Die Canon EOS 5D Mark III

Es gibt also eine neue Spiegelreflexkamera von Canon um etwa USD 3500 (ohne Objektiv). So beeindruckend die technischen Angaben auch klingen, so irrelevant sind sie.

Denn die Fotos, die mit dieser Kamera gemacht werden, landen letzten Endes ohnehin auf Facebook, wo sie – von Werbung umgeben – in einem Modalfenster mit nur ein paar hundert Pixel Breite angezeigt werden.

Yes, yes, yes

http://vimeo.com/20047490

Henri Cartier-Bresson über “den entscheidenden Moment” in seinen Fotografien. Das Video dauert lange (ca. 18 Minuten), gibt aber einen interessanten Einblick in die Gedanken des berühmten Fotografen zu verschiedenen seiner Bilder.

Photographier: c’est dans un même instant et en une fraction de seconde reconnaître un fait et l’organisation rigoureuse de formes perçues visuellement qui expriment et signifient ce fait.

Wireless Viewfinder Interchangeable Lens-Kamera

Die WVIL-Kamera ist ein Kamerakonzept und gleichzeitig eine Vision zukünftiger Fotografie, in der der Fotograf selbst und kontrolliert Teil des Motivs wird, das Fotografieren auf Wunsch anhand von Guides erfolgt und dem sozialen Element des Fotografierens (“sharing and remembering”) verstärkt nachgegangen werden kann.

Ermöglicht wird das alles durch eine Trennung von Objektiv und Kamera sowie Bedien- und Speichereinheit, wofür auch das Kürzel WVIL steht: Wireless Viewfinder Interchangeable Lens.

Fragen zu Aktfotografie

Clayton Cubitt stellt sich einige Fragen zum Thema Aktfotografie, die jeder Produzent, Fotograf und Assistent kennen und für sich beantwortet haben sollte.

Was mir an Clayton Cubitts Zugang äußerst gut gefällt, ist sein respektvoller Umgang mit (jungen) Models und seine Sorge um deren wahrhaftiges Bewusstsein über die zukünftigen Auswirkungen ihres Tuns.

Can a young (adult) model realistically and fully consent when posing sexually for an older photographer? How big of an age range differential is needed before this is an ethical issue? [...] What constitutes harassing “pressure” from the photographer? Pose suggestions? Lewd language? Physical actions not including physical coercion? [...] If a subject consents to transgressive acts on camera, and later regrets it, does this retroactively convert the acts into non-consensual acts? Should the subject be able to “claw-back” the photographs?

Eine vernünftige Meinung zum Thema Models

Mark Velasquez (Flickr) ist einer der wenigen Fotografen mit einer sehr vernünftigen Meinung zum Thema Models.

Why capture a supermodel in a designer outfit when I can get a lovely woman to act out a slice of everyday life? Who can honestly identify with a size zero model walking down a runway? I’d much rather see an image of a pregnant woman saddled with two kids displaying her vices and dreaming of a better life. Make me a little nervous, a bit confused. Make me say “Hey, I know someone like that”.

Warten auf ein Foto

Der Fotograf Greg du Toit setzt sich in einen von Insekten verseuchten Sumpf und wartet stundenlang, um Fotos von trinkenden Tieren auf Augenhöhe machen zu können.

After one week, I had completed digging a hole deep enough to conceal my entire body and had placed a zinc roof above it. Situated just two degrees south of the equator, I knew that the hide would not be overly comfortable, but I planned on getting my shot soon, and decided to dive in. The next couple of months involved profuse sweating and gave me a small taste of what trench warfare must have been like! Every morning and every afternoon I could be found in my foxhole, along with at least a dozen Tsetse flies. In two months, only one herd of very skittish zebra put in an appearance. In fact, they were so shy, that I had to sit motionless for hours whilst being bitten by the dreaded Tsetsies, unable to swat them as the slightest movement would send the zebra running for the hills (or rather onto the dust plains of the Rift Valley).

Peinliche Pixelanhäufungen

Das Adobe Kreativportal über HDR-Fotos, die dort als peinliche Pixelanhäufungen angesehen werden.

Es gibt also ganz zweifellos Fotos, die von dieser Art der Nachbearbeitung erheblich profitieren und das, worauf es bei einem bestimmten Motiv ankommt, akzentuieren und ästhetisch verstärken. Ich kann allerdings nicht leugnen, dass ein paar darunter waren, deren höchster Wert in meinen Augen im Mut der Einsender bestand, diese peinlichen Pixelanhäufungen vom heimischen Rechner abzusenden und anderen Menschen zur Betrachtung vorzulegen.

Verfall der Biosphere 2

Wer erinnert sich noch an das Projekt Biosphere 2, diesen 2 Mal gescheiterten Versuch, ein von der Außenwelt unabhängiges, sich selbst erhaltendes Ökosystem zu schaffen? Noah Sheldon hat die Biosphere 2 (Google Maps) besucht und den Verfall des Projekts fotografisch dokumentiert. Ein philosophischer Aspekt dieses Verfalls kommt im Bldg Blog auf:

Watching something originally built precisely as a simulation of the Earth—the “2″ in “Biosphere 2″ is meant to differentiate the complex from the Earth itself, i.e. Biosphere 1—slowly taken over by the very forces it was naively meant to model is philosophically extraordinary: the model taken over by the thing it represents. It is a replicant in its dying throes.

