Vollständiges Gmail-Backup mit Apple Mail

Bevor ich meine E-Mailadresse endgültig gewechselt habe, wollte ich ein Backup all meiner E-Mails von Gmail anfertigen lassen und habe diese einfache 3-Schritt-Lösung für Apple Mail unter Lion gefunden.
  1. In Apple Mail im Menüpunkt “Darstellung” > “Postfachliste einblenden” (falls nötig).
  2. Unter “Gmail” auf “Alle Nachrichten” rechtsklicken.
  3. Postfach exportieren… Fertig!

Apple Mail lädt nun alle Nachrichten aus dem Gmail-Konto herunter und sichert sie im ausgewählten Ordner. Da das bisweilen etwas dauern kann, empfiehlt es sich, das Aktivitätsfenster (Fenster > Aktivität) anzeigen zu lassen. Ich habe die mbox-Ordner anschließend gezippt und dadurch nochmal fast 2,3GB an Platz zurückgewonnen.

Wirkmacht einer Bemerkung

Kein Facebook-Like-Button, kein +1-Button, kein Tweet, keine Blogeintrag, keine Empfehlung und kein noch so detailliertes Review können in ihrer Wirkmächtigkeit schlagen, was ich heute von Matthias auf die Frage, ob er bereits das neue Apple Mail in OS X Lion ausprobiert hätte, zur Antwort bekommen habe:

Ich habe es noch nicht einmal gestartet. Ich habe mich so gut daran gewöhnt und bin so zufrieden mit Thunderbird… ich brauche Mail nicht.

Von Apple Mail zu Thunderbird

Das Versagen von Apple Mail in puncto Archivierung und korrekter Ausführung von Nachrichtenregeln hat dazu geführt, dass ich Apple Mail zugunsten von Thunderbird als mein Standard-Mailprogramm habe fallen lassen. Das Motto von Thunderbird passt nur zu gut auf die Probleme, die ich mit Apple Mail hatte und lässt Hoffnung aufkommen: “Holen Sie sich Ihren Posteingang zurück.” Mal sehen.

Ich habe bereits darüber berichtet, dass ich mehrere E-Mailadressen über ein Gmail-Konto abrufe, vornehmlich, um meine E-Mails archiviert und gesammelt in einem Posteingang zu haben.

Erstes Problem: Die Archivieren-Funktion unterstützt Gmail seit je her, Thunderbird seit einiger Zeit auch. Apple Mail gar nicht.

Zweites Problem: Das zweite Problem war ein Nachrichtenfilter, den ich mit Thunderbird problemlos betreiben kann, bei Apple Mail hingegen nicht und nicht zum Laufen gebracht habe. Das ist der Filter, der hier beispielhaft für mehrere in Gmail abgerufene Nicht-Gmailadressen eingesetzt wird:

Wenn im Konto “Gmail” eine Nachricht einlangt, die als Adresse für “An:” oder “CC:” meine dreitehabee-Adresse enthält, verschiebe sie in den Gmail-Ordner “dreitehabee”.

Mal sehen, wie das mit Thunderbird auf Dauer funktionieren wird.

Ganz rasch wieder zu Gmail

Am 18. November 2008 habe ich mich von Gmail verabschiedet und das auf meinem System vorinstallierte Apple Mail zu meinem Standardmailprogramm gemacht. Mit ein paar Tricks konnte ich in Apple Mail Konversationen, wie man sie aus Gmail kennt, simulieren, ebenso wie die Archivierung von Nachrichten. Meine datenschutzrechtlichen Bedenken bezüglich Gmail sind nach wie vor nicht aus dem Weg geräumt, doch habe ich vor ein paar Tagen ganz rasch wieder zu Gmail gewechselt, denn mit Apple Mail (und anderen, dazu gleich!) zu arbeiten, ist, gelinde gesagt, ein Desaster!

Apple Mail, Thunderbird, Postbox und Outlook

Mein erster Punkt damals war, Konversationen, also thematisch zusammenhängenden Mailverkehr, in Apple Mail so darzustellen, wie es in Gmail üblich ist: E-Mails werden samt Antworten und Reaktionen darauf in einer Gruppe angezeigt. In Apple Mail geht das nur eingeschränkt. Man kann zwar Posteingang und Gesendete Nachrichten gruppiert anzeigen und E-Mail-Verläufe kombiniert darstellen, doch spätestens nach dem Archivieren (Verschieben dieser Nachrichten in einen Archiv-Ordner auf dem Server), funktioniert das System nicht mehr.

