Dokumentation über #unibrennt

Über Janas Blog bin ich auf die Kurzdokumentation “#unibrennt” gestoßen. Wie auch bei Helges Erklärung vor ein paar Wochen, steht in dieser Dokumentation von Dominik Gubi die Rolle der sozialen Medien im Vordergrund, nicht aber die eigentliche Demonstration, ihre Inhalte und die (vorläufigen) Ergebnisse.

Wir iPhone-Geiseln

Für diejenigen, die davon noch nicht gelesen haben, hier eine Zusammenfassung der Zeit Online. Der Einleitungstext des Artikel “Wir iPhone-Geiseln” spricht Bände:

Das iPhone ist nicht so toll, wie alle sagen, so eine Studie. Dennoch werde es verbissen verteidigt – wie von Geiseln, die am Stockholmsyndrom leiden.

Wie ein Stück Fleisch

Mark Velasquesz über die Kunst (und das Versagen) von Fotografen, die Würde ihrer Modelle beizubehalten.

It doesn’t take more than a few moments looking at sites like Model Mayhem to realize that the majority of people who call themselves photographers are little more than horny guys wanting to see women pose in bathing suits or less. [...] The modeling industry is just a microcosm of course, the tip of the despicable iceberg of countless unnameable horrors that women have to deal with daily due to certain males’ lack of self-control.

Die Würde von Models

Mark Velasquesz über die Kunst (und das Versagen) von Fotografen, die Würde ihrer Models beizubehalten.

It doesn’t take more than a few moments looking at sites like Model Mayhem to realize that the majority of people who call themselves photographers are little more than horny guys wanting to see women pose in bathing suits or less. [...] The modeling industry is just a microcosm of course, the tip of the despicable iceberg of countless unnameable horrors that women have to deal with daily due to certain males’ lack of self-control.

Panasonic Lumix GF1 im Feldversuch

Craig Mod schwärmt von der Panasonic Lumix DMC-GF1 und nennt sie eine “fast perfekte Reisekamera”.

I covered the camera in sweat. I hit it against rocks (unintentionally). The air was often dusty and this dust, by the end of the trip, had worked its way into every nook of the GF1. And yet it performed flawlessly. Never once did it stutter or complain or fail to take an image when I asked it to.

dpreview.com gibt der Kamera ein “Highly Recommended”, der Geizhalspreis für Craig Mods Set liegt bei (Gehäuse: EUR 489,- + Objektiv 20mm: EUR 399,-) EUR 888,-.

Tough Politics Of Cyber Power

Link: Tough Politics Of Cyber Power

Marc Ambinder über die Schwierigkeiten, Sicherheit im Internet politisch und rechtlich zu erfassen.

We allow Google, Amazon.com, credit companies and all manner of private corporations to collect intimate information about our lives, but we reflexively recoil when the government proposes to monitor (and not even collect) a fraction of that information, even with legal safeguards.

Der Sicherheitsexperte Bruce Schneier hat sich schon im März die Frage gestellt: Who Should Be in Charge of Cybersecurity?

Politik der Cybermächte

Marc Ambinder über die Schwierigkeiten, Sicherheit im Internet politisch und rechtlich zu erfassen.

We allow Google, Amazon.com, credit companies and all manner of private corporations to collect intimate information about our lives, but we reflexively recoil when the government proposes to monitor (and not even collect) a fraction of that information, even with legal safeguards.

Der Sicherheitsexperte Bruce Schneier hat sich schon im März die Frage gestellt: Who Should Be in Charge of Cybersecurity?

Das AKH ist das zweitgrößte Krankenhaus der Welt

Das Allgemeine Krankenhaus (AKH) in Wien ist das zweitgrößte Krankenhaus der Welt, lediglich überboten durch das Chris Hani Baragwanath Hospital in Südafrika. Der Standard berichtet heute über die Dimensionen des Energieverbrauchs im AKH.

