FlickrTouchr: Flickr Backup auf dem Mac

Momentan gibt es auf dem Mac keine andere Möglichkeit, seine tausenden bei Flickr hochgeladenen Fotos sicher und halbwegs geordnet wieder herunterzuladen, als mit dem Python-Skript FlickrTouchr. Ich habe hier eine neue, deutlich verbesserte Version des Skripts verlinkt; das Original und eine Anleitung zur Anwendung findet man bei Hivelogic.

Ich denke, dass ein vollständiges Backup angesichts der Trostlosigkeit und der bevorstehenden “Verbesserungen” auf Flickr gar nicht so abwegig sein sollte.

Time Machine zuverlässig?

Fehlermeldung Time Machine

Obwohl der Screenshot dieser Dialogbox vom Hersteller von SuperDuper! auf Twitter gepostet und mit “You simply closed the lid of your Mac, and we have lost all your data. Have a nice day!” übersetzt wurde, sollte jedem allein die Möglichkeit einer solchen Mitteilung zu denken geben. Ich habe Time Machine schon vor langer Zeit abgeschworen, da das Programm meinen Mac während der Archivierung verlangsamt und die externe Festplatte bei jedem Dateidialog für zusätzliche Wartezeit gesorgt hat. Nach langem Tüfteln (und mehreren Festplatten-Crashes) habe ich mein optimales und zuverlässiges Backup hier beschrieben.

Backblaze 2.0

Backblaze, das ich in verschiedenen Artikeln zum Thema Backup schon als Online-Backup empfohlen habe, hat sein Programmmodul auf die Version 2.0 aktualisiert. Die Highlights (neben vielen anderen):

Unlimited File Size – while most of you have been able to backup all of your files with the previous 9 GB maximum, now there will never be a file too big to backup.

Unlimited File Types – now you can backup VMware, Parallels, and other virtual machines; as well as ISOs and every single other file type.

Maximum Performance – we have added an Automatic Throttle to most efficiently use your Internet connection, added file batching to speed small file transfer, added hardware acceleration, reduced RAM user further, and much more.

Klone deinen Mac bevor du Lion installierst!

Zuerst klonen, dann erst installieren ist ein gute Empfehlung von Craig Grannell, die ich mit besonders dieser Anleitung für SuperDuper! hier auf dreitehabee unterstützen kann.

I recommend before installing Lion that even if you’re using Time Machine you also create a working clone of your Mac. This is because while you can restore data from Time Machine, it’s faster and simpler to do so from a clone.

Automatisierte Backups mit SuperDuper!

Ein Backup ist sicher, wenn es vollautomatisch, also ohne Zutun des Benutzers abläuft. Wie so ein sicheres Backup unter Mac OS X aussieht, habe ich bereits beschrieben. Wie man SuperDuper! zu vollautomatischen Backups ohne Zutun durch den Benutzer konfiguriert, möchte ich in diesem Artikel zeigen. Da das Programm auch die Zugriffsrechte eines Volumes reparieren kann, habe ich diese Reparatur präventiv auch gleich in die Backuproutine gepackt.

Das Setup sieht so aus, dass wir den Computer eine Minute bevor SuperDuper! zu arbeiten beginnt automatisch starten lassen. Ich mache das in der Früh, sodass ich, sobald ich mich an den Computer setze, bereits alles gesichert vorfinde. Einmal im Monat wird das Backup so ausgeführt, dass vor der eigentlichen Datensicherung eine Überprüfung (und Reparatur) der Zugriffsrechte des Volumes durchgeführt wird.

Letzte Aktualisierung: 16. Jänner 2012.

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Backups für WordPress: VaultPress

Für WordPress-betriebene Websites wird es in Zukunft ein Online-Backupsystem geben, das nicht nur die Dateien oder die Datenbank sichert, sondern schlichtweg alles: VaultPress.

VaultPress ist eine Art Backblaze für WordPress-Sites und unterscheidet sich von bereits vorhandenen Backuplösungen in mehreren Punkten. Der entscheidende Unterschied ist aber sicherlich die Firma dahinter.

The only thing I’d add for that is that I don’t want to entrust my backups to a free service. I want to know there’s a business on the other end whose livelihood is making sure my backups are 100% secure as long as I can pay them, not just until their VC funding runs out or they figure out how to monetize the eyeballs of all their free users.

Nachtrag 6.12.2010

Viel zu teuer.