Ebenso wichtig war mir der Punkt Archivierung. Hierzu habe ich auch ein Skript gefunden und dementsprechend angepasst, doch funktioniert hat das alles nicht wirklich. Die Nachrichten wurden zwar archiviert und korrekt in die jeweiligen Ordner verschoben, doch waren sie damit einfach nicht mehr erreichbar und wurden nicht in Nachrichtenverläufe (Konversationen) integriert. Selbst wenn man diese Nachrichten wieder in den Posteingang verschoben hat – die Konversationsdarstellung hat nicht mehr funktioniert.

Außerdem, und das war besonders lästig, habe ich schon bald ein weiteres Skript benötigt, um Ordnung in Apple Mail zu halten: Duplikate auswählen gehörte zu meinen Standardtätigkeiten während der letzten Monate, es gelang dem Programm einfach nicht zwischen Verschieben und Kopieren zu unterscheiden, häufig aber auch bekam ich das Okay, dass eine Nachricht verschoben wurde, nur um am nächsten Tag zu entdecken, dass sie noch immer im Posteingang zu finden war.

Zu den weiteren lästigen Fehlern der Desktoplösung gehörten noch:

  • E-Mails, die angeblich versendet wurden, in Wirklichkeit aber im Entwürfe-Ordner gespeichert waren.
  • E-Mails, die tatsächlich versendet wurden und trotzdem zusätzlich im Entwürfe-Ordner gespeichert waren.
  • Idente E-Mails, die in mehreren Ordnern vorhanden waren.
  • Lange Wartezeiten bis zum Erstkontakt mit dem IMAP-Server.
  • Der Apple Mail To Do-Ordner, den man jeder Konfigurationsmöglichkeit zum Trotz, irgendwie nie vom Server wegbekommt.
  • Das Inbox/Inbox/Inbox/Inbox-Problem.

Auch Thunderbird war kein Hit: Neben ähnlichen Schwierigkeiten wie mit Apple Mail, missfällt mir hier, dass man auf jeden Fall mit unterschiedlichen Mailboxen arbeiten muss. Eine Gesamtdarstellung aller Nachrichten funktioniert nur über Umwege.

Postbox kam und ging wie ein frischer Wind. Die Indizierungsfunktion ist genial, aber im Grunde genommen bietet das Programm vorläufig nichts, dass es im Vergleich zu Apple Mail oder Thunderbird attraktiver gestalten würde. Zumindest die Funktion Konversationen wäre schön!

Um auch noch über Outlook herzuziehen: Ich kann nicht verstehen, wieso man freiwillig mit diesem Müllcontainer an Programm arbeiten will. Die IMAP-Unterstützung funktioniert, vor allem bei automatisierten Abläufen (Archivierung, zum Beispiel) nicht wirklich, die Darstellung der Nachrichten ist eine Zumutung, ebenso wie die Gestaltung und der Workflow innerhalb der Oberfläche. Punkt.

Eine leere Inbox zu haben – das funktioniert mit allen vier Programmen nicht wirklich oder nur, wenn man starke Einbußen an Benutzerfreundlichkeit hinnehmen will. Der einzig logische Schritt: Zurück zu Gmail, aber schnell!

Gmail importiert, Gmail verwaltet

In meinen Serverarchiven hat sich in den drei Monaten einiges an Datenmaterial angesammelt. Die galt es zuersteinmal aus dem Archiv-Ordner wieder in Posteingang oder Postausgang, Gesendet oder Entwurf zu bewegen. Das war aber nicht möglich, weil mein Archiv-Skript keinen Unterschied zwischen diesen Ordner gemacht hatte. Somit blieb mir nichts anderes übrig, als alles in den Posteingang zu verschieben. Und das auf drei verschiedenen Servern. Ich brauche hoffentlich nicht zu erwähnen, dass Spams und andere unerwünschte Nachrichten plötzlich en masse hier auftauchten und obwohl bei einer Ansicht des Ordners “Archiv” in Apple Mail, Thunderbird oder Postbox alles als gelesen markiert war, gab es nach der Verschiebung plötzlich mehrere Hundert E-Mails, die ich eigentlich nicht gelesen hatte. Naja.

In Gmail habe ich den Abruf von anderen Konten aktiviert und mich auf eine lange Sitzung vorbereitet, in der ich Duplikate aussortieren durfte oder Filterregeln erstellen musste, mit denen ich gesendete von empfangenen Nachrichten trennen konnte. Am meisten Sorge bereiteten mir jedoch die Duplikate, die entstehen würden, weil ja bei Gmail an sich schon Teile der E-Mail-Flut bereits vorhanden waren.