Mehrere Backup-Systeme sorgen dafür, dass die Umstellung auf den Notstrom-Betrieb für Patienten, Personal und Besucher komplikationslos bleibt. [In den unteren Ebenen des Krankenhauses] stehen auch die Treibstoff-Quellen für die Notstrom-Aggregate: zwei Diesel-Tanks mit einem Fassungsvermögen von je 100.000 Litern, wie sie sonst auf Kreuzfahrtschiffen üblich sind. 5.000 Liter pro Stunde benötigen die Generatoren, die einzeln jeden Monat einen Testbetrieb absolvieren müssen. [...] Die meiste Energie benötigt das Krankenhaus aber nicht in Form von Strom, sondern als Fernwärme. Die Müllverbrennungsanlage Spittelau wurde einst eigens an ihrem nur zwei Kilometer entfernten Standort errichtet, um Wärme für das Neue AKH zu liefern. Rund 190.000 Megawattstunden werden es in diesem Jahr sein.

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Dropbox: Datenabgleich im internen Netzwerk

In der neuen Version von Dropbox werden Daten nicht nur über das Web, sondern auch direkt über das interne Netzwerk abgeglichen, wodurch die Synchronisation noch viel schneller abläuft als bisher.

Und ja, Dropbox hat mein Verhalten verändert. Seitdem ich Dropbox verwende, liegt der USB-Stick nur noch herum, ich schicke mir Dateien nicht mehr per E-Mail zu, ich kümmere mich nicht mehr um die Dateiversionierung und wenn mir jemand einen FTP-Server für die zentrale Verwaltung von Daten nennt, versuche ich die Person immer von Dropbox zu überzeugen. Was Dropbox noch alles kann, kann man sich hier im Überblick ansehen.

Ich kann Dropbox guten Gewissens und aus Überzeugung empfehlen. Wer’s also immer noch nicht hat: Über diesen Dropbox-Link gibt es gleich 250MB mehr als bei einer normalen Anmeldung!

Haben Drogengelder Banken 2008 gerettet?

Wenn der Chef der UN-Drogenbehörde Antonio Maria Costa behauptet, Geldflüsse des organisierten Verbrechens hätten Banken zur Zeit der Finanzkrise gerettet, dann muss da etwas dran sein. Florian Rötzer in Telepolis:

In vielen Fällen, so Costa, sei dies das einzige Investitionskapital gewesen, das noch geflossen ist, da in der zweiten Hälfte von 2008 Liquidität das Hauptproblem der Banken war. Auch die Anleihen der Banken untereinander seien mitunter durch Gelder geschehen, die aus dem Drogenhandel und anderen kriminellen Aktivitäten stammten. [...] Das Problem sei, dass das schmutzige Geld nun gewaschen und Teil des offiziellen Systems geworden ist.

Fairtrade letztlich ein Marketing-Trick?

Fairtrade” hat zwar ein nobles Motto, das ist aber, so der Ökonom Tyler Cowen, letztlich nur ein Marketing-Trick. Die Organisation sichert teilnehmenden Bauern zwar faire Bezahlung zu, verhindert aber die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen und vermittelt in westlichen Ländern ein falsches Bild ihrer Arbeit:

We might think of sub-Saharan subsistence economies when we think of Fairtrade, but the biggest recipient of Fairtrade subsidy is actually Mexico. Mexico is the biggest producer of Fairtrade coffee with about 23% market share. Indeed, as of 2002, 181 of the 300 Fairtrade coffee producers were located in South America and the Caribbean. As Marc Sidwell points out, while Mexico has 51 Fairtrade producers, Burundi has none, Ethiopia four and Rwanda just 10 – meaning that “Fairtrade pays to support relatively wealthy Mexican coffee farmers at the expense of poorer nations”.

Bei Amazon einkaufen und dreitehabee unterstützen!

Es gibt Websitebetreiber, die aufdringlich mit Werbung umgehen. Quietschbunte Banner überall, Pop-Ups, PayPal-Spendebuttons, Amazon-Wunschlisten, Werbung im Newsfeed, etc., etc. Davon halte ich nichts, daher verzichte ich auf meiner Website auf all das. Es gibt lediglich einen einzigen kontextsensitiven Werbebanner in der Seitenleiste, den ich zwar sichtbar, aber, so denke ich, keinesfalls störend positioniert habe.

