Google Reader Redesign

Das auf dem Erscheinungsbild von Google+ basierende Redesign von Google Reader war eine ganz, ganz schlechte Entscheidung.

G+ is an experience built around browsing (similar to Facebook) and socializing. Taking the UI paradigm for G+ and mashing it onto Reader without any apparent regard for the underlying function is awful and it shows.

Drupal Gardens

Während einer Diskussion der zwei CMS-Größen Matt Mullenweg (WordPress) und Dries Buytaert (Drupal) zum Thema Open Source habe ich von einem Service erfahren, der mir bis dahin unbekannt war: Drupal Gardens.

Logo: Drupal GardensDrupal Gardens ist das auf Drupal basierende Äquivalent zu WordPress.com, dem Service, auf dem dreitehabee momentan läuft. Drupal Gardens und die darauf installierten Sites werden von der jeweils neuesten Version des CMS Drupal betrieben und können auf Wunsch zu 100% exportiert werden. Damit ist gemeint, dass nicht nur die Inhalte (Texte und Medien), sondern auch persönliche Anpassungen (Customizations) und andere Änderungen exportiert werden.

Was mir an Drupal Gardens extrem gut gefällt, ist die Skalierbarkeit des Systems, das eher an ein Hosting erinnernde Preisschema, die Abwesenheit von Werbung (abgesehen vom “Powered by Drupal Gardens”-Button) und der Verzicht, Standardfunktionen nur gegen Bezahlung zugänglich zu machen – alles Probleme, die es bei WordPress.com gibt.

iCloud: Maximale Accountanzahl erreicht

iCloud: Maximale Accountanzahl erreicht

Das fängt ja gut an: Nach insgesamt 1,6GB Update-Downloads lässt mich Apples iCloud nicht anmelden. Anscheinend ist meine schon so oft gebrauchte Apple-ID plötzlich nicht mehr gültig (“Apple-ID oder Kennwort sind unbekannt”) und ich habe meine “Maximale Accountanzahl erreicht”, weshalb ich “für dieses Gerät keine Apple-ID mehr erstellen” kann.

Update 13.10.2011, 09:30 Uhr.

Das Problem scheint weit mehr als nur ein paar Personen zu betreffen. Die englischen Supportforen zum Thema sind voll. Hier die relevante Google-Suche.

Update 13.10.2011, 10:45 Uhr: Lösung des Problems

Ich habe mir auf einem anderen Rechner (einem MacBook Pro, das nicht mir gehört) ein Benutzerkonto erstellt und mich dort für iCloud in dem oben abgebildeten Fenster – problemlos! – anmelden können. Sobald ich auf dem fremden Rechner angemeldet war, konnte ich mich auch auf meinem Mac ohne Fehlermeldungen anmelden.

FF-Ligatur in Firefox 7.0.1

FF-Ligatur in Firefox 7.0.1

Ist das schon jemandem aufgefallen? In Firefox 7.0.1 werden ff-, fi-, fl- und Kombinationen als Ligaturen dargestellt. Der Kaffee in “Guter Kaffee in Wien” sieht also auch gut aus!

(Im Bild habe ich Chrome 14.0.835.202 links und Firefox 7.0.1 rechts dargestellt…)

Semantische Vollbremsung

Wer sich an meine Ausführungen zu dem Seminaren inhärenten Problem erinnert, dem wird die heutige Episode – eine “semantische Vollbremsung” – nur als Abwandlung eines bereits bekannten Prinzips erscheinen. Auch diesmal wird die Möglichkeit etwas mitzuteilen durch eine anfangs scheinbar unbedeutende Formulierung eingeschränkt. Die Einschränkung steht diesmal jedoch in völligem Gegensatz zum Zweck und wirkt sich folgenreich auf den weiteren (Diskussions-) Verlauf aus.

