Ich habe mir vor vier Jahren das Garmin eTrex Vista HCx gekauft, da ich einerseits den Verlauf meines damaligen Aufenthalts in der Südsee aufzeichnen, andererseits meine dort gemachten Fotos mit Geotags ausstatten wollte. Da ich mich damals hauptsächlich auf Inseln befand, musste das Gerät wasserfest sein, was, zu meinem Erstaunen, damals bei nicht vielen GPS-Geräten der Fall war. Das eTrex Vista jedoch wurde explizit als wasserfest bezeichnet.
In verschiedenen Foren habe ich außerdem erfahren, dass das Gerät einen verhältnismäßig niedrigen Stromverbrauch hatte, was ebenso wichtig war, da es sich bei meinem Vorhaben meine Touren aufzuzeichnen nicht um Zeiträume von wenigen Stunden handelte, sondern um mehrere Tage, wenn nicht Wochen, in denen das Gerät leistungsbereit sein musste.
Die Anfänge: Passives Tracking
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Der Einstieg in den Umgang mit dem GPS-Gerät war ein Sprung ins kalte Wasser, da ich es nur wenige Tage vor meiner Reise in den Südpazifik gekauft und mich davor überhaupt nicht mit der Funktionsweise von GPS-Geräten befasst habe. Es gelang mir dennoch, das Gerät so zu konfigurieren, dass ich meine Route, die mehrere tausend Quadratkilometer umfasste, aufzeichnen und letztlich in Google Earth darstellen konnte.
Damals hatte ich keine Ahnung, dass das Abspeichern einer Trackaufzeichnung alle Zeit- und Höhenangaben löschen würde. Ich hatte keine Ahnung, warum ich mit dem GPS-Gerät in der Hand im Meer stehend auf 30m Seehöhe war und ich wusste auch nicht, wieso ich jedesmal bis zu 15 Minuten warten musste, wenn das Gerät meine Position zu bestimmen versuchte. All diese Probleme konnte ich jedoch in den Folgemonaten und -jahren lösen und ja, ich hätte mir viel Vorgehen nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip erspart, wenn ich das Handbuch gleich gelesen hätte. (Zu meiner Verteidigung: Es war nur als PDF online abrufbar.)
Routing, Tracks und Wandermap
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Nach der großen Reise änderte sich meine Art der Benutzung des Geräts. Ich verwendete es nicht mehr passiv als Tracking-Device, sondern aktiv als Routenbestimmungs- und Navigationsgerät. Das war zwar erst durch den Erwerb einer detaillierten Karte möglich, doch erschloss sich mir damit eine neue Welt der Navigation. Routing, also das automatisierte Verbinden zweier Wegpunkte unter Berücksichtigung von Straßen und Wegen, war eine große Erleichterung. Korrekte Höhenangaben und ein wesentlich detaillierteres Bild der Umgebung gehörten ebenso dazu.
Ich habe meine Routen bei Wandermap hochgeladen und mir von dort auch Touren auf das Gerät geladen. Ebenso begann ich, eigene Routen mithilfe von Garmin BaseCamp zu setzen, was nicht nur weitaus mehr Spaß machte, sondern Fehler und Ungenauigkeiten insofern ausmerzte, als ich sie alle zu Fuß abarbeiten musste. Die nächste Tour habe ich dann umso genauer geplant.
Die Lösung der Frage nach Seehöhe Null
Was mich irritierte und womit ich bei jedem Urlaub, der ans Meer führte, wieder und wieder konfrontiert wurde, war die Anzeige der Seehöhe. War ich in einem Gebiet unterwegs, das von der detaillierten Österreichkarte abgedeckt war, so konnte ich mich auf die Höhenangaben verlassen, warum jedoch war ich immer zwischen 30m und 170m über oder unter dem Meeresspiegel, wenn ich mich an einem Strand befand?
Nein, mein Gerät war nicht falsch konfiguriert und nein, es waren weder Ebbe noch Flut noch die verschiedenen Bezugssysteme der Kartenmessung an den Abweichungen schuld. Obwohl es Unterschiede in den Höhenangaben aufgrund der unterschiedlichen Nullpunkte gibt – österreichische Karten gehen vom mittleren Pegelstand der Adria am Molo Sartorio von Triest aus – liegen die Abweichungswerte keinesfalls bei 30-170m, sondern nur bei einigen wenigen Zentimetern.
Des Rätsels Lösung ist unsere falsche Vorstellung von der Form und der Gravitation der Erde. Sie ist weder Kugel noch Ellipsoid und die Gravitation ist nicht an allen Stellen gleich; die Erde ist ein Geoid mit unterschiedlich starkem Gravitationsfeld und sieht aus wie eine Kartoffel (siehe Bild oben). Die Abweichungen der GPS-Höhenangaben kann man daraus ableiten, dass die Koordination von einem als Kugel konzipierten Erdmodell aus berechnet werden.
Mangel: Verarbeitung der Ummantelung

