iCloud unter Snow Leopard einrichten

Als ich meinen Artikel übers Einrichten von iCloud auf einem iPhone 3G veröffentlicht habe, war eine der am häufigsten gestellten Frage, ob man denn iCloud auch unter Snow Leopard benutzen könne. Die Antwort: Ja, man kann seine Kalender synchronisieren lassen und das iCloud-Mailkonto benutzen, ein Abgleich der Adressbuchdaten ist jedoch nicht möglich.

  • Für den Abgleich des Mailkontos unter Snow Leopard sind die gleichen Einstellungen wie fürs iPhone 3G gültig.
  • Den Abgleich von iCal erledigt man wie hier beschrieben: iCloud und Snow Leopard: iCal synchronisieren.
  • Das Adressbuch kann unter Snow Leopard nicht mit iCloud abgeglichen werden (mit Gmail jedoch schon!).

Time Machine zuverlässig?

Fehlermeldung Time Machine

Obwohl der Screenshot dieser Dialogbox vom Hersteller von SuperDuper! auf Twitter gepostet und mit „You simply closed the lid of your Mac, and we have lost all your data. Have a nice day!“ übersetzt wurde, sollte jedem allein die Möglichkeit einer solchen Mitteilung zu denken geben. Ich habe Time Machine schon vor langer Zeit abgeschworen, da das Programm meinen Mac während der Archivierung verlangsamt und die externe Festplatte bei jedem Dateidialog für zusätzliche Wartezeit gesorgt hat. Nach langem Tüfteln (und mehreren Festplatten-Crashes) habe ich mein optimales und zuverlässiges Backup hier beschrieben.

iCloud am iPhone 3G einrichten

Wer ein iPhone 3G besitzt und sich vom Freundes- und Bekanntenkreis nicht einreden lassen will, dass es veraltet sei, der kann das Gerät problemlos so konfigurieren, dass es die iCloud-Dienste E-Mail, Kalender, Kontakte und iPhone finden unterstützt. Da alle iCloud-Services über Standardprotokolle synchronisiert werden, ist das auch ziemlich einfach einzurichten. Weiterlesen

Während Apple mit Hackern zu tun hat…

Auf Newsvine wird den Großen der PC-Branche geraten, jetzt die Phase zu nützen, um bessere, rundum erneuerte und vor allem nicht auf Fremdeinflüssen basierende Systeme und Programme zu entwickeln, während Apple gerade mit Hacks, Malware und Viren im eigenen System und in den eigenen Programmen umgehen lernen muss.

Apple is being caught off guard and is experiencing that descent that you once experienced. They’re going to be stuck, prey to the hackers in this world, who are stomping all over their software. It’s getting worse for them day by day. This is the moment to go back to the basics and design the next huge piece of software that will change the world.

Es mag vielleicht etwas übertrieben sein, Apple dermaßen als „mit Hackern beschäftigt“ darzustellen, doch ein Funken Wahrheit steckt hier auf jeden Fall dahinter. Apple ist im Normalbetrieb angekommen und kann seine Rolle als Außenseite mit Vorschusslorbeeren nicht mehr ausspielen.

Mac Defender: Apple hat dieses Argument verloren

Ich muss „Leafydebater“ durchaus Recht geben, wenn er/sie in Bezug auf Mac Defender meint, das Hauptargument für einen Mac wäre heute nicht mehr gültig.

While we PC users are definitely more vulnerable to viruses, by almost 100-1 ratio (new viruses), I believe that we now hold the upper hand in this battle. Yes, we have more to watch out for, however we are prepared to deal with the worst. We know our computers and how to stop even the craziest of the infections that we can get. A simple piece of mac malware results in a complete shutdown of a user, because 1. he or she is completely incapable of getting rid of it, and 2. a call to the mac store won’t help.

Zum iPad 2

John Gruber erklärt treffend, wie Apple im Nachhinein seinen Zugang zur „Nische zwischen iPhone und PC“ erkannt und die Präsentation des iPad 2 dementsprechend gestaltet hat. Der Begriff „Personal Computer“ bekommt hierbei eine völlig neue Deutung.