In einem Konzept, dessen Ziel die breite Einbindung so vieler User wie möglich in eine fruchtbare Diskussion zu bestimmten Themen ist, wurde vorgeschlagen, die jeweils erste Reaktionsebene auf ein Statement in einem Onlineforum verpflichtend mit einem bestimmten Satzanfang beginnen zu lassen, um zum Thema nicht relevante Threads gar nicht erst aufkommen zu lassen. Mit anderen Worten: Irgendwer schreibt einen Beitrag im Forum und alle, die direkt darauf Bezug nehmen, müssen ihren Kommentar mit einem der beiden Satzteile beginnen:

  • Ich finde [Bezug auf den Beitrag], weil…
  • Ich finde [Bezug auf den Beitrag] nicht, weil…

Diese Einschränkung wird den Diskussionsteilnehmern im Sinne der Regeltransparenz klar und deutlich mitgeteilt, danach, also in der nächsten Ebene, können sie jedoch nach Herzenslust schreiben. Im Ganzen gesehen sieht ein Diskussionsverlauf mit einer ersten Reaktionsebene und dem weiteren Diskussionsverlauf dann in etwa so aus:

  • Statement (Themenvorgabe: Ebene 0)
    • Ich finde [Bezug auf den Beitrag], weil… (Reaktion: Ebene 1)
      • Weitere Diskussion (Ebene 2)
    • Ich finde [Bezug auf den Beitrag] nicht, weil… (Reaktion: Ebene 1)
      • Weitere Diskussion (Ebene 2)

Nun stellt sich mir die Frage, ob eine Diskussion zum Thema in Bezug auf einen Kommentar der Ebene 1 überhaupt möglich ist. Oder anders: Kann man ein Statement unter Berücksichtigung einer persönlichen Meinung, die durch das “Ich finde…” erzwungen wird, überhaupt noch diskutieren oder wird eine sachliche Diskussion durch das Vorbringen der persönlichen Meinung im Keim erstickt? (Noch weiter gefragt: Macht es Sinn, als solche deklarierte persönliche Meinungen zu kommentieren?)

Meine Meinung ist, dass ein Kommentar, der verpflichtend mit den oben angeführten Satzanfängen beginnt, eine semantische Vollbremsung für jegliche Diskussion darstellt, da sich die Diskussion auf jeden Fall nicht mehr nur um das Statement drehen, sondern die Meinung eines Kommentierenden der Ebene 1 teilweise oder gänzlich zum Inhalt haben wird. Was also passieren wird, ist genau das Gegenteil des Ziels dieser sprachlichen Vorgabe. Die Diskussion wird sich eher weiter vom Thema entfernen!

Wenn also so viele User wie möglich in eine fruchtbare und sachliche Diskussion eingebunden werden sollen, dann wäre es ratsam, diese sprachliche Vorgabe auszulassen, damit nicht schon die ersten paar Worte den weiteren Verlauf der Diskussion bestimmen.

Dennoch würde es mich interessieren, Gegenbeispiele kommentiert oder zugeschickt bekommen, die beweisen, dass eine sachliche Diskussion möglich ist, auch nachdem die erste (Reaktions-) Ebene mit diesem Satzanfang auch inhaltlich in eine Schablone gepresst wurde. Nur zu!

Abmelden bei Facebook unmöglich?

You can checkout any time you like, but you can never leave…
The Eagles – Hotel California

Was man in den letzten drei Tagen über Facebook gelesen hat, macht das soziale Netzwerk in der Tat “scary”. Am Samstag veröffentlicht David Winer einen Artikel “Facebook is scaring me“, in dem er darauf hinweist, dass mit der Neuversion des Netzwerks (“Chroniken”) auch Tätigkeiten eines Benutzers auf der Timeline geteilt werden, selbst wenn sie oder er diese nicht explizit zum Teilen freigibt.

Something like: “Bull Mancuso just read a tutorial explaining how to kill a member of another crime family.” Bull didn’t comment. He didn’t press a Like button. He just visited a web page. And an announcement was made on his behalf to everyone who follows him on Facebook. Not just his friends, because now they have subscribers, who can be total strangers.