Bei all dem Lob über das Gerät und die mit seiner Anwendung verbundene Erweiterung des Wissens gibt es doch einen Mangel, der hier genannt werden muss: die Verarbeitung der Plastikummantelung.
Die Vorder- und Rückseite des Geräts besteht aus Hartplastik, das auf den Seiten von einem Plastikmantel umgeben ist. Diese Plastikummantelung ist an die beiden Hartplastikteile geklebt und löst sich bei direkter Sonneneinstrahlung, hohen Temperaturen oder hoher Luftfeuchtigkeit davon ab. Das sollte bei einem Gerät, das explizit für den Outdoorbereich konzipiert wurde, nicht passieren.
Sichtbar wurde dieser Mangel bereits nach meiner oben erwähnten Reise im Südpazifik, also nur wenige Wochen nach dem Kauf. Abzulösen begann sich das Gummiband mehr und mehr als ich das GPS-Gerät auf immer höhere Berge mitnahm und es dadurch auch immer intensiverer Sonneneinstrahlung ausgesetzt war. Während meines letzten Urlaubs am Meer hatte ich bereits Sorgen ob der Wasserfestigkeit des Geräts, schließlich zeichnete ich damit hauptsächlich Bootstouren und Routen, die ich mit dem Kayak fuhr, auf. Beides ist mit zumindest Spritzwasser verbunden. Außerdem sammelte sich Schmutz, vor allem Sand, in dem von Klebstoff verschmierten Bereich zwischen Hartplastikhülle und Ummantelung.
Resümee
Das Garmin eTrex Vista HCx hat sich vier Jahre lang funktional hervorragend bewährt und mir zu Land und zu Wasser gute Ergebnisse geliefert. Nach vier Jahren intensiver Benutzung wartet das Gerät lediglich mit einem einzigen Mangel auf: Die seitliche Ummantelung des Geräts löst sich von seiner Hartplastikhülle an manchen Stellen ab; aufgrund dessen benutze ich es so, als ob es nicht wasserfest wäre.
Das Gerät ist handlich und hat keine hervorstehenden Teile. Die Empfangsstärke des Geräts ist stark genug, um es während einer Bewegung in der Tasche oder im Rucksack aufzubewahren. In Kombination mit einer MicroSD-Karte kann es mehrere Wochen lang Tracks aufzeichnen, sofern man das Häkchen hierfür richtig setzt, wodurch es sich gut für Geotagging eignet.
Warum aber schreibe ich jetzt, vier Jahre später, einen Erfahrungsbericht? Zu meinem Erstaunen wird das eTrex Vista HCx noch immer zum Verkauf angeboten und von einigen auf verschiedene Bereiche spezialisierten Shops (Mountainbiking, Trekking, etc.) als eines der Top-Modelle geführt. Der Bewertung dieser Shops kann ich zustimmen. Bis auf den Mangel mit der Verarbeitung der Ummantelung ist das Garmin eTrex Vista HCx ein auch heute noch sehr gutes Gerät, das die Investition durch seine Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten bei einem dazu verhältnismäßig niedrigen Preis rechtfertigt.





















Der erste Rundgang führte uns durch das chinesische Viertel (“Chinatown Walking Tour”), der zweite durch das Palastviertel (“Ko Ratanakosin Walking Tour”), wobei wir einige Abstriche bei beiden Touren machten, da uns beide weniger die Zwischenstopps interessierten, die uns Kultur und Leben der Großstadt Bangkok näherbringen wollten, sondern eher die, bei denen dieser Effekt unvermeidbar war: Fast alles, wo Eintritte zu bezahlen waren und Führungen angeboten wurden, haben wir aus den Routen entfernt; im Ia Sae-Café hingegen, das scheinbar nur selten gefunden wird (womöglich, weil die Beschriftung ausschließlich in Thai vorliegt?) und eines der ältesten Kaffeehäuser Bangkoks ist, verbrachten wir lange Zeit, ebenso in den am Fluss gelegenen, von intensiven Gerüchen gezeichneten Vierteln der Route. Erst dort, wo man kaum mehr Englisch spricht, entdeckt man vermutlich die Essenz dessen, was so eine Stadt ausmacht. Oder würde ein Wiener tatsächlich das Würstel im Sacher als für Wien repräsentativ erachten? Wohl nicht!

Wir haben einen Nachmittag und eine Nacht in Trat verbracht, bevor wir am nächsten Tag mit dem Taxi nach Laem Ngop gefahren sind und von dort die Fähre nach Koh Chang genommen haben. Die geschäftstüchtige Besitzerin des “Residang Guest House” – es gibt günstigere und gleichwertige Bleiben, wenn man nur ein wenig sucht – hat uns angeboten, sowohl das Taxi nach Laem Ngop wie auch die Tickets für die Fähre zu arrangieren.
Für das Taxi blättert man einen schönen Betrag in Baht hin, da Laem Ngop weiter von Trat weg ist als man glaubt. Zum Glück konnten wir uns das Taxi mit zwei Engländerinnen, eine davon mit Dengue-Fieber (!), teilen – das hat übrigens die geschäftstüchtigte Besitzerin des “Residang Guest House” eingefädelt. Einen “Fehler” haben wir trotzdem gemacht: Wir haben sowohl ein Tour- als auch ein Retourticket für die Fähre gekauft, wovon wir letzteres, wie sich erst eine Woche später herausstellen sollte, nie mehr brauchen würden, da man auf Koh Chang bessere Pauschalangebote für die Rückreise nach Bangkok bekommen kann, in denen die Fährkosten bereits inkludiert sind.
Etwa zwei Kilometer außerhalb der Stadt Ayuthaya gibt es einen Elefantenhort (Kraal), der vor einigen Jahren aufgesetzt wurde und seitdem, so zumindest die Berichte, eine Vorbildfunktion für die korrekte Haltung von Elefanten in Thailand darstellt. Um die finanziellen Bürden der artgerechten Haltung der Tiere abzufangen, gibt es mehrere Bereiche, in denen die Elefanten zur Arbeit gebraucht werden.