The biggest difference, though, was this: last year Apple didn’t yet understand the iPad. They knew it was good. They knew it had potential. But they didn’t know what it was. They had a sense that in the conceptual space between an iPhone and a MacBook there was uncharted, fertile territory. And they set for themselves a wise metric: the iPad would only succeed if it could do some of the same things a Mac can do, but do them better. If it wasn’t better in several important ways for several common tasks, it would not succeed.

Der Mac startet nicht mehr und McPlus macht eine Vordiagnose

Das Problem: Mac startet nicht mehr

Gestern noch habe ich meinem Bruder Urlaubsfotos gezeigt, heute schon steht mein Mac bei McPlus in der Reparatur-Abteilung. Und das in nur drei Jahren Laufzeit schon das zweite Mal! Die Fehlerbeschreibung, die die Herrschaften dort als „vom Kunden“ notiert haben, lautet:

Programme haben sich während dem Arbeiten oft aufgehängt. Festplattendienstprogramm zeigt an, dass die Festplatte repariert werden sollte. Die Festplatte macht auch Geräusche.

Was ich ihnen gesagt habe, war in etwa das: Seit einigen Wochen kommt es auf meinem Mac zu Abstürzen von Programmen, die für gewöhnlich äußerst stabil laufen, zB Safari, Finder oder Thunderbird. Ebenso braucht mein Mac für Operationen, die normalerweise nur einen Augenblick benötigten, elendiglich lange. Seit einigen Tagen höre ich noch dazu ein Klick-Geräusch (vermutlich) von der Festplatte. Seit gestern Abend kann ich meinen Mac nicht mehr starten. Anstelle des Apfel-Symbols erscheint ein Ordner mit einem Fragezeichen drin.

Um dem Protokoll des Handbuchs Folge zu leisten, habe ich den Rechner vom DVD-Laufwerk aus gestartet und das Festplattendienstprogramm ausgeführt. Das Programm erklärt mir, dass die Festplatte beschädigt ist, ich alle Daten sichern und sie austauschen bzw. neu formatieren soll! Das war für mich der Anlass, McPlus aufzusuchen und die letzten Wochen meines Apple-Care-Plans noch auszunützen.

McPlus erstellt eine vielleicht gewinnbringende „Vordiagnose“

Als ich heute den Computer bei McPlus zur Reparatur angemeldet und mein Problem geschildert habe, hat ein Mitarbeiter, der an sich gar nicht mit der Annahme des Geräts zu tun hatte, sofort gemeint, dass das sehr nach einem Softwarefehler klinge. (Mit „sofort“ meine ich, dass er das Gerät nur gesehen, nicht jedoch begutachtet hat. Herrje, der Mann hat es nicht einmal gestartet, geöffnet oder näher angesehen!)

Ich habe diese Anmerkung zwar gehört, jedoch nicht kommentiert. Bewusst geworden ist mir die Aussage erst, als ich den neuen, fett gedruckten Absatz in den Service-Auftragsscheinen von McPlus einige Stunden später gelesen habe. Dort steht:

Sollte im Zuge der Begutachtung oder Reparatur ein Software Fehler (auch Betriebssystem) festgestellt werden, so ist die Behebung dieser Fehler IMMER kostenpflichtig.

Ich bin schon gespannt (und werde an dieser Stelle darüber berichten), was bei der tatsächlichen Begutachtung des Geräts herauskommt.

Ein paar Anmerkungen zur Datensicherheit

Zum ersten Mal lässt mich das Problem des Datenverlusts, der für gewöhnlich mit einer kaputten Festplatte einhergeht, kalt, schließlich habe ich lange darüber nachgedacht, wie ich sie sichern und gegebenenfalls wiederherstellen kann. Time Machine und Backblaze arbeiten rund um die Uhr und die Dropbox gibt es ja auch noch. Leider ist Time Machine mittlerweile zum am wenigsten zuverlässigen Backupsystem geworden, da mir in Reaktion auf den oben verlinkten Artikel von mehreren Personen bereits berichtet wurde, dass die Backups, die Time Machine erstellt, entweder nicht vollständig oder schlichtweg nicht wiederherstellbar sind. Details kann ich dazu keine geben, da dieses Problem bei mir bislang nicht aufgetaucht ist.

Das Problem Datensicherheit ist im Gegensatz zum Datenverlust, ein Problem. McPlus hat mir das folgende Vorgehen bei einem Hardwarefehler erklärt: Die Reparaturwerkstatt (also McPlus) darf an der Hardware keine Änderungen vornehmen und muss diese unverändert an Apple schicken, um den dementsprechenden Ersatzteil zu erhalten. Eine Garantie auf Löschung oder Vernichtung der auf der Festplatte gespeicherten Daten gibt McPlus nicht. Das wird von Apple erledigt, hat ein Mitarbeiter, allerdings nie so klar, am Telefon gemeint.

Nachtrag 5. November 2010

Ich habe nun bereits mit einem Techniker bei McPlus gesprochen, der mir das physische Versagen und damit definitiv einen Hardwarefehler der Festplatte bestätigt hat. Die Festplatte wird von Apple im Rahmen des Apple Care-Pakets ausgetauscht. All meine Daten auf dieser Festplatte sind jedenfalls endgültig verloren und nicht wiederherstellbar, da die Platte physischen Schaden genommen hat.

Nachtrag 8. November 2010

Schließe niemals den Library-Ordner deines Macs vom Backblaze-Backup aus!

Apps, die umzäunten Gärten des Internet

Viele Netzbeobachter sehen die Zukunft des Internet in „umzäunten Gärten,“ Subsystemen des Web also, die Inhalte in an ein bestimmtes Format gebundener Form verfügbar machen. Fürs eBook braucht man Amazons Kindle; für Apps benötigt man Apples iPhone oder das iPad; um Inhalte hochladen zu können, benötigt man ein Facebook-Konto. Was sie alle gemeinsam haben? Das Internet ist ein kostenloses und offenes System – gewesen. eBooks, Apps und Facebook machen daraus eine Ansammlung von zum Teil kostenpflichtigen Subsystemen.

Was früher AOL, Prodigy und CompuServe gebildet haben, bilden jetzt Facebook, Apple und andere geschlossene Systeme: Subsysteme des Internet, die vermeintlich Erleichterungen und Benefits mit sich bringen.

Diese Entwicklung, hier am Beispiel Facebook, wird über kurz oder lang zum Problem werden.

Apple gibt iPhone-Standortdaten weiter

Apple gibt iPhone-Standortdaten weiter.

Google steht schon lange wegen seiner Datensammelwut in der Kritik. Nun verärgert auch Apple seine iPhone-Nutzer mit einer neuen Datensammelinitiative. […] Ein neuer Zusatz [in der Datenschutzrichtlinie] besagt, dass neben Apple auch „Partner und Lizenzinhaber“ die Standortdaten von iPhone-Nutzern – anonymisiert – sammeln und speichern dürfen.

Safari 5 mit Reader-Darstellung

Safari 5 wartet mit einem Segen auf: Reader. Ein Klick auf den Reader-Button entfernt alle nicht notwendigen Elemente einer Website (Werbung, Navigationszeilen, etc.), damit man sich völlig auf den Inhalt konzentrieren kann. Zusätzlich lädt die Funktion den gesamten Artikel einer Website, selbst wenn er auf mehrere Seiten aufgeteilt präsentiert wird.

Einen Schönheitsfehler hat die Reader-Funktion jedoch: Texte werden im Blocksatz dargestellt, ein geglaubtes Muss für alle, die mit Texten arbeiten, eine Qual jedoch für Typographen und all diejenigen, die diese Texte lesen müssen.

Ein großes iPhone, mit dem man nicht telefonieren kann

Die FAZ hat das iPad einem zweimonatigen Test unterzogen und stellt fest, dass die Hardware fasziniert und überzeugt, die Systemkonzeption hingegen viele kritische Fragen aufwirft.

Das iPhone von Apple ist so erfolgreich, weil es komplizierte und aufwendig gestaltete Inhalte des Internets auf ein kleines Smartphone herunterbricht. Mit der raffinierten Gestensteuerung, dem guten Safari-Browser und einem Betriebssystem, das vor allem durch Raffinesse bis ins Detail überzeugt, wird aus dem Kleingerät ein mobiles Terminal für E-Mail und World Wide Web. Das iPhone reduziert alles auf das Wesentliche im Unterwegseinsatz. Das ist seine Leistung. […] Das iPad wiederum ist eine Rolle rückwärts: Es bringt zwar ein großes Display im Netbook-Format mit, [aber] sein Betriebssystem ist nahezu identisch mit dem des iPhone. […] Das iPad ist kein Gerät, das man unterwegs aus der Jackentasche zieht, und für das Halten in der Hand ist es auf Dauer zu schwer […]. Es bleibt ein großes iPhone, mit dem man allerdings nicht telefonieren kann.

Kein Dateisystem mehr bei Apple

Rob Foster berichtet darüber, wie das Ausblenden des Dateisystems auf Apple-Computern (vom iMac bis zum iPhone) den Nutzen der Geräte erhöht.

Apple is […] essentially omitting features that people once took for granted in a typical computer. And one of the biggest things they’ve omitted is the visual file system. Instead, in the iPhone OS, the concept of the file is essentially gone. It’s been replaced by „apps and their stuff.“ The end result is that regular folks are happier with their computers […]

Wer den Artikel liest, wird auch eine Ähnlichkeit hierzu entdecken!

Das iPad und der Abschied vom PC

Gestern wurde das iPad von Apple vorgestellt. Steve Jobs hat mit seiner Präsentation jedoch nicht nur ein „Ding“ zwischen iPhone und Notebook gesetzt, er hat damit auch das Ende der PC-Ära und den hardwareseitigen Beginn des Cloud-Computing eingeleitet: Alltägliche Software ist vorinstalliert, Software als (Web-) Service wird wohl der Grund für den superschnellen Prozessor und den hervorragenden Browser sein. Der Wissenschaftspublizist Nicholas Carr bringt die Sache auf den Punkt: Hello iPad, Goodbye PC.

Until recently, we mainly used our computers to run software programs (Word, Quicken) installed on our hard drives. Now, we use them mainly to connect to the vast databases of the Internet – to „the cloud,“ as the geeks say. And as the Internet has absorbed the traditional products of media – songs, TV shows, movies, games, the printed word – we’ve begun to look to our computers to act as multifunctional media players. They have to do all the work that was once done by specialized technologies – TVs, stereos, telephones, newspapers, books – as well as run a myriad of software apps. The computer business and the media business are now the same business.

The transformation in the nature of computing has turned the old-style PC into a dinosaur. A bulky screen attached to a bulky keyboard no longer fits with the kinds of things we want to do with our computers. The obsolescence of the PC has spurred demand for a new kind of device – portable, flexible, always connected – that takes computing into the cloud era.

Update 29.1.2010

Helge benennt 8 Gründe, warum das iPad ein Megaseller wird. Ich verweise diesbezüglich einzig und allein auf Barry Schwartz’ „Paradox of Choice„.

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Harter Kampf um Werbung auf mobilen Endgeräten

Es hat Google sicherlich geschmerzt, im neuesten Public Policy Blogeintrag „Apple’s acquisition of Quattro: more proof of mobile advertising competition“ ganz cool hinzuschreiben:

Today’s news that Apple is acquiring one of AdMob’s competitors, Quattro Wireless, is further proof that the mobile advertising space continues to be competitive. And with more investments and acquisitions in the space, including from established players like Apple and Google, that’s a sign that vigorous growth and competition will continue. That’s ultimately great for users, advertisers and publishers alike.

Die Nerven liegen blank, wenn’s ums iPhone geht

Wie sehr Microsoft und seine Hardware-Vertragspartner ums Überleben am Markt für Mobiltelefone und mobile Datendienste kämpfen, war mir so nicht klar.

Der Tiefschlag kam ohne Ansage: „Dies ist eine Microsoft-Veranstaltung“, wies ein Manager einen Fachjournalisten barsch zurecht. „Hier haben Apple-Produkte nichts verloren.“ Als in die Stille am Tisch […] verlegene Lacher ob des Scherzes aufzukommen drohten, setzt er nach: „Das meine ich ernst.“

Das Vergehen: Der Journalist hatte beim Dinnertalk gewagt zu erwähnen, dass er noch nie ein so einfach zu bedienendes Telefon besessen habe wie sein iPhone. Und das auf der Vorstellung des Windows Betriebssystems Mobile 6.5. „Die Emotionalität hat mich überrascht“, sagt ein damals anwesender PR-Berater. „Es zeigt, dass die Nerven blank liegen.“

Die Nerven liegen blank, wenn’s ums iPhone geht

Wie sehr Microsoft und seine Hardware-Vertragspartner ums Überleben am Markt für Mobiltelefone und mobile Datendienste kämpfen, war mir so nicht klar.

Der Tiefschlag kam ohne Ansage: „Dies ist eine Microsoft-Veranstaltung“, wies ein Manager einen Fachjournalisten barsch zurecht. „Hier haben Apple-Produkte nichts verloren.“ Als in die Stille am Tisch [...] verlegene Lacher ob des Scherzes aufzukommen drohten, setzt er nach: „Das meine ich ernst.“

Das Vergehen: Der Journalist hatte beim Dinnertalk gewagt zu erwähnen, dass er noch nie ein so einfach zu bedienendes Telefon besessen habe wie sein iPhone. Und das auf der Vorstellung des Windows Betriebssystems Mobile 6.5. „Die Emotionalität hat mich überrascht“, sagt ein damals anwesender PR-Berater. „Es zeigt, dass die Nerven blank liegen.“

Time Capsule Memorial Register

Wenn Apple ein schlechtes Produkt erzeugt, dann ist das scheinbar die Time Capsule. Das „ Time Capsule Memorial Register“ nimmt das Problem humoristisch, aber wirksam auf!

Experts on the subject, like LaPastenague, have confirmed that it is the flawed thermal design that causes Time Capsules to stop functioning, not the quality of the components used. All components, including the power supply, are squeezed together in a very small package with hardly any ventilation to cool them down (in fact, that rubber foot works as an insulator). There is a fan inside the Time Capsule, but it is totally inadequate (it will start only at extremely high temperatures, and will only circulate hot air). The first components that die from the prolongued exposure to high temperature are the capacitors in the power supply unit.

iTunes aufräumen

iTunes verwaltet Musik ganz wunderbar, dennoch wird es irgendwann nötig, die iTunes-Bibliothek aufzuräumen: Fehlende Cover, Duplikate von Musikdateien, fehlende oder falsche Tags, kein Jahresangaben, falsche oder keine Genres… spätestens bei der Zusammenstellung der Musikliste für einen netten Abend oder die nächste Autofahrt rächt sich das.

Eines gleich vorweg: Egal, was auch immer Sie irgendwo gelesen haben, von einem Tag auf den anderen kann man eine (große) iTunes-Bibliothek nicht bereinigen, es wird immer ein wenig dauern. Probieren Sie meinetwegen alle anderen Lösungsvorschläge aus, letztlich sehen wir uns hier wieder.

Letzte Aktualisierung: 07.10.2011

Schritt 1: Tags

Der erste Schritt zu einer sauberen iTunes-Musiksammlung ist korrektes Tagging. Tags (ID3-Tags) sind Meta-Informationen zu jeder in iTunes gespeicherten Musikdatei, die zumindest Name/Titel, Interpret/Künstler, das Album und das Genre enthalten.

Es gibt mehrere Möglichkeiten diese Daten einzugeben. Man kann sie direkt in iTunes eingeben, in dem man ein (oder mehrere) Musikstück(e) auswählt > Rechtsklick > Informationen und dort die relevanten Felder ausfüllt. Das ist kostenlos und funktioniert gut, dauert aber bei größeren Musiksammlungen enorm lange, weshalb ich sehr empfehle, ein Programm diese Arbeit machen zu lassen.

Ich persönlich verwende TuneUp (Referral-Link: 15% billiger!), ein Add-On für iTunes: Man markiert ein paar Hundert Lieder direkt in iTunes, zieht sie per Drag and Drop auf das TuneUp-Fenster und das Programm ergänzt alle fehlenden Informationen sowie die fehlenden Cover-Bilder vollautomatisch. Das funktioniert zuverlässig, holt doch TuneUp die Daten aus der weltgrößten Musikdatenbank Gracenote. TuneUp ist zudem auch noch preisgünstig, eine lebenslange Lizenz inklusive Updates kostet einmalig 30 USD. Es gibt auch Alternativen wie SongGenie oder PicardTagger, doch sind sie meiner Meinung nach weniger komfortabel zu bedienen.

Schritt 2: Bewertung

Der langwierigste Teil beim Bereinigen einer Musiksammlung ist die Bewertung der Lieder. Was geschieht hier? Wir nützen Ihre Hörgewohnheiten aus, um Ihre Bibliothek zu bereinigen. Indem Sie Musik hören, räumen Sie in iTunes automatisch auf. Wie funktioniert das?

Was ein einziges Mal zu tun ist

  • Erstellen Sie eine intelligente Wiedergabeliste (Ablage > Neue intelligente Wiedergabeliste erstellen…)
  • Erstellen Sie eine Regel für alle Lieder, die keine Bewertung haben (siehe Screenshot).

iTunes-Bibliothek aufräumen: Erstellen einer intelligen Wiedergabeliste

  • Geben Sie der neuen intelligenten Wiedergabeliste den Namen „Nicht bewertet“ und definieren Sie sie als Quelle für den iTunes DJ (siehe Screenshot). Wenn Sie „iTunes DJ“ nicht in dem Wiedergabelisten-Menü sehen, aktivieren Sie die Funktion unter iTunes > Einstellungen > Allgemein > Anzeigen > iTunes DJ.

iTunes-Bibliothek aufräumen: Zuweisen der intelligenten Wiedergabeliste zu iTunes DJ

Was immer wieder zu tun ist

Nun hören Sie, wann auch immer Ihnen danach ist, die Lieder im iTunes DJ an. Wenn Ihnen das Lied, das Sie gerade hören, gefällt, geben Sie ihm 2-5 Sterne, wenn es Ihnen gar nicht gefällt, geben Sie ihm 1 Stern. Tun Sie das solange, bis keine Lieder mehr im iTunes DJ angezeigt werden. (Das hat bei mir 2 Monate gedauert…) Sollten Sie nebenbei etwas anderes tun und ein paar Lieder nicht bewertet haben, macht das gar nichts. Sie sind solange in der Wiedergabeliste „Nicht bewertet“, bis Sie sie bewertet haben…

Wenn keine Lieder mehr angezeigt werden, bedeutet das, dass die komplette iTunes-Musikbibliothek von Ihnen bewertet wurde! Erst jetzt können wir zu Schritt 3 gehen.

Schritt 3: Aufräumen, Bereinigen und Entfernen

Im Schritt 2 haben Sie alle nicht bewerteten Lieder aus Ihrer iTunes-Bibliothek gehört und sie dabei bewertet, jetzt räumen wir die iTunes-Bibliothek auf.

Entfernen aller Lieder, die mit 1 Stern bewertet wurden

Löschen wir nun alle Lieder, die Sie als „schlecht“ (also mit nur einem Sternchen) bewertet haben.

  • Wechseln Sie in iTunes in die Ansicht Mediathek > Musik.
  • Sortieren Sie Ihre Musiksammlung nach „Wertung“, wobei die Sortierung aufsteigend sein sollte (Pfeilchen muss nach oben zeigen – siehe Screenshot).

iTunes-Bibliothek aufräumen: Aufsteigende Sortierung nach Wertung

  • Markieren Sie das erste Lied, das mit nur einem Sternchen bewertet worden ist.
  • Scrollen Sie nun soweit hinunter, bis Sie das letzt nur mit einem Sternchen bewertete Lied sehen.
  • Drücken Sie die Umschalt-Taste auf Ihrer Tastatur und klicken Sie dabei dieses letzte mit einem Sternchen bewertete Lied an. Nun sind alle von Ihnen „schlecht“ bewerteten Lieder markiert.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den markierten Bereich in iTunes und wählen Sie im Kontextmenü den Punkt „Löschen“.
  • iTunes fragt nun nach, ob Sie die ausgewählten Titel aus Ihrer iTunes-Mediathek entfernen wollen. Antworten Sie mit „Entfernen“.
  • iTunes fragt unmittelbar darauf sofort wieder nach, ob die ausgewählten titel in den Papierkorb bewegt oder im Ordner „iTunes Media“ behalten werden sollen. Löschen Sie die Dateien endgültig, in dem Sie mit „In den Papierkorb bewegen“ antworten. (Hiermit werden die Dateien von der Festplatte gelöscht und sind nur noch im Papierkorb vorhanden!)
  • In iTunes bleibt nun eine saubere Bibliothek übrig. Alle schlecht bewerteten Musikdateien sind nun gelöscht.

Entfernen von Duplikaten

Es gibt zwei Möglichkeiten, Duplikate in Ihrer Musiksammlung zu entfernen. Entweder man macht das manuell oder – wenn Sie sich das oben erwähnte TuneUp gekauft haben, automatisiert.

Manuelles Entfernen von Duplikaten

Überprüfen wir, ob es von den gut bewerteten Liedern Duplikate gibt.

  • Klicken Sie in iTunes auf Ablage > Duplikate anzeigen… Die Musikansicht wechselt nun in eine Liste, in der Sie alle Duplikate angezeigt sehen.
  • Halten Sie nun die Taste CMD (Mac) bzw. Strg (Windows) gedrückt und klicken Sie die Duplikate, eines nach dem anderen an. Die markierten Dateien werden gelöscht, klicken Sie also immer nur das Duplikat an, das entweder besser bewertet oder in besserer Qualität gespeichert ist!
  • Wenn Sie am unteren Ende der Liste angekommen sind, löschen Sie die Lieder genauso, wie wir es gemacht haben, nachdem alle mit einem Sternchen bewerteten Lieder ausgewählt waren: Rechtsklick > Löschen und zwei Mal die Löschung bestätigen.

Automatisches Entfernen von Duplikaten

Wenn Sie sich TuneUp gekauft haben, haben Sie auch DeDuper mitinstalliert. Aktivieren Sie DeDuper und das Programm zeigt Ihnen eine Liste mit allen Duplikaten, wobei die qualitativ minderwertigeren Kopien zur Löschung markiert sind. Löschen Sie sie!

Jetzt haben Sie es geschafft. Ihre iTunes-Musikbibliothek ist nicht nur sauber, sondern rein und nach Ihren persönlichen Vorlieben sortiert.

Wichtiger Hinweis! Ich habe die hier angeführten Schritte selbst schon hunderte Male eingesetzt, um meine iTunes-Bibliothek zu bereinigen. Dennoch kann es sein, dass spezifische Konfigurationen und andere Umstände dazu führen, dass es beim Ausführen dieser Anleitung zu Datenverlust kommen kann. Dafür hafte ich nicht. Wenn Ihnen nicht wohl dabei ist, hunderte oder gar tausende Dateien auf einmal zu löschen, bitten Sie jemanden, dem Sie in dieser Hinsicht vertrauen, Ihnen dabei zu helfen Ihre Musikbibliothek in iTunes zu bereinigen!

Mac-Schreck

So. Der Mac ist dann mal in der Reparaturwerkstatt meines Vertrauens. Heute wollte er gar nicht erst weiter als bis zum Startbildschirm, er blieb im Single-User-Mode hängen wie auch beim Ausführen des Festplattendienstprogramms als auch beim Booten von DVD. Eine Neuinstallation des Betriebssystems (Windows lässt – horribile dictu – grüßen!) führte zu einem Freeze beim Auswählen des Installationslaufwerks. So ging das nicht weiter, so geht das nicht weiter. Momentan tippse ich auf einem Notebook herum, bis mein Mac wieder zurückkommt. Und ja, es gibt dennoch einen Unterschied zur PC-Welt: Abgestürzt ist mir der Mac aufgrund eines Softwarefehlers noch nie.

Mac friert einfach ein

Mac friert einfach so ein. Wäre es Windows, würde ich Bluescreen sagen. Beim Mac ist das aber alles anders. Sehr, sehr eigenartig. Erste Vermutung: Arbeitsspeicher, doch Memtest sagt nach vier Testreihen, dass alles in Ordnung sei. Vielleicht die Festplatte. Da kommen so eigenartige Geräusche hinter dem Bildschirm hervor…