Winer schlägt vor, sich von Facebook abzumelden, um dieses “Feature” zu umgehen. Doch genau das, so Nik Cubrilovic am darauffolgenden Tag, ist eigentlich nicht möglich, da selbst abgemeldete Benutzer von Facebook weiterhin getrackt werden.

Logging out of Facebook only de-authorizes your browser from the web application, a number of cookies (including your account number) are still sent along to all requests to facebook.com. Even if you are logged out, Facebook still knows and can track every page you visit. The only solution is to delete every Facebook cookie in your browser, or to use a separate browser for Facebook interactions.

Und heute, Montag, gibt es bereits ein Statement von Facebook im Wall Street Journal dazu.

Facebook acknowledges that it gets that data but says it deletes it right away. The company says the data is sent because of the way the “Like” button system is set up; any cookies that are associated with Facebook.com will automatically get sent when you view a “Like” button. … So why does Facebook keep cookies after you log out in the first place? Bejar said that it’s to prevent spam and phishing attacks and to help keep users from having to go through extra authentication steps every time they log in.

Wie hilfreich doch Spam sein kann.

Posterous Spaces

Nicht schlecht, was Posterous hier aufgezogen hat. Während Tumblr scheinbar unbeirrt den Weg einer Micro-Blogging-Engine geht, hat sich Posterous (endlich!) zu einer Änderung entschlossen: Der Service vermischt nun die Vorteile des Microbloggings mit denen von statusbasierenden Diensten wie Facebook oder Google+. Bei Posterous nennt man das “Spaces”.

Googles Kundenservice

John Grubers passende Antwort für alle, die Googles Kundenservice schon einmal telefonisch erreichen wollten und feststellen mussten, dass das gar nicht geht:

Why do people complain that Google doesn’t offer customer support via the phone? Of course they do. For their actual customers: advertisers.

RSS vernünftig nutzen

Der erste Satz sagt schon alles.

RSS is a great tool that’s very easy to misuse. And if you’re subscribing to any feeds that post more than about 10 items per day, you’re probably misusing it. I don’t mean that you’re using it in a way it wasn’t intended — rather, you’re using it in a way that’s not good for you.

Finde den Unterschied!

Heute wurde ich von Facebook mit einem “Walk-through” zu den neuen Datenschutz- und Filterfunktionen begrüßt. Damit hat Facebook endgültig die meisten Funktionen von Google+ übernommen. Egal, wie man zu den beiden steht, es ist auf jeden Fall spannend zu beobachten, wie sich der Wettkampf der beiden Web-Supermächte entwickeln wird.

Das Eingabefeld auf Google+:

Eingabefeld auf Google+

Und das Eingabefeld auf Facebook:

Eingabefeld auf Facebook

Finde den Unterschied!

Wieso gewann WordPress?

Nicht uninteressant, welche Gründe hier als für den Triumph von WordPress über Movable Type verantwortlich genannt werden. (Und in der Tat, ich habe diese massive Welle an “Switches” genau so wahrgenommen, wie es Automattic eingeplant hatte…)

Automattic would extend whatever services it could, at no expense to the customer, getting them to switch. They would give away hosting services. They would freely dedicate engineers to the task of migrating customers’ data from one system to another. They would do whatever it took to move people to WordPress. … And once a migration was complete they did the single most important thing: they blogged the hell out of it. They made the story about how another customer switched from Movable Type or Type Pad to WordPress.

Tumblrs Spam-Konten nehmen überhand

Nach wie vor habe ich meine Beiträge (auch) bei Tumblr gespeichert, um gegebenenfalls jederzeit wieder wechseln zu können ;-) Was mich allerdings immer mehr stört und wogegen Tumblr scheinbar auch nichts unternimmt, ist das immer größer werdende Problem von Spam-Konten, die sich auf den verschiedenen Domains (oder Subdomains) die Backlinks für ihre jeweiligen Online-Machenschaften holen. So sieht zum Beispiel meine Übersicht momentan aus:

Spam-Konten auf Tumblr

Die Hälfte davon verweist auf pornografischen Content, die andere Hälfte auf Hilfsmittel, um in der ersten Hälfte standzuhalten. Abschalten oder Entfernen kann ich diese Links nicht (das Anzeigen auf meiner Übersicht jedoch schon).

