Eine der Landungen, die man lieber immer von außerhalb des Flugzeugs erleben möchte. Bei YouTube gibt es mehr davon.
Wiedereinmal Fiji. Diesmal allerdings nicht auf Beachcomber Island, einer Nebeninsel, um nach kurzer Zeit wieder weiterzufliegen, sondern wirklich und tatsächlich Fiji. Fiji pur. Und es begann schon einmal nicht schlecht. Die Landung erfolgte sehr früh in der Früh (wenn ich mich recht erinnere, gegen 3:00 Uhr morgens), dementsprechend war auch meine Laune. Was nämlich offenbar einige können, ich aber ganz und gar nicht, ist das Schlafen auf Flughäfen bzw das Schlafen auf Sesseln. Und das führt dazu, dass man gegen 4:30 Uhr mit halb offenen Augen, einem müden Körper, der aber unfähig ist einzuschlafen, in Fiji am Flughafen sitzt und einem klar wird, dass der hyperaktive Reiseleiter ja einen Bus bestellt hat, der uns um 9:00 Uhr abholen soll, um gleich darauf eine ganztägige Sightseeingtour durchzumachen. Aber das war alles egal, Hauptsache, ich würde diesen Duselzustand noch weiter aufrechterhalten können.
Gegen 6:00 Uhr kam mir die Idee, Geld zu holen. Der Bankomat war auf der anderen Seite der Halle, also praktisch gegenüber von mir und lediglich ein paar Menschen standen dort, um Geld zu holen. Ich stellte mich an und bemerkte, dass offenbar mehrere Leute die gleiche Idee hatten. Hinter mir positionierte sich der Osten und gleich dahinter noch ein paar Kollegen. Als ich endlich dran war, die Karte schon im Schlitz, den PIN eingetippt und gerade die Summe aus dem Angebot wählen wollte, fragte mich der Osten “Wieviel Geld kann man abheben?”, und ich antwortete: “Zwischen 50 und 500 Dollar, jeweils in Zehnerschritten!” “Was für eine blöde Antwort!”, war die Reaktion. Der Osten war damit für mich unten durch und es würde sich schon noch erfüllen, was ich mir zu dem Zeitpunkt wünschte.
Es wurde 9:00 Uhr und der Bus kam. Wir fuhren zur Sugarcane-Train, einer Schmalspurbahn, mit der Zuckerrohr auf der ganzen Insel transportiert wird. Und die Sightseeingtour mit dem Bus ging mit der Bahn weiter. Pervers wurde es jedoch, als der Guide uns aufforderte, Bonbons und Zuckerl zu kaufen, denn die könne man den Kindern, die schon darauf warten würden, vom Zug aus zuwerfen. Und tatsächlich. Die Touristen aus Australien kauften fleißig ein und warfen, das allerdings ein wenig später und schön verteilt auf die ganze Fahrt, Zuckerl aus dem Zug auf die Straße und erfreuten sich daran, wie die Kinder sie aufklaubten und sammelten. Ich fand das widerlich, andere Gäste offenbar amüsant. Der Tag endete an einem schönen, aber langweiligen Strand und der Ankunft im Hotel in Suva. Auch nicht gerade einladend, aber doch gemütlich. Ganz wichtig: keine Kakerlaken!
Zurück in Wien, dieser alten Stadt im alten Europa. Der Flug von Schanghai nach Frankfurt hatte vier Stunden Verspätung und dauerte dann auch noch elf Stunden (und sie haben Narnia gespielt… Narnia!). Der Anschlussflug nach Wien hat gewartet und war es beim letzten Mal so, dass mich die bittere Realität schon im Flugzeug von Schanghai nach Frankfurt eingeholt hat, so hatte ich diesmal Glück und bekam den Österreichschock erst im Flugzeug von Frankfurt nach Wien, dafür aber dann “voi”. Glücklicherweise war es mir vergönnt, wenig von diesem Wahnsinn mitzubekommen, da der Schlaf mich gnädig überkam. Ich wurde erst durch die Ansage des Kapitäns zur Landung wieder munter und die fand in einem Wien voll nächtlicher Kühle statt. Der Koffer war, wie schon im letzten Jahr, in Frankfurt geblieben und wurde später nachgeliefert. (Ach ja, hab ich erwähnt, dass die Waage in Shanghai nicht funktioniert hat? ;-)