Nach Einrichtung des Abrufs von anderen Konten begann Gmail die E-Mails zu importieren. Alle Konten zusammengenommen warteten mit etwas über 5600 E-Mails auf, die Gmail ersteinmal schlucken musste. In Sätzen zu je 200 rief Gmail die E-Mails ab und gliederte sie in sein System ein. Über Nacht war alles importiert, nur einige wenige Nachrichten, die zip-Anhänge enthielten, wurden nicht abgerufen.

Ein Blick in den Posteingang verwunderte mich allerdings: Gerade mal 40 E-Mails wurden keiner Konversation zugeordnet, alle anderen wurden korrekt verknüpft und in die richtigen Ordner gestellt: Gesendete, Empfangene, Archivierte. Keine Probleme damit.

Spams wurden erkannt und gefiltert, ebenso wie – meinen Nachrichtenfiltern folgend – die E-Mails verschiedener Konten verschiedenen Labels zugeordnet wurden. Auch stichprobenartige Kontrollen bewiesen das. Die wenigen nicht importierten Nachrichten habe ich per IMAP auf Gmail hochgeladen. Der Import ist gelungen.

Warum zurück? Gmail geht den richtigen Weg!

Abgesehen von datenschutzrechtlichen Bedenken gegenüber Gmail ist der Service allen anderen Webmailanbietern wie auch allen Desktopapplikationen haushoch überlegen. Die Ansicht der E-Mails in Form von Konversationen, die Möglichkeit zu archivieren, der hervorragende Spamfilter, die blitzschnelle Suche sowie die unaufdringliche und durchdachte Oberfläche machen Gmail zum besten E-Mailservice überhaupt.

Ich stimme Alex Payne vollinhaltlich zu, der zum Thema Konversationen behauptet

Anyone who’s given Gmail a fair shake will quickly find conversations indispensable. Going back to any other email client is agonizing and disorienting […]. In desktop email clients, new messages arrive completely bereft of context. The only way to orient yourself is to either remember what the conversation was about or read through the mess of quoted text that may or may not be present at the bottom of the message, depending on what kind of email client or prefences the sender has. You could try searching to re-orient yourself, but good luck with that in Outlook or Mail.app.

Und die Zukunft sieht für Alternativen zu Gmail auch nicht rosig aus, sofern die Entwickler nicht endlich kapieren, worauf es wirklich ankommt: Niemanden interessieren Designvorlagen für E-Mails, niemanden Nachrichtenregeln, die die Nachrichten von Familienmitgliedern farblich darstellen. Die wichtigen Punkte sind

  • Integration (in den Workflow mit Kalender und Dokumenteverwaltung),
  • Archivierung (unter Beibehaltung des Konversationsverlaufs) und
  • eine starke Suchfunktion, mit der man sich blitzschnell innerhalb einer großen Masse an E-Mails bewegen kann.

Ich bin gerne sofort bereit auf ein lokales Mailprogramm umzusteigen, das diese Anforderungen erfüllt. Ich werde auch jede neue Version von Postbox ausprobieren, um zu sehen, ob die Entwickler verstanden haben, was wirklich nötig ist, ebenso wie jede neue Version von Thunderbird, Entourage/Outlook oder Apple Mail. Ich fürchte jedoch, dass der Umstieg sehr lange auf sich warten wird lassen.

Apple Mail statt Gmail

Von Gmail immer mehr enttäuscht und vom Komfort des Spotlight-Indizierens verwöhnt, habe ich die Gmail-Oberfläche gegen Apple Mail eingetauscht und unterziehe das Programm in den nächsten Wochen einem Belastungstest. Vor allem wird für mich

  • der Import und die Verwaltung von etwa 70.000 E-Mails aus diversen Postfächern,
  • der Apple-Mail-Spamfilter (und seine Zusammenarbeit mit den Spamfiltern der verschiedenen Server, von denen ich meine Mails abrufe),
  • das Synchronisieren mit dem iPhone und
  • die Integration ins gesamte System

interessant werden.

Gmail wird frech

Abgesehen von der üblichen Gmail-Paranoia, beginnt Google, besonders durch das große Angebot von Applikationen für mobile Endgeräte langsam aber sicher nicht nur mein Verhalten im Internet, sondern auch außerhalb zu protokollieren. Das iPhone ist hierfür das perfekte Werkzeug; mit GPS und Internetzugang ausgestattet, liegt der Kompletterfassung meiner Bewegungen on- und offline nichts mehr im Weg.