Wie ein Stück Fleisch

Mark Velasquesz über die Kunst (und das Versagen) von Fotografen, die Würde ihrer Modelle beizubehalten.

It doesn’t take more than a few moments looking at sites like Model Mayhem to realize that the majority of people who call themselves photographers are little more than horny guys wanting to see women pose in bathing suits or less. [...] The modeling industry is just a microcosm of course, the tip of the despicable iceberg of countless unnameable horrors that women have to deal with daily due to certain males’ lack of self-control.

Die Würde von Models

Mark Velasquesz über die Kunst (und das Versagen) von Fotografen, die Würde ihrer Models beizubehalten.

It doesn’t take more than a few moments looking at sites like Model Mayhem to realize that the majority of people who call themselves photographers are little more than horny guys wanting to see women pose in bathing suits or less. [...] The modeling industry is just a microcosm of course, the tip of the despicable iceberg of countless unnameable horrors that women have to deal with daily due to certain males’ lack of self-control.

Image Fulgurator

Der “Image Fulgurator” ist nach Selbstdefinition ein Aparat zur physischen Manipulation von Fotographien. Die Intervention findet statt, während das Foto belichtet wird, ohne dass der Fotograf davon etwas bemerken kann. Die Veränderung wird für ihn erst im Nachhinein auf dem Foto sichtbar. Solange ein Blitz verwendet wird, ist das Prinzip auf jede Kamera oder Umgebung anwendbar.

Fotografiert in Prag

Geplant war der Ausflug so: Walli kommt zu mir, wir holen gemeinsam Nimbus ab, fahren dann bei Petra vorbei und reisen danach geradewegs auf Prag. Tatsächlich war es dann so: Walli kommt zu mir, Nimbus reagiert nicht auf Anrufe, Klingeln an der Haustüre, Klingeln an der und Hämmern gegen die Wohnungstüre, wir lassen ihn da, holen Petra ab, probieren es dann nochmal bei Nimbus und fahren erst dann nach Prag. Er war letztlich nicht dabei, er hätte verschlafen, hieß es dann später.

Für mich war das der erste Ausflug nach Prag und die Stadt hält wahrlich, was tausende Reiseführer versprechen. Lediglich die Masse an Menschen, die aus der Stadt eine Touristenattraktion im ganz großen Stil machen, stört das Bild. Und was noch Schade ist: Einige der “kleinen Geschäfte”, die man als Tourist immer gerne sucht, sind bereits, ebenso wie die großen, zu Touristenfallen geworden. Auch bestimmte Eintritte in an sich öffentliche Plätze oder gar Straßen bestätigen den Eindruck. (Wer zahlt schon dafür, dass er eine Gasse entlanggehen darf?!??)

Was den Eindruck angeht, und ich erlaube mir hier ein wenig vergleichend zu Wien zu sein, fällt sehr stark die Fülle und Dichte an Konzertereignissen in der Stadt auf. Wien, die große Stadt der Musik – mag ja sein, qualitativ, aber wenn es um die Anzahl der Konzerte und das Ambiente geht, dann kann sich Wien offenbar hinter Prag verstecken. Hier ist es praktisch unmöglich, nicht an einem Plakat vorbeizugehen, das ein für heute Abend angesetztes Konzert bewirbt. In Wien muss man schon nach Konzerten suchen…

Andererseits gibt es ja, wenn man sich ein wenig von den Massen entfernen will, die altbekannte Methode: man besteigt den hiesigen Berg und wandert in der Altstadt am Plateau entlang. Dort stören nur wenige Touristen das Erscheinungsbild und genau dort bekommt W auch ihr Eis.

Das Primärziel des Ausflugs war das Fotografieren und so war es dann auch. Meine Ausbeute war wesentlich geringer als ich es mir gedacht habe, aber das war, realistisch gesehen, nicht anders zu erwarten. Alles in allem, ein äußerst angenehmer, milder und schöner Ausflug, den ich jederzeit wiederholen würde.

Flickr

Seit heute bin ich auch bei Flickr anzutreffen. Mal sehen, was mir das wieder einbringen wird.

Update 15. April 2007

Mittlerweile sind es fast drei Jahre, dass ich bei Flickr bin und ich habe es nicht eine Sekunde bereut, die 20 Euro pro Jahr zu zahlen. Flickr hat meine fotografischen Gewohnheiten völlig verändert, mich viel lernen lassen und mit knappen 7000 Fotos, die ich seitdem hochgeladen habe, ersetzt Flickr auch meine heimischen Festplatten. Absolute Empfehlung!

Venedig 1997

Diese Galerie enthält 7 Fotos.

1997 machten wir von der Schule aus eine mehrtägige Reise nach Venedig. Es gab zwei Möglichkeiten diese Projekttage zu verbringen: Entweder man war in der Zeichnen/Malen-Gruppe oder man fotografierte. Ich entschied mich damals für die Fotografie-Gruppe und bereue es bis heute nicht. Ganz im Gegenteil! Auf die Fotos, die wir (ff) damals geschossen und analog [...]