Das Amazon PartnerNet gibt Websitebetreibern die Möglichkeit, für Links, die zu Amazon führen, Werbekosten erstattet zu bekommen. Jeder Link, den ich zu Amazon setze, wird dabei von Amazon als Werbung verstanden. Klickt ein Besucher oder eine Besucherin meiner Seite auf so einen Link und kauft in der gleichen Sitzung auch etwas ein, erhalte ich für diese “Vermittlung” einen kleinen Prozentbetrag des Warenwerts. Für gewöhnlich erhält man für ein Buch im Wert von 20 Euro etwa 1 Euro Werbekostenerstattung. Der Preis des Produkts bleibt dabei immer gleich, egal, ob man bei Amazon direkt einkauft oder über einen Link von meiner Seite.

Deshalb biete ich so einen Link auf der Startseite an. Und ich freue mich über jeden Klick samt Einkauf, der über diesen Link getätigt wird. Das dadurch verdiente Geld fließt direkt in meine Lesekassa bei Amazon! (Und wer zu faul ist, jetzt wieder die Startseite aufzurufen, kann auch hier klicken, um über den Partnerlink zu Amazon zu gelangen!)

Nachtrag 4.12.2010

Amazon hat seine AGB für das Partnerprogramm geändert und “droht” nun nicht benutzten Konten mit einer Verwaltungsgebühr von EUR 10,– im Jahr. Ich habe das Programm gekündigt.

George Lakoff über Obama

George Lakoff kritisiert die Sprache, mit der Barack Obama nicht mehr Ideen, sondern Politikdetails transportiert, und damit “die Leute nicht mehr erreicht.”

Die Konservativen haben einfach Jahrzehnte mehr Erfahrung, und sie haben herausgefunden wie Sprache funktioniert. Unser vermeintlich freies Denken wird durch diejenigen beeinflusst, die bewusst bestimmte Metaphern in die öffentliche Diskussion einführen. Und sie wieder und wieder verwenden, überall, jeden Tag, bis sich unsere Gedanken tatsächlich verändern. [...] Wenn es um die Krankenversicherung geht, listet [Obama] zwei Dutzend Gründe auf, warum sie sinnvoll ist. Aber sobald du eine Idee auf zwei Dutzend Gründe herunterbrichst, kann sie sich keiner mehr merken – und die Konservativen können jeden einzelnen Grund auseinander nehmen. Damit geht die Idee verloren.

Tumblr Backup

Das macht die Sache wieder interessant: Tumblr bietet ab sofort die Betaversion eines Backup-Programms für Tumblr-Blogs (vorläufig nur für Mac) an. Die Herangehensweise an die Aufgabe “Backup” ist, wie bislang immer bei Tumblr, vorbildlich:

Unlike other publishing sites’ approach to backups, our goal was to create a useful copy of your blog’s content that can be viewed on any computer, burned to a CD, or hosted as an archive of static HTML files.

Wherever possible, we use simple file formats. Our backup structure is optimized for Mac OS X’s Spotlight for searching and Quick Look for browsing, and we’ll try to use the same structure and achieve the same benefits on other platforms.

Datenschutz und Privatsphäre

Wer sich gegenüber Personen, die willkürliche Identitätsüberprüfungen, die praktisch flächendeckende Installation von Überwachungskameras, das Anlegen von Datenbanken und ihre Auswertung durch Data Mining und andere groß angelegte Maßnahmen zur Überwachung gutheißen, für Datenschutz und für den Schutz der Privatsphäre einsetzt, bekommt auf seine Kritik an übertriebener Überwachung häufig den Satz zu hören: “Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten!”

Neben sehr ausführlichen Statements zu dieser Formel, gibt es darauf auch einige clevere und markige Antworten, die die Aussage zwar rhetorisch, nicht jedoch in der Sache selbst umkehren: Datenschutz wird in ihnen lediglich als dem Verbergen von Verbotenem dienlich angesehen. Dazu dient er aber absolut nicht. Datenschutz und die Achtung der Privatsphäre sind nicht nur grundlegende Rechte, sie sind auch Notwendigkeiten, um einem Menschen mit Würde und Respekt begegnen zu können.

Zwei Sprichwörter beschreiben das Problem äußerst gut: Quis autem custodiat ipsos custodes? (“Aber wer bewacht die Wächter?”) empört sich der Satiriker Juvenal über den Sittenverfall unter den römischen Frauen, die sogar die von ihren Männern bestellten Wächter verführten. Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely (“Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut”) stellte John Emerich Edward Dalberg-Acton fest (Lord Actons Dictum).