Besonders bitter ist allerdings die Gmail- (oder Googlemail-) Pille. Wir haben akzeptiert, dass Google unsere E-Mails liest, um auf den Inhalt abgestimmte Werbung einzublenden. Wir haben akzeptiert, dass diese aggregierten und personalisierten Daten praktisch für immer gespeichert werden. Wir haben anderen Google Diensten oder Websites, die mit Google kooperieren (eBay, Blogger, Orkut und jede Website weltweit, die Google Analytics einsetzt), noch ein bisschen mehr Informationen über uns preisgegeben – das allerdings während wir online waren. Mit dem iPhone, wie gesagt, dehnt sich das Sammeln von Informationen noch weiter aus – und erfasst unsere Welt offline. Doch zurück zu Mail.

Was ich nicht wusste, und das hat in diesem Video endlich einmal jemand aufgezeigt: Gmail speichert auch Entwürfe, die letztlich niemals abgeschickt werden und wertet sie aus. Diese Entwürfe tauchen in keinem Ordner auf und sind auch nicht, wie sonst bei Gmail üblich, als Entwurf innerhalb einer Konversation markiert. Google, so nicht!

Das also war meine Motivation für einen Wechsel zum lokal installierten Programm. Fürs Verfassen von Artikeln auf dieser Seite verwende ich ja auch schon seit langer Zeit MarsEdit, warum also nicht auch bei E-Mails das tun, was eigentlich normal wäre.

Apple Mail

Da Apples Mailprogramm sowieso auf jedem System vorinstalliert ist und ich die Portierbarkeit der Benutzererfahrung von Thunderbird nicht brauche, probiere ich es aus. Viel Gutes, muss ich gestehen, habe ich über Apples Mailprogramm zwar nicht gehört, aber gelesen. Die Probleme, die manche offenbar damit haben, liegen wohl eher in der sehr mac-spezifischen Bedienung, nicht aber am Programm selbst. Die gröbsten Fehler der Vergangenheit, sind mit der neuesten Version ausgemerzt.

Meine größte Sorge liegt in der Spamfilterung. Gmails Spamfilter ist wohl einer der besten, die es überhaupt gibt, wie also sieht es mit dem von Mail aus? Der Spamfilter soll, besonders in Kombination mit am Server liegenden Spamfiltern ziemlich gut funktionieren, wirklich negative Berichte gibt es kaum. Hat man Probleme mit bestimmten Nachrichten, kann man ja noch immer eine Nachrichtenregel erstellen.

Gmail-Funktionalität in Apple Mail

Konversationen

Gmail bietet etwas, das mir bei Apples Mailprogramm immer gefehlt hat: Die Zusammenfassung von gesendeten und empfangenen E-Mails in Konversationen, in denen man einen kompletten Überblick über den gesamten Gesprächsverlauf hat. Zuerst dachte ich, dass das in Mail nur über “intelligente Postfächer” möglich wäre, doch weit gefehlt, es ist viel einfacher als man denkt:

  1. Unter Darstellung markiert man einmalig die Option “Nach E-Mail-Verlauf sortieren”.
  2. Bei den Postfächern links in der Übersicht wählt man nicht nur den Posteingang, sondern mit gedrückter CMD-Taste auch dem Ordner “Gesendet”.

Voila, empfangene und gesendete Nachrichten einer Konversation werden gruppiert angezeigt!

Archivierung

Apple Mail bietet von Haus aus keine Möglichkeit, gelesene Nachrichten zu archivieren, sie also nicht zu löschen, aber trotzdem aus dem Posteingang zu entfernen. Mit einem kleinen Applescript geht das allerdings ganz leicht.

John Gruber hat das ursprüngliche Script “Simple Inbox Archiving Script for Apple Mail” erstellt, ich habe es um eine kleine Abfrage für Gmail erweitert, da Gmail keinen Ordner “Archiv” besitzt, sondern, zumindest in der deutschen Version, nur einen Ordner “Alle Nachrichten”: Wenn es ein IMAP-Konto “Gmail” gibt, versucht das Script gelesene und nicht markierte E-Mails nicht in den Ordner “Archiv”, sondern in den Ordner [Gmail]/Alle Nachrichten zu verschieben. Für alle anderen IMAP-Konten ist ein Ordner “Archiv” erforderlich.

Hier das Script:

set _description to "Alle nicht markierten und gelesenen Nachrichten einer IMAP-Inbox werden in den Ordner 'Archiv' auf dem jeweiligen Server verschoben."
 
tell application "Mail"
        display alert "Archivieren?" buttons {"Abbruch", "Archivieren"} cancel button 1 message _description
       
        repeat with _acct in imap accounts
                set _acct_name to name of _acct
                set _inbox to _acct's mailbox "INBOX"
                try
                        if (_acct_name is "Gmail") then
                                set _archive_box to _acct's mailbox "[Gmail]/Alle Nachrichten"
                        else
                                set _archive_box to _acct's mailbox "Archiv"
                        end if
                on error
                        display alert "Kein Archiv-Ordner für das Konto '" & _acct_name & "' gefunden. Sie müssen zuerst einen IMAP-Ordner namens 'Archiv' erstellen!"
                        return -- Stop the script
                end try
                set _msg_list to (every message of _inbox whose flagged status is false and read status is true)
                if (_msg_list's length > 0) then
                        move _msg_list to _archive_box
                end if
        end repeat
end tell

Den Code kopiert man in den AppleScript-Editor und speichert das ganze (am besten am Schreibtisch) folgendermaßen ab: Ablage > Sichern unter… > Dateiname eingeben, eventuell “Archivieren”. Dateiformat: Programm. Hackerl bei Startdialog entfernen > Sichern. Mit dieser Option kann man in weitere Folge bei übervoller Mailbox auf “Archivieren” klicken und das Skript erledigt die Archivierung!

Das vorweg zu meinem Apple-Mail-Experiment, das hoffentlich klappen wird. Diesen Artikel werde ich von Zeit zu Zeit ergänzen oder darin Fehler ausbessern, er ist also in andauerndem Wandel!

Mehrere E-Mailadressen über ein Gmail-Konto abgleichen

Um mit Apple Mail (oder jedem anderen, besseren E-Mailprogramm) über ein Gmail-Konto mehrere E-Mail-Adressen (samt verschiedener Signaturen, etc.) zu verwalten und diese auch auf verschiedenen Geräten im korrekten Status (gelesen, ungelesen, etc.) anzuzeigen, gehe man wie folgt vor:

  1. Gmail ruft aus allen benötigten Konten die E-Mails automatisch ab. (Empfehlung: Für jedes Konto ein Label, dann kann man die E-Mails in der Weboberfläche gut voneinander getrennt darstellen.)
  2. Das Häkchen “Von derselben Adresse aus antworten, an die die Nachricht gesendet wurde” in Gmail muss gesetzt sein. (Danke für den Hinweis, Philipp!)
  3. Apple Mail ruft nunmehr ausschließlich das Gmail-Konto (und zwar per IMAP) ab.
  4. In der Konfiguration des Gmail-Kontos in Apple Mail gibt man in den Account-Informationen als E-Mail-Adresse all seine E-Mail-Adressen durch Beistriche getrennt an.

So kann man alle E-Mail-Konten über Gmail abgleichen, ist damit stets aktuell und kann auch mit jeder beliebigen E-Mail-Adresse antworten, die bei Apple Mail registriert ist. MobileMe, go home!

Update 25.10.2008

Diese Methode, Nachrichten über ein Gmail-Postfach zu sammeln und zu versenden, hat einen (vielleicht für manche: enormen) Nachteil: Der abgesendeten E-Mail werden neue Header-Zeilen hinzugefügt, die die Gmail-Adresse beinhalten. Einige Mailprogramme, wie zum Beispiel Outlook, zeigen diese zusätzlichen Headerinformationen folgendermaßen an: “Absender (Absenderadresse) im Auftrag von Absender (Gmail-Adresse)”.

Update 14.03.2010

Durch Angabe des Postausgangsservers einer durch Gmail abgerufenen, externen E-Mailadresse, kann die Angabe der privaten Gmail-Adresse unterbunden werden. Gmail benutzt dann den angegebenen Postausgangsserver anstelle des eigenen.

Update 25.01.2012

Unter E-Mail-Einstellungen > Allgemein können bei Gmail für verschiedene E-Mailadressen verschiedene Signaturen eingegeben werden. In Apple Mail und allen anderen Mailprogrammen müssen diese Signaturen extra angelegt werden. Für Apple Mail macht man das unter Mail > Einstellungen > Signaturen.