Noch mehr Referrer-Space bei Dropbox!

Der 1. April ist vorbei, daher ist dieser Blogeintrag von Dropbox für alle, die den Service (weiter-) empfehlen eine gute Nachricht. Dropbox Referrer-Links generieren ab sofort (und rückwirkend!) 500MB statt bisher 250MB!

How much space is that, exactly? For every friend you invite that installs Dropbox, you’ll both get 500 MB of free space. If you’ve got a free account, you can invite up to 32 people for a whopping total of 16 GB of extra space. Pro accounts now earn 1 GB per referral, for a total of 32 GB of extra space. Have you already invited a bunch of people? Don’t worry. Within a few days, you’ll get full credit for every referral that’s already been completed. Boom!

Wer also Dropbox noch nicht installiert hat, lege los! Und in der Tat, ich kann den Service wärmstens empfehlen!

Aktualisierungen am 1. April 2012*

* Frage: Hä? Antwort: Diese zuvor veröffentlichten Beiträge wurden in den letzten 24 Stunden aktualisiert. Hier eine Liste aller Aktualisierungen bisher.

SuperDuper! oder Carbon Copy Cloner

Heute, am World Backup Day, ist neben dem obligatorischen Hinweis auf meinen aktualisierten Artikel “Wie vernünftige Mac-User sichere Backups erstellen” vielleicht folgender Hinweis für die Entscheidung zwischen SuperDuper! oder Carbon Copy Cloner nützlich.

  • Macintosh HD: Benutzt werden 218.268.549.120 Byte (das sind etwa 218,27 GB).
  • SuperDuper!: Benutzt werden 212.136.792.064 Byte (das sind etwa 212,14 GB).
  • Carbon Copy Cloner: Benutzt werden 214.605.087.528 Byte (das sind etwa 214,61 GB).

Was sehen wir? Eine Differenz von 2.468.295.464 Byte, das sind 2,47 GB der Backup-Programme zueinander und 5,86 GB (SuperDuper!) bzw. 3,66 GB (Carbon Copy Cloner) zur Festplatte…

Vorratsdatenspeicherung in Österreich

Ab 1. April werden alle Kommunikationsdaten (aber keine Inhalte) von Telefon (Handy und Festnetz), E-Mail und Internet samt Name und Adresse des Benutzers, seiner Telefonnummer, den Standortdaten (seines Handys) und die IP-Adresse für 6 Monate gespeichert. Was genau gespeichert wird, zeigt der Standard auf. Wieso das ein Problem ist und mit der Speicherung von Verbindungsdaten auch auf Inhalte zurückgeschlossen werden kann, hat der Chaos Computer Club in einer Stellungnahme bereits 2009 aufgezeigt.

“Wie erwartet” im Kaffee-Netz

Wer mitverfolgen möchte, wie sich Juroren und Kandidaten der österreichischen Baristameisterschaften noch Wochen nach der Siegerehrung in die Haare geraten, sollte sich den Thread “Österreichische Baristameisterschaften 2012” im Kaffee-Netz zu Gemüte führen. Der Stein des Anstoßes ist ein “wie erwartet” in einem Forumsbeitrag:

Im Finale der Baristameisterschaft konnte Goran Huber – trotz einer am Schluß nicht ganz überzeugenden Performance – wie erwartet den ersten Platz erringen.

Beitrag Nr. 2147483647

Leserinnen und Leser, die regelmäßig hier vorbeischauen oder meine Site in ihren Newsreadern abonniert haben, können sich vielleicht an die vielen Hosting- und Servicewechsel von dreitehabee erinnern. Sie wissen auch, dass ich über Tumblr zwar viel Gutes, aber noch viel mehr Schlechtes zu berichten hatte und mich die Versuchung, dreitehabee bei Tumblr zu hosten, viele Stunden der Verzweiflung gekostet hat.

Ein letztes Mal habe ich mich am 25. Februar 2011 aufgerappelt, um all meine Tumblr-Einträge mithilfe des tumblr2wp-Tools in eine WordPress XML-Datei (WXR) zu laden und diese dann bei WordPress.com zu importieren. Das hat ganz gut funktioniert und all meine Artikel wurden halbwegs richtig in WordPress.com importiert. Es waren zwar ein paar Stunden Feinarbeit nötig, um zum Beispiel alle internen Verlinkungen zu verbessern, die verwendeten Fotos mit vernünftigen Dateinamen auszustatten oder URLs und Beitragstitel zu vergeben, die von Tumblr lediglich mit Nummern angegeben wurden, aber im Großen und Ganzen hat der Export/Import gut geklappt. Dachte ich.