Auch Kardinal Richelieu hat bewiesen, dass er den eigentlichen Wert von Überwachung verstanden hat: “Man gebe mir sechs Zeilen, geschrieben von dem redlichsten Menschen, und ich werde darin etwas finden, um ihn aufhängen zu lassen.” Beobachtet man jemanden lange genug, wird man etwas finden, um ihn festnehmen – oder zumindest erpressen – zu können. Datenschutz und Privatsphäre sind wichtige Konzepte, ohne die beiden sind dem Missbrauch durch Überwachung keine Grenzen gesetzt: Vom “Beobachten” über das “Sammeln von Daten für Marketingzwecke” bis hin zum Ausspionieren politischer Gegner sind die Grenzen fließend.

Der Datenschutz schützt uns vor der missbräuchlichen Verwendung von Aufzeichnungunen über unser Leben durch diejenigen, die an den Hebeln der Macht sitzen, vor allem und selbst, wenn wir während der Aufzeichnung gar nichts Verbotenes tun.

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Die Nerven liegen blank, wenn’s ums iPhone geht

Wie sehr Microsoft und seine Hardware-Vertragspartner ums Überleben am Markt für Mobiltelefone und mobile Datendienste kämpfen, war mir so nicht klar.

Der Tiefschlag kam ohne Ansage: “Dies ist eine Microsoft-Veranstaltung”, wies ein Manager einen Fachjournalisten barsch zurecht. “Hier haben Apple-Produkte nichts verloren.” Als in die Stille am Tisch [...] verlegene Lacher ob des Scherzes aufzukommen drohten, setzt er nach: “Das meine ich ernst.”

Das Vergehen: Der Journalist hatte beim Dinnertalk gewagt zu erwähnen, dass er noch nie ein so einfach zu bedienendes Telefon besessen habe wie sein iPhone. Und das auf der Vorstellung des Windows Betriebssystems Mobile 6.5. “Die Emotionalität hat mich überrascht”, sagt ein damals anwesender PR-Berater. “Es zeigt, dass die Nerven blank liegen.”

Die Nerven liegen blank, wenn’s ums iPhone geht

Wie sehr Microsoft und seine Hardware-Vertragspartner ums Überleben am Markt für Mobiltelefone und mobile Datendienste kämpfen, war mir so nicht klar.

Der Tiefschlag kam ohne Ansage: “Dies ist eine Microsoft-Veranstaltung”, wies ein Manager einen Fachjournalisten barsch zurecht. “Hier haben Apple-Produkte nichts verloren.” Als in die Stille am Tisch […] verlegene Lacher ob des Scherzes aufzukommen drohten, setzt er nach: “Das meine ich ernst.”

Das Vergehen: Der Journalist hatte beim Dinnertalk gewagt zu erwähnen, dass er noch nie ein so einfach zu bedienendes Telefon besessen habe wie sein iPhone. Und das auf der Vorstellung des Windows Betriebssystems Mobile 6.5. “Die Emotionalität hat mich überrascht”, sagt ein damals anwesender PR-Berater. “Es zeigt, dass die Nerven blank liegen.”

Thunderbird 3

Thunderbird 3. Tabs (statt Fenstern), eine rundum erneuerte Suche, eine fast vollautomatische Konfiguration aller E-Mail-Konten, endlich eine Archiv-Funktion (!), gruppierte Ordner, eine Dodelfunktion für Leute wie mich, die zwar über einen Anhang sprechen, ihn aber dann vergessen anzuhängen, und wie immer top Spam-/Phishing-Schutz und automatische Updates.

Langsam, sehr langsam wird’s ja was.

Wie man sich vor Google versteckt

Der Spiegel Online hat ein kleines Tutorial veröffentlicht, wie man sich vor Google verstecken kann. Die Sache ist nicht unbedeutend, denn mit der Einführung der personalisierten Suchergebnisse auch für nicht bei Google angemeldete Benutzer, die man nur durch ein Opt-Out deaktivieren kann, ist Google einen großen Schritt in Richtung noch mehr Vernachlässigung des Datenschutzes gegangen. Sehr interessant habe ich den Hinweis zu den Einstellungen für Flash-Cookies gefunden…

Ist Facebook eigentlich eine Sekte?

