Bald keine neuen Blogs mehr?

Blogs sind ein Auslaufmodel. Und sobald Facebook einen Sprachraum mit einer darauf angepassten Version betritt, geht die Anzahl der aktiven Blogs in diesem Raum massiv zurück.

People are not tiring of the chance to publish and communicate on the internet easily and at almost no cost. Experimentation has brought innovations, such as comment threads, and the ability to mix thoughts, pictures and links in a stream, with the most recent on top. Yet Facebook, Twitter and the like have broken the blogs’ monopoly. [...] Facebook, despite its recent privacy missteps, offers better controls to keep the personal private. Twitter limits all communication to 140 characters and works nicely on a mobile phone.

Drei tolle Blogs, die kaum jemand kennt

3 tolle Blogs, die kaum jemand kenntJan Tißler ruft zum nächsten Blogprojekt auf, und dreitehabee ist wieder dabei. Diesmal geht es um drei Blogs, die als Geheimtipp durchgehen, weil sie entweder niemand kennt oder weil sie zuwenige Leser haben. Oder beides. Und da gibt es einige, nicht nur drei.

Beyond That

Beyond That ist ein Tumblelog, aber da es dort mehrere Einträge gibt, die weit über das Tumblen hinausgehen, ist es in meinen Augen absolut zulässig, Beyond That unter den drei tollen Blogs anzuführen. Was mir an der Seite gefällt, ist die völlige Unabhängigkeit von jeglicher Netzkultur und von Netzthemen. Hier schreibt jemand, der sich überhaupt nicht darum schert, ob YouTube oder Google, Apple oder Microsoft gerade aktuell ist. Und das ist erfrischend. Sehr erfrischend in einer vom Netzthemeninzest durchsetzten Blogosphäre.

Dieses Blog ist leider nicht mehr aktiv.

gnidam.net

Gnidam.net ist ein Photolog und kein Blog. „Gnidam“ steht eigentlich für „Ma Ding“ und das wiederum heißt auf Chinesisch „Martin“, daher der Name. Die Fotos, die Martin Feilhauer langsam, aber stetig hochlädt, sind in meinen Augen allesamt schlichtweg wunderbar und verdienen ein paar lobende Kommentare mehr. Denn egal, ob es das genialste Portrait eines Schafs, das Bild von tausend Ameisen, das Innere eines Heißluftballons oder die friedvolle Stille eines Sonnenstrahls in den Bergen ist, Martin hat einfach ein Auge für diese Dinge.

EnlargeYourPen

Christian bloggt aus Graz und wonach ihm gerade ist. Und das ist nicht nur unterhaltsam, sondern lässt einen immer wieder auf den Boden der Realität kommen, die da ist: Es gibt noch eine andere Welt da draußen! Der Titel ist sowieso ein Treffer sondergleichen und wer auf „Design, coole Sachen, Webnews, Topseiten, Was weiss ich“ steht, der schaut da jetzt hin!

Mit Blogs Geld verdienen: AdSense, Text-Link-Ads, ReviewMe & Co.

Es funktioniert. Man kann mit Werbung auf Blogs und durch Bloggen Geld verdienen. Es ist nicht viel, aber ein kleines Taschengeld allemal, das man am besten weiter ins Bloggen investieren sollte, denn für mehr reicht es nicht aus.

Gleich vorweg: Ich habe diesen Artikel im September 2008 aktualisiert, da sich meine Empfehlungen geändert haben. Ich werde gar nicht lange herumreden, sondern gleich präsentieren, worauf man sich einlassen sollte, worauf man sich einlassen könnte und was man lieber gleich links liegen lässt.

Text Link Ads (TLA) ist das beste Blog-Werbeprogramm, das man bekommen kann. Und das aus zweierlei Gründen: Erstens verkauft TLA Links und nicht Werbeflächen, will heißen: Irgendwo auf der Seite stehen ein paar Links zu irgendwelchen Firmen und man erhält dafür pro Monat einen Fixpreis, der von Monat zu Monat neu berechnet und dem „Wert“ der Seite angepasst wird. Selbst als deutschsprachige Website fährt man mit TLA sehr gut. Ich war, solange ich TLA auf meiner Seite eingesetzt habe, damit sehr zufrieden.

LinkLift ist ein deutscher Klon von Text Link Ads und funktioniert ebenso ganz gut. In meinem Fall waren es bei TLA 6-8 Werbelinks, bei Linklift 2-4, aber in Summe sind die beiden recht „gewinnbringend“.

Google AdSense ist wohl der Klassiker, wenn es um Werbung geht, doch zahlt sich AdSense wirklich aus? Eigentlich nicht, wenn man nicht wirklich stark besuchte Seiten hat. Der pro Klick ausgezahlte Betrag ist, ebenso wie die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt jemand klickt, sehr gering. Wer gebildete Leser und Leserinnen anspricht, kann Google AdSense getrost sein lassen, es sei denn, man betreibt als Autor eine hochspezialisierte und thematisch sehr fokussierte Website.

Trigami hat mich anfangs begeistert. Das Konzept ist schnell erklärt: Eine Firma benötigt Feedback zu einem Produkt und lässt Blogger dieses Produkt test. Die schreiben mit redaktioneller Freiheit dann drüber, verlinken wieder zur Firma und kriegen dafür einen Fixbetrag. Leider muss man für Trigami immer mehr tun als für alle anderen Services (Bewerbungsschreiben pro Auftrag mit Begründung, warum man diesen Auftrag annehmen will) und der hohe Aufwand steht in keiner Relation mit den Verdienstmöglichkeiten.

ReviewMe war vor Trigami da, funktioniert aber sehr ähnlich. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass sich ReviewMe nur dann lohnt, wenn die Website auf Englisch geschrieben wird, denn deutschsprachige Aufträge sind praktisch nicht vorhanden.

Das Amazon Partnerprogramm schneidet bei mir schon ganz schlecht ab. Irgendwie will das überhaupt nicht funktionieren. Man muss offenbar sehr auf Literatur und den Buchhandel in seiner Website spezialisiert sein, damit genau das Publikum vorbeischaut, dass auch durch einen Klick auf den Buchtitle das Buch direkt bei Amazon kauft. Geschieht das jedoch, erhält man eine Werbekostenrückerstattung im Wert von ein paar Prozent des Buchwerts.

Vergessen kann man Google Suche und Linkblöcke. Wird nie angeklickt, kaum benutzt und der Verdienst ist mies.

Noch etwas Allgemeines:

Wer Werbung auf seiner Seite schaltet, sollte das sehr dezent tun, unauffällig und auf keinen Fall aufdringlich oder hintergehend. Erstens ist das von den verschiedenen Anbietern gar nicht erlaubt, zweitens vergrault man damit alle Leser.