Solche Ansichten wie die hier abgebildete waren früher eine Seltenheit. Nunmehr sehe ich solche Ansammlungen von Spam nicht mehr nur täglich, sondern alle 6-8 Stunden! Und langsam wird es mir zu blöd, mehrmals täglich bei Tumblr aufräumen zu müssen.

Digitaler Analphabetismus: CMD+F

Es ist schon erstaunlich, aber die meisten Menschen wissen nicht über die Tastenkombination CMD+F (bzw. STRG+F auf Windows) bescheid. Das bedeutet im Klartext, dass sie Wörter in Dokumenten selbst suchen anstatt den Computer suchen zu lassen. Umgekehrt bedeutet das auch, dass sie nicht innerhalb weniger Sekunden wissen, ob eine Website das gesuchte Stichwort enthält oder nicht.

90 percent of the US Internet population does not know that. … I can’t tell you how many hours I’ve sat in somebody’s house as they’ve read through a long document trying to find the result they’re looking for. At the end I’ll say to them, ‘Let me show one little trick here,’ and very often people will say, ‘I can’t believe I’ve been wasting my life!’

Zwickmühle Werbung auf WordPress.com

Ich akzeptiere, dass ich bei WordPress.com für aber auch jeden Zusatz (Videouploads, Musikuploads undSpeichererweiterung, Domain-Mapping, CSS und Schriftarten) zahlen muss. Dass aber damit die Werbung, die WordPress.com ab und an auch hier auf dreitehabee einblendet, nicht automatisch auch ausgeblendet wird, nein ganz im Gegenteil, ich für das Deaktivieren der Werbung auch noch bezahlen muss, das ist lächerlich und ärgerlich!

WordPress.com-Policy sollte sein: Wer auch nur das geringste Upgrade (zB Domain-Mapping) bezahlt, bei dem wird auch keine Werbung eingeblendet.

Kinderfotos auf Facebook

Die Futurezone berichtet über die rechtlich gar nicht so einwandfreie Praktik des Hochladens von Kinderfotos auf Facebook. Und ja, ihr Mütter und Väter da draußen: Auch wenn sie noch so süß sind, uns interessieren eure Kinder nicht!

Besonders beliebt scheint bei jungen Müttern zu sein, an ihrer selbst statt Aufnahmen ihrer Babys als Profilfoto zu wählen. Nicht selten werden die Schnappschüsse auch mit den entsprechenden Namen der Kinder markiert – und schwups sind die Minderjährigen, die Facebook gar nicht nutzen dürfen (…), in dem Online-Netzwerk vermerkt.

Verdienst nur durch Beteiligungskapital?

Ein kleiner Nachsatz zum Artikel über Marco Arments Verweigerung, für Instapaper Beteiligungskapital entgegenzunehmen, der auf das generelle Problem nahezu aller Web 2.0-Services hinweist. (Gefunden auf Marcos Seite).

And therein lies the real problem of web 2.0 — whether it takes the form of SEO-driven “news” or crowd-sourced accommodation. To make money — real money — at this game you have to attract millions, or tens of millions, of users. And when you’re dealing with those kinds of numbers, it’s literally impossible not to treat your users as pieces of data. It’s ironic, but depressingly unsurprising, that web 2.0 is using faux socialization and democratization to create a world where everyone is reduced to a number on a spreadsheet.

Instapaper verweigert sich Beteiligungskapital

Gerade eben lese ich, dass sich Instapaper, ein Service, mit dem man Websites zum späteren Lesen abspeichern kann, einer Beteiligung durch Sponsoren verweigert hat. Marco Ament, der nicht nur Instapaper (und das Später-Lesen) erfunden hat, sondern auch an der Gründung von Tumblr beteiligt war, geht seinen eigenen Weg und verzichtet bewusst auf Fremdbeträge in Millionenhöhe. Gut so!