Gideon Böss stellt sich (“aus Prinzip!”) die Frage, ob Facebook nichts anderes als eine Web-Sekte ist und führt in seinem Artikel einige Argumente – darunter das Verbot menschlicher Regungen außer Zustimmung und Neutralität oder die elitäre Führungsschicht mit Visionen für eine bessere Welt – an. Besonders interessant ist aber sein Gedankenspiel, das den Harmonie-Terror auf den Einzelnen verdeutlichen soll:

Wenn Facebook sich nicht im Internet abspielen würde, sondern sich alle Beteiligten auf einem gigantischen Gelände treffen würde, hätte man es mit einem nicht auszuhaltenden gegenseitigen Anlächeln, auf die Schulter klopfen und Freunde vorstellen zu tun. Negative Gefühle wären verboten, wer weint oder schreit, müsste mit Sanktionen rechnen. Soweit darf man es nicht kommen lassen. Darum ist Wachsamkeit gegenüber Facebook gefragt. Man müsste eigentlich aussteigen aus dieser Sekte, um Schlimmeres zu verhindern. Aber das sagt sich so leicht.
Da ist was dran. Vielleicht hilft ein Ausstieg?

MD5 und SHA-Checksummen am Mac ermitteln

Wieder nur eine Erinnerung an mich selbst. Um die MD5-Checksumme zu ermitteln,

  1. Terminal starten.
  2. Eingabe openssl md5 [DATEINAME] und Enter.

Benötigt man den SHA-1-Hash, muss md5 mit sha1 vertauscht werden. Den Dateinamen braucht man nicht einzugeben, zieht man die Datei per Drag’n’Drop an die Stelle nach openssl md5, geht es genauso gut.

Bye-Bye, Facebook

Auf ausgestiegen.com kann man sich von sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVZ, MySpace, Xing und anderen verabschieden. Und nie wieder kommen.

Früher oder später, dachte man, wäre wohl jeder Mensch auf diesem Planeten über seine Profilseite anklickbar. Und während noch Pädagogen, Psychologen und Frank Schirrmacher mit seinem Buch Payback auf allen Kanälen vor den Gefahren des digitalen Zeitalters warnen, erklären es manche bereits, in der Stille ihres Privatlebens, für beendet.

Es sind aber nicht nur einzelne, die sich von diesen Netzen verabschieden, ganz im Gegenteil, es kommt zu großen Kohortenverschiebungen:

In Großbritannien ist dieses Jahr der Anteil der 15- bis 24-Jährigen an den Facebook-Nutzern insgesamt zum ersten Mal nicht mehr gestiegen, sondern leicht gesunken […]. In Amerika [sollen] trotz insgesamt weiterhin steigender Benutzerzahlen […] 20 Prozent weniger Schüler und Collegestudenten als noch im Jahr zuvor in Netzwerken tatsächlich aktiv gewesen sein. […] Für Jugendliche dürfte ein virtueller Treffpunkt spätestens dann out sein, wenn Mama und Papa einem dort mit einer Freundschaftsanfrage auflauern.

Und ein Punkt, der die Trennung bei Facebook ganz besonders schwer macht, ist lächerlich:

Klickt man bei den Kontoeinstellungen auf “Deaktivieren”, heißt es tränenschwer: “Deine 120 Freunde können dann nicht mehr mit dir in Kontakt bleiben.” Darunter erscheint eine Auswahl der Freunde mit Bild. “Thomas wird Dich vermissen”, blinkt es einen an. “Julia wird Dich vermissen”. Die Armen!

Wenn allerdings Thomas drei Zimmer weiter tagein, tagaus auf demselben Flur sitzt, könnte er auch einfach vier Schritte laufen, sollte er einen denn wirklich vermissen. Und Julia trifft man, wie vor Beginn der Netzwerk-Ära, alle zwei Jahre auf einer Party bei gemeinsamen Freunden.

Die Zitate stammen vom ZEIT ONLINE-Artikel “Soziale Netzwerke: Bye-Bye, Facebook“.