Von Anfang an gab es in meinen Statistiken auf WordPress.com einen rätselhaften Beitrag mit dem Titel #2147483647. Zuerst dachte ich, dass das wohl ein Beitrag war, der irgendwo bei Google verlinkt war und deshalb so häufig aufgerufen wurde, doch hat ein Blick in meine tumblr2wp-Exportdatei gezeigt, dass dort nirgendwo ein Artikel mit diesem Titel oder dieser ID vorhanden war. Ebenso ergab eine Suche in WordPress.com, dass es keinen Artikel mit dieser ID oder diesem Titel gab. Und dennoch wurde (und wird!) dieser Beitrag als am häufigsten besuchter Artikel auf dreitehabee geführt.

Ich habe diesen mysteriösen Artikel mit der Nr. 2147483647 dem Support gemeldet und bekam zur Antwort, was ich mir ohnehin auch selbst schon gedacht hatte: Wahrscheinlich ist dieser Artikel irgendwo verlinkt und taucht deshalb so weit oben in den Statistiken auf. Ich kümmerte mich weiterhin nicht darum.

Letzte Woche habe ich WordPress auf einem externen Server installiert und wollte die Daten meines WordPress.com-Blogs ins selbst gehostete WordPress importieren. Natürlich gab es eine ganze Menge Fehler, doch letzten Endes gelang mir der Import. Aber: Die Site funktionierte nicht. Zwar kann man alle Artikel lesen, doch will man einen der Artikel bearbeiten, erhält man die Rückmeldung

You attempted to edit an item that doesn’t exist. Perhaps it was deleted?

Merkwürdig. Ich kann den Artikel sehen, doch kann ich ihn nicht bearbeiten – was war da los? Ich wechselte in die WordPress-Oberfläche und versuchte, den Artikel von dort aus zu bearbeiten, doch ich erhielt genau denselben Fehler zur Antwort. Ebenso fiel mir auf, dass die meisten importierten Artikel weder mit Schlagwörtern bestückt noch Kategorien zugeteilt waren; die meisten, muss ich ergänzen, denn einige Artikel waren sehr wohl beschlagwortet und kategorisiert! Ebenso wurde die hier auf WordPress.com vorhandenen (und ins WXR-File exportierten) Kommentare nicht übernommen. Seiten funktionierten, Artikel, Schlagwörter, Kategorien und Kommentare jedoch nicht.

Zuerst dachte ich, dass dieser Fehler auf ein Problem mit dem aus WordPress.com exportierten WXR-File zurückzuführen sei. Ich öffnete die Datei und stellte fest, dass dort noch immer Datensätze von Tumblr vorhanden waren! WordPress.com hatte die Tumblr-IDs und die Tumblr-URLs aus der mit tumblr2wp erstellten Import/Exportdatei übernommen! Die URLs waren weniger das Problem, da sie lediglich zur eindeutigen Identifikation benutzt wurden, dass aber die Tumblr-ID ins WordPress-System übernommen wurde, stimmte mich bedenklich. Das erklärte nämlich auch, warum meine SQL-Tabellen in etwa folgenden ID-Aufbau hatten 1, 11, 21, 31, 34567890, 12345678900, 987654321234567, usw. und nicht, wie sonst üblich, einem halbwegs erklärbaren Schema folgten (also 1, 11, 21, 31, 41, etc.).

Ich prüfte noch einmal die Links, die zum Bearbeiten eines Artikel führten und stellte fest, dass die meisten Artikel den gleichen Bearbeiten-Link hatten:

http://domain.tld/wp-admin/post.php?post=2147483647&action=edit.

Und damit war ich wieder ganz am Anfang angelangt, denn die Beitrags-ID, die hier bearbeitet werden sollte, ist wieder der mysteriöse Artikel mit der Nummer 2147483647. Ich hätte gleich Google bemühen soll, dann hätte ich von Anfang an gewusst, dass der Import von Tumblr nach WordPress (com oder org) äußerst problematisch war (und scheinbar noch immer ist), da die der Beitrags-ID-Vergabe zugrundeliegende Mathematik im Falle der Zahl 2147483647 Besonderheiten enthält.

Ich habe bis heute keine Lösung für dieses Problem, doch kümmert sich zumindest WordPress.com jetzt darum. Allen, die ihre Seiten von Tumblr nach WordPress importieren wollen, sei jedoch gesagt: Auch wenn alles gut zu sein scheint, solange es keine Heilung für die Tumblr-IDs gibt, gilt: wer einmal mit Tumblr infiziert ist, wird es nicht mehr los.

Ich werde diesen Artikel aktualisieren, sobald eine Lösung (oder ein Workaround) für mein Problem gefunden wurde.

Aktualisierung am 18. April 2012

Die Post-ID 2147483647 ist der höchste Integer-Wert, mit dem ein 32-Bit-System umgehen kann. Da der externe Hoster ein 32-Bit-System betrieb, WordPress.com aber auf einem 64-Bit-System zu laufen scheint, kann ich dort meine Einträge bearbeiten, beim externen Hoster jedoch nicht. Das löst zwar jetzt keines der vielen Probleme, aber mir wurde zumindest das Geld für