.

McDonald’s, Sowjetarchitektur und ein ehrenhafter Tod

Contrasts

In der Innenstadt Warschaus, gleich neben dem Kulturpalast, gibt es einen großen, in einer alten Glas-/Stahlkonstruktion eingefangenen McDonald’s. Dieses Lokal war das erste seiner Art in Warschau. Drei Fahnen mit einem gelben M wehen hoch über dem Platz und die knapp zwanzig Kassen laufen zu Mittag auf Hochbetrieb. Ein Menü nach dem anderen, ein Burger nach dem anderen wird hier verkauft. Man erzählt mir davon, dass am Eröffnungstag dieses Lokals vor ein paar Jahren die Menschenschlange mehr als drei Kilometer lang war, sosehr dürstete es die Bewohner dieser Stadt danach, nun endlich westliches Fast-Food zu sich zu nehmen, sosehr war McDonald’s zu einem Synonym für den Westen, zu einem Must-Have einer Kultur geworden.

Angeblich war das Lokal noch vor 12:00 Uhr ausverkauft und musste wieder geschlossen werden, der Andrang war zu groß. Angeblich hat jeder Kunde länger als zwei Minuten bei der Abfertigung gebraucht, weil man keine Speisekarten angebracht hatte und die Leute einfach nicht wussten, was es bei McDonald’s gibt! Heutzutage kann jedes Kind sicherlich alle Speisen von McDonald’s aufzählen noch bevor es überhaupt das Einmaleins beherrscht.

Damals war die Eröffnung des Ladens so etwas wie eine kleine Revolution. Das kapitalistische M prangte in Warschau markant an einer der besten Adressen, heute liegt das Lokal etwas abgelegen, weil davor ein Shoppingcenter eröffnet hat, das wie ein Magnet die Menschen in sich hinein zieht. Außerdem gibt es Pizza Hut und KFC wesentlich näher an den Bus- und Straßenbahnstationen, die am Hauptplatz alle an einer Ecke zusammenkommen. Wozu also den Kilometer auf die andere Seite gehen, wenn man Fast-Food auch gleich ums Eck bekommen kann?

Und doch, in den zwei Stockwerken des fast nobel anmutenden Lokals sitzen ein paar Menschen, essen, trinken und unterhalten sich, ebenso wie im Gastgarten vor dem Haus und dahinter, riesig und einen langen Schatten werfend, als Hintergrund, als Bildrauschen einer an sich perfekten Werbung, erhebt sich der Kulturpalast, ein Monument sowjetisch-sozialistischer Architektur, verhasst in Warschau, gedacht, um den Arbeitern dieser Erde Raum für Kunst, Kreativität und Kultur zu verschaffen, heute nicht mehr als eine Ansammlung an Restaurants, Konzert- und Kongressräumlichkeiten mit einem Panoramarestaurant in den oberen Stockwerken und dem pikanten Detail eines frühen Selbstmords: Den Kulturpalast – und nicht den Eiffelturm – wählte ein junger Franzose 1956 als Sprungbrett in den Tod, denn er war fest davon überzeugt, dass ihm der Tod an diesem Ort mehr zur Ehre gereichen würde als der von Touristen, Bettlern, Unterhaltern, Würstel- und Eisverkäufern überfüllte Eiffelturm.