Instapaper is in the very fortunate position of not needing venture capital to achieve its foreseeable goals, and business is doing better than ever. I’ve always hired help the old-fashioned way — by paying people with part of the money I make — and it’s working great so far. I love keeping the company lean, simple, and efficient. But most competitors, new and old, have chosen to seek funding, either out of necessity or to achieve different goals.

proust.com

Wie lernt man einander kennen? Durch Fragen. Und das ist die Idee hinter proust.com. Das Tagebuch/Soziale Netzwerk/Blog-Dingsbums stellt Fragen, die man beantworten und an seine Familie und Freunde weiterleiten kann. Mit der Zeit erfährt man immer mehr über einander und lernt sich vielleicht besser kennen.

Die Seite ist gut umgesetzt und die Idee hervorragend, von Facebook, Google+ und anderen “sozialen” Diensten jedoch demotiviert, vertraue ich dem Schutz und der Vertraulichkeit meiner Daten auch dort nicht.

Update 4.1.2012: proust.com wird eingestellt. Wer hätte denn das gedacht?!

Wer besitzt seine Online-Identität?

Marco Arment über die Notwendigkeit, die eigene Online-Identität tatsächlich zu besitzen. Damit ist auch etwas gemeint, das ich so noch nicht betrachtet habe:

If you care about your online presence, you must own it. I do, and that’s why my email address has always been at my own domain, not the domain of any employer or webmail service. … You might think your @gmail.com address will be fine indefinitely, but if I used a webmail address from the best webmail provider at the time I broke away from my university address and formed my own identity, it would have ended in @hotmail.com. And that wasn’t very long ago.

Vor allem für eine eigene E-Mail-Domain plädiert auch John Jonas, dessen Gmail-Adresse Opfer eines Hackers wurde…

Das Verständnis von Circles in Google+

Dhanji Prasanna über die grundlegenden Überlegungen zu Google+. Der Einblick in den Entwicklungsprozess zeigt, wie das Verständnis eines Konzepts das Projektdesign beeinflussen und sich noch viel später insofern auswirken kann, als es nicht oder nur noch mit sehr großem Aufwand abzuändern ist.

What I am saying … is that these two products are not playing on an even field. Like Microsoft and online Office, it is incredibly difficult for facebook to make fundamental changes to their product suite to answer competitive threats. It is for this reason I feel that Google+ has a genuine shot at dethroning facebook.

Tumblr hat ein Spam-Problem

Tumblrs Spam-Problem ist weitaus größer als ich mir das anfangs vorgestellt habe. Die Plattform wird – leider! – systematisch benutzt, um Linksammlungen für kommerzielle Websites zu generieren, wobei die Spammer dabei nichts tun, was Tumblrs Nutzungsbedingungen direkt widersprechen würde. Das übliche vorgehen dabei ist folgendes:

  1. Ein Spammer meldet sich mit einem wenig aussagekräftigen Namen bei Tumblr an.
  2. Er startet ein Tumblelog auf der Tumblr-Subdomain “spaminhalt.tumblr.com”.
Von nun an gibt es zwei Möglichkeiten, wie der Spammer vorgehen kann:
  • Der Spammer verknüpft seinen Tumblelog mit einer Domain, sodass alle Aufrufe von “spaminhalt.tumblr.com” direkt zur Hauptdomain “spaminhalt.com” weitergeleitet werden. Tumblr überprüft nicht, ob eine benutzerdefinierte Domain auch tatsächlich auf Tumblrs Server verweist, leitet aber die Subdomain-Adressen sofort weiter. Mit dieser Methode kann ein Spammer mit anderen Benutzern auf Tumblr interagieren, sobald aber irgendwer auf die Protokolleinträge (Notes, Likes, etc.) klickt, wird er auf die Spam-Hauptdomain weitergeleitet.
  • Die zweite Möglichkeit liegt darin, das Tumblr-Theme zu verändern. Tumblr gestattet es jedem User, sein Theme nach Herzenslaune zu verändern. Das bedeutet aber auch, dass Tumblr keinen Spammer aufhält, der in sein Theme eine Weiterleitung auf eine andere Website – zum Beispiel “spaminhalt.com” – einfügt.