Tumblr Backup

Das macht die Sache wieder interessant: Tumblr bietet ab sofort die Betaversion eines Backup-Programms für Tumblr-Blogs (vorläufig nur für Mac) an. Die Herangehensweise an die Aufgabe “Backup” ist, wie bislang immer bei Tumblr, vorbildlich:

Unlike other publishing sites’ approach to backups, our goal was to create a useful copy of your blog’s content that can be viewed on any computer, burned to a CD, or hosted as an archive of static HTML files.

Wherever possible, we use simple file formats. Our backup structure is optimized for Mac OS X’s Spotlight for searching and Quick Look for browsing, and we’ll try to use the same structure and achieve the same benefits on other platforms.

Time Capsule Memorial Register

Wenn Apple ein schlechtes Produkt erzeugt, dann ist das scheinbar die Time Capsule. Das “ Time Capsule Memorial Register” nimmt das Problem humoristisch, aber wirksam auf!

Experts on the subject, like LaPastenague, have confirmed that it is the flawed thermal design that causes Time Capsules to stop functioning, not the quality of the components used. All components, including the power supply, are squeezed together in a very small package with hardly any ventilation to cool them down (in fact, that rubber foot works as an insulator). There is a fan inside the Time Capsule, but it is totally inadequate (it will start only at extremely high temperatures, and will only circulate hot air). The first components that die from the prolongued exposure to high temperature are the capacitors in the power supply unit.

Wir sind digitale Messis

Während ich mehr und mehr Backups anlege, zitiert Kai Biermann die Forderungen von Viktor Mayer-Schönberger oder Nik Cubrilovic, dass ein wenig Vergessen auch für unsere Daten durchaus positiv sein kann (“Wir sind digitale Messis“).

Ein Crash ist ärgerlich, ja. Aber er kann erleichtern, uns von digitalem Müll befreien und uns erinnern, dass wir öfter mal Daten wegwerfen sollten, statt immer neue Backups anzulegen, die wir uns sowieso nie wieder anschauen.

Und ja, sie haben recht: Mein iPhone ist voller Telefonnummern von Menschen, die ich seit Jahren nicht angerufen habe. Und ja, Philipp, du kannst getrost deine Musiksammlung aufräumen und minimieren!

Das… ist ein Unfall

Was momentan hier zu sehen ist, ist das Resultat eines Unfalls. Man merke sich bitte für die Zukunft: Editiere niemals mitten in der Nacht deine Designvorlagen und benenne sie niemals ungenau. Um etwa 2:30 Uhr morgens war das Kaffeehäferldesign dann irgendwo verschwunden. (Ja, ich muss mir auch noch etwas für Serverbackups überlegen…)

Doch so schlecht ist das auch nicht. Thematic, das WordPress-Framework, auf dem mein Kaffeehäferldesign als Child-Theme aufgesetzt hat, ist nicht das Gelbe vom Ei. Ganz besonders störend war was Ian Stewart, der Programmierer hinter Thematic, ein “Feature” nennt: Unmengen an Sidebars und Widget-Areas. An sich eine gute Idee, doch mit einer sehr großen Einschränkung, da die Widgets zwar für die Homepage, Einzelartikelseiten und Archivansichten für den inhaltlichen Teil definiert werden können, die tatsächliche Sidebar ist allerdings immer die gleiche. Und das ist schlecht, denn niemanden interessiert beim Lesen eines Artikels meine Twitterei oder mein aktuellstes Flickr-Bild.

Außerdem haben mir ein paar Kleinigkeiten an meinem Design nicht gefallen. Das farblich gefüllte Feld hinter Seitentitel und Seitenlinks war ein wenig zu klein, die Baseline des Seitenslogans rechts oben um einen Pixel höher als die des Seitentitels. Genauen Vermessern wird auch aufgefallen sein, dass es auf einigen Seiten kleine Validitätsprobleme gegeben hat – alles in allem ein Wink des Schicksals, da endlich wiedereinmal selbst Hand anzulegen und was Vernünftiges auf die Beine zu stellen. Ich melde mich dann wieder.

Update: Wenn man vom Teufel spricht

Wie vernünftige Mac-User sichere Backups erstellen

Überzeugt von der Notwendigkeit von Backups nach dem unangenehmen Zwischenfall im September, benutze ich mittlerweile ein Setup aus Backblaze als Online-Backuplösung und SuperDuper! für lokale, also Offline-Backups. Dieses Setup läuft vollautomatisch und erstellt regelmäßig zuverlässige und komplette Backups meiner Daten online und offline. Zusätzlich speichere ich sehr wichtige Daten im Dropbox-Ordner ab, wodurch sie sofort gesichert werden. Ich brauche mich dabei um nichts zu kümmern und genieße dennoch größtmögliche Datensicherheit.