Nicht nur mir kommt es so vor, es gibt auch Meldungen anderer User über diese Spam und Spam-Accounts bei Tumblr.

Ich bin schon gespannt wie Tumblr damit umgehen wird, denn das Feedback der Userinnen und User ist nicht nur negativ, sondern resignierend, schließlich gibt es bei Tumblr keinerlei Möglichkeit anders miteinander zu kommunizieren als über die von Tumblr angebotenen Wege (Like und Reblog). Und die sind mit Werbung und Spamkonten zugemüllt.

Sichere Passwörter: früher oder genügend später?

Die Gibson Research Corporation hat einen Rechner online gestellt, mit dem man nicht die Komplexität eines Passworts (“Password Strength”) herausfinden kann, sondern den Grad der Schwierigkeit, es zu erraten. Experimentiert man dort ein wenig herum, bestätigt sich, dass das Passwort “this is fun” schwieriger zu erraten ist als “J4fS<2“.

Every password you use can be thought of as a needle hiding in a haystack. After all searches of common passwords and dictionaries have failed, an attacker must resort to a “brute force” search – ultimately trying every possible combination of letters, numbers and then symbols until the combination you chose, is discovered.

If every possible password is tried, sooner or later yours will be found.
The question is: Will that be too soon… or enough later?

Just write-Oberfläche

Screenshot der Just Write-Oberfläche von WordPress

Kann die Benutzeroberfläche eines Programms Einfluss auf die Art und die Qualität von Artikeln nehmen? Ich denke, dass die Oberflächen verschiedener Content Management Systeme und Blogservices sehr wohl großen Einfluss auf die meisten der damit veröffentlichten Artikel nehmen. Wenn auch nicht überprüft, so vermute ich sehr, dass die Oberfläche von Tumblr sehr zur Verlinkung und zur Kopie einlädt, die Oberfläche von Blogger zum klassischen Titel-Text-Blogeintrag, das Interface von Textpattern zu längeren Artikeln, etc. – darüber habe ich immer wieder geschrieben, eine nicht auf Vermutungen basierende Antwort auf diese Frage hat aber, soweit ich weiß, bislang noch niemand gefunden.

Umso interessanter wird es, die Auswirkungen der neuen ”Just write”-Oberfläche von WordPress zu beobachten, die das hässliche WordPress endlich von all den Buttons und Eingabefeldern befreit – sofern man den richtigen Button anklickt.

Jesse Stays Wechsel zu Blogger

Jesse Stay erklärt, warum er (als Entwickler) zu Blogger gewechselt ist und warum er dort bleiben will. In den Kommentaren zum Artikel herrscht verwundertes Kopfschütteln. So auch bei mir.

Eine Plattform, die es mir nicht ermöglicht, meine URL ohne vorangestelltes www zu führen, ist nicht ausgereift. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs voller Gründe dagegen. Trotzdem bin ich schon auf das Follow-Up gespannt, in dem er erklärt, wie er seine Artikel von einem selbst gehosteten WordPress nach Blogger importiert hat.

Twitter von Bots infiltriert?

Twitter und andere soziale Netzwerke werden von Programmen infiltriert, die sich als Menschen ausgeben, Freundschaften schließen und systematisch bestimmte Meinungen verbreiten. Können solche “social bots” soziale Bewegungen beeinflussen?

JamesMTitus was manufactured by cyber-security specialists in New Zealand participating in a two-week social-engineering experiment organized by the Web Ecology Project. [...] The group invited three teams to program “social bots”—fake identities—that could mimic human conversation on Twitter, and then picked 500 real users on the social network, the core of whom shared a fondness for cats. The Kiwis armed JamesMTitus with a database of generic responses (“Oh, that’s very interesting, tell me more about that”) and designed it to systematically test parts of the network for what tweets generated the most responses, and then to talk to the most responsive people.