Letzte Aktualisierung: 8. Februar 2012.

Disclaimer: Dropbox und Backblaze sind mit Referrerlinks ausgestattet.

Lokales Backup

SuperDuperBevor es Time Machine gab, gab es SuperDuper!. Es gibt sehr viele Stimmen, die vor Apples Bordmittel für Backups warnen (Daten können nicht wiederhergestellt werden, werden nicht zuverlässig oder gar nicht erst gesichert!), SuperDuper! hingegen genießt einen hervorragenden Ruf. Zusätzlich zur Möglichkeit, Backups aller Daten automatisch sicher anlegen und bei Bedarf jederzeit wiederherstellen zu können, erstellt SuperDuper! eine bootfähige (!) Kopie der gesicherten Festplatte, mit der man nach einem Crash sofort weiterarbeiten kann. Das Programm kostet einmalig knappe 22 Euro, es gibt aber eine voll funktionsfähige, kostenlose und zeitlich unlimitierte Testversion, in der lediglich das inkrementelle Backup und die Scheduling-Funktion deaktiviert sind.

Time MachineApples Bordlösung zur Datensicherung heißt Time Machine. Das Programm sichert alle Daten einmalig komplett und erstellt stündliche Backups, die 24 Stunden lang aufgehoben werden, tägliche Backups, die 30 Tage lang aufgehoben werden, und wöchentliche Backups, die solange aufgehoben werden, bis die Kapazität der externen Festplatte erschöpft ist. Time Machine hat sich auf meinem Mac als ressourcenhungrig entpuppt und ihn bei jedem Sicherungsdurchgang spürbar verlangsamt, was mich umso mehr bestärkt hat, mit SuperDuper! zu arbeiten.

Online Backup

Backblaze

Ebenso wie SuperDuper! offline, sichert Backblaze meine Daten online. Im Gegensatz zu vielen anderen Online-Backup-Lösungen funktioniert Backblaze nach einem Ausschlussprinzip: Backblaze sichert von Haus aus alle Daten; Ordner und Dateien, die man nicht gesichert haben möchte, muss man explizit ausschließen. Die Daten werden vom Programm lokal verschlüsselt und anschließend über eine sichere Leitung auf die Server von Backblaze hochgeladen. Über die hochgeladene Datenmenge muss man sich keine Sorgen machen, denn der einem Benutzerkonto zugewiesene Speicherplatz ist unlimitiert und Backblaze verrechnet einen Pauschalpreis von USD 5 pro Monat bzw. USD 50 pro Jahr dafür. (Darin sind auch Backups von zB externen Festplatten egal welcher Größe und eine Lokalisierungsfunktion für gestohlene Computer inkludiert!)

Backblaze überträgt riesige Datenmengen, ist deshalb aber langsam und träge, weshalb ich sehr wichtige Dateien, zB solche, an denen ich gerade arbeite, auf Dropbox sichere. Der lokale Dropbox-Ordner wird permanent online synchronisiert, wodurch auch das kurze Zwischenspeichern eines Dokuments sofort online gesichert wird. Dropbox behält Dateiversionen 30 Tage lang im Speicher, sodass Wiederherstellungen auch auf diesem Weg leicht möglich sind. Es gibt eine ausreichend große Gratisversion von Dropbox mit 2 GB Onlinespeicher, in kostenpflichtigen Versionen sind 50 GB (USD 9/Monat bzw. USD 99/Jahr) oder 100 GB (USD 19,99/Monat bzw. USD 199/Jahr) verfügbar.

Warum ein lokales und ein Online-Backup?

Das Setup aus SuperDuper!, Dropbox und Backblaze ist ganz besonders sicher, da ich, der Benutzer und damit größte Unsicherheitsfaktor, nur wenig involviert bin: Das Backup erfolgt sowohl offline als auch online vollautomatisch, regelmäßig und vollständig; mit Dropbox sogar noch sofort. Meine doppelt gesicherten Daten sind damit gegen jede nur erdenkliche Form von Verlust (Hardwarefehler, Brand, Diebstahl, Eindringen von Nässe, etc.) geschützt. (Hier habe ich eine Anleitung zur vollautomatisierten Sicherung mit SuperDuper! bereitgestellt.)

Für die Sicherheit, die so ein System bietet, ist es auch noch kostengünstig: Eine ausreichend große externe Festplatte erhält man bereits um knappe 100 Euro, SuperDuper! kostet einmalig knappe 22 Euro, Time Machine ist bei jedem Mac sowieso dabei, Dropbox gibt es in der (völlig ausreichenden) Basisversion gratis und das Backblaze-Jahresabonnement kostet 50 USD/Jahr oder 5 USD/Monat für unlimitierten Speicherplatz.

In meinen Augen ist dieses Backupsystem einer Ideallösung schon sehr nahe. Herrje, wenn selbst Frank Helmschrott das so ähnlich macht (nur nimmt er das viel, viel ernster!), kann daran ja nicht viel falsch sein!

Alternative Programme und Services

Wie viele andere auch, bin ich nicht von Anfang an mit der Trias SuperDuper!, Backblaze und Dropbox gefahren. Ich habe etliche Backuplösungen ausprobiert, die alle ihre Vor- und Nachteile hatten. Da es sein kann, dass etwas, das für mich ein Nachteil war, für jemand anderen ein Vorteil ist oder dass etwas, was mir egal ist, für jemand anderen absolut relevant ist, möchte ich hier alternative Programme und Services aufzeigen, mit denen ich bereits gearbeitet habe.

Alternativen zu SuperDuper!

Carbon Copy ClonerEine, nein: die Alternative zu SuperDuper! ist Carbon Copy Cloner. Der Begriff “Alternative” ist hier wirklich angebracht, denn Carbon Copy Cloner funktioniert genauso wie SuperDuper!, kann das gleiche wie SuperDuper!, macht das gleiche wie SuperDuper! und ist sogar in der Bedienung SuperDuper! sehr ähnlich. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: Carbon Copy Cloner ist Donationware, demnach de facto kostenlos und wird in einer uneingeschränkten Testversion ausgeliefert; wer von den Funktionen des Programms überzeugt ist, der kann die Weiterentwicklung jedoch mit Spenden finanzieren.

Es gibt noch viele weitere Alternativen zu SuperDuper! oder Carbon Copy Cloner, die beiden sind jedoch meines Wissens nach die einzigen Programme, die regelmäßig, wenn auch in riesigen Zeitspannen aktualisiert werden, einen aktiven Support haben, weit verbreitet sind und dementsprechend zuverlässig funktionieren. Von Backupsystemen, die von Festplattenherstellern quasi kostenlos mitgeliefert werden, rate ich ab! Diese Programme sind lieblos programmiert, weshalb sie bei Funktions- und Zuverlässigkeitstests meistens katastrophal abschneiden.

Alternativen zu Backblaze

Stete Weiterentwicklung, regelmäßige Aktualisierung, aktiver Support, sowie Zuverlässigkeit und Genauigkeit sind auch Kriterien, die für Online-Services gelten. Dort allerdings stehen sie in Relation zum Preis, da man hier nicht einmal kauft, sondern Bindungen ähnlich einem Abonnement eingeht. Ich werde hier nur eine kleine Auswahl an solchen Services präsentieren, da mich Anbieter, die es vor zwei Jahren noch nicht gab, oder solche, deren Preispolitik offensichtlich irre ist, nicht interessieren. Damit reduziert sich die Welt der Online-Backupservices auf… drei Anbieter.

CrashPlanCrashPlan bietet verschiedene Preisschemata an, der einzige mit unlimitiertem Datenvolumen ist “CrashPlan+ Unlimited” um USD 3 pro Monat. Hätte ich nicht schon einen 2-Jahres-Vertrag mit Backblaze, CrashPlan wäre eine ins Auge zu fassende Alternative. CrashPlan ist nicht nur billiger, sondern meiner Meinung nach auch etwas flexibler, was verschiedene Einstellungen wie zB Datenlöschung, Datenverschlüsselung und Passwortschutzebenen anbelangt. Gibt es einen Nachteil? Ja, CrashPlan sichert von Haus aus nicht alle Dateien, sondern nur die, die man explizit angibt.

MozyMozy wirbt damit, die hochgeladenen Daten nicht nur zu verschlüsseln, sondern sie auch in europäischen Rechenzentren zu speichern. Im Gegensatz zu Backblaze und Carbonite ist das Speichervolumen jedoch limitiert, weshalb der Service für mich uninteressant geworden ist: 50GB kosten EUR 4,99 pro Monat, zusätzlicher Speicher kann um EUR 2 pro Monat für 20GB dazugekauft werden. Momentan habe ich bei Backblaze um USD 5 pro Monat knapp 300GB an Daten gespeichert. Diese Datenmenge würde mich bei Mozy EUR 29,99 pro Monat kosten… (Man beachte auch die Währungsunterschiede!)

CarboniteCarbonite liegt irgendwo zwischen Mozy und Backblaze. Einerseits bietet Carbonite unlimitierten Speicherplatz, andererseits aber baut Carbonite auf einem Dreierplan auf (“Home”, “HomePlus” und “HomePremier”), bei dem man nur auf USD 59 pro Jahr kommt, wenn man auf all das verzichtet, was bei Backblaze standardmäßig dabei ist. Wählt man allerdings den “HomePremier”-Plan, so kosten die Backups bereits USD 149 pro Jahr. Da aber – mir völlig unverständlich – nur der “Home”-Plan für Macs verfügbar ist, nimmt der vernünftige Mac-User von Carbonite Abstand…

Ich habe sowohl Mozy als auch Carbonite installiert und war froh, als die Programme keine Viertelstunde später schon wieder von der Festplatte gelöscht waren.

Alternativen zu Online-Backupservices

Gänzlich anders als Backblaze, Mozy und Carbonite funktionieren Jungle Disk und Arq. Beide sind Programme mit Online-Backupfunktion, wobei weder Jungle Disk noch Arq eigene Serverfarmen betreiben. Beide setzen auf den Hochleistungsservern von Amazon S3 auf, Jungle Disk bietet noch zusätzlich die Option, seine Daten auf den nicht gerade weniger stabilen Servern von Rackspace Cloud Files zu speichern, bei Arq verweist man auf die kostengünstigeren “Reduced Redundancy Storage”-Preismodelle von Amazon S3. Wer Amazon S3 verwenden möchte, benötigt dort ein Konto, das aber kostenlos angelegt werden kann.

Jungle DiskMein erstes Online-Backuptool war das damals nicht als Service, sondern als Programm erhältliche Jungle Disk. Der Services kostet USD 2 pro Monat und inkludiert 5GB Speichervolumen. Für jedes weitere GB bezahlt man USD 0,125 (Amazon S3) oder USD 0,15 (Rackspace Cloud Files), wodurch sich allerdings mein oben schon erwähntes Backupvolumen von 300GB mit USD 36,875 (Amazon S3) bzw. USD 44,25 (Rackspace) pro Monat zu Buche schlagen würde! Das steht in keinem Vergleich zu den USD 5, die Backblaze verlangt. Der Break-Even für Jungle-Disk in Vergleich zu Backblaze liegt bei etwa 29GB.

Ähnlich Jungle Disk, momentan auch am ehesten mit dem Jungle Disk zu vergleichen, das ich vor Jahren gekauft habe (damals war Jungle Disk ein Programm und kein monatlich zu bezahlender Service) ist Arq. Arq – das Programm – kostet einmalig USD 29. Monatlich zu zahlen ist der bei Amazon S3 verbrauchte Speicherplatz: USD 0,125/GB/Monat für die höchste, USD 0,093/GB/Monat für hohe Zuverlässig- und Verfügbarkeit. Nur, um die beiden Preise wieder zu verdeutlichen: Pro Monat kosten 300GB entweder USD 37,5 oder USD 27,9.

Dolly DriveFür Mac-Puristen gibt es auch noch Dolly Drive. Dolly Drive funktioniert als Cloud-Lösung für Apples Time Machine. Bezahlt wird gestaffelt nach verbrauchtem Speicherplatz, wobei man mit ein paar Tricks sparen kann, da man bei Dolly Drive für jedes in Reihe bezahlte Monat 5GB geschenkt bekommt. Das “Inspired”-Paket mit 500GB Speicherplatz schlägt sich mit EUR 20/Monat oder EUR 180/Jahr zu Buche. Ich persönlich halte von einer Art Plugin für ein nicht so ganz zuverlässiges Backup- und Versionierungssystem nicht viel…

Automatisation, Genauigkeit und Zuverlässigkeit

Wenn man über Backups schreibt, darf man die Punkte Automatisation, Genauigkeit und Zuverlässigkeit nicht außen vor lassen. Egal, wofür man sich entscheidet, alle drei Punkte sollten möglichst immer erfüllt werden. CrashPlan, zum Beispiel, ist sicherlich ein hervorragender Online-Backupservice, es erfüllt aber den Punkt Automatisation nicht, da ich, der User, mich darum kümmern muss, dass all meine Daten hochgeladen werden. Time Machine ist auch nett, doch die schon oben verlinkten Meldungen über “vergessene” oder nicht wiederherstellbare Dateien machen das Programm nicht zuverlässig. Wer sich also für eine Backupstrategie entscheidet, sollte genau die drei Schlüsselwörter im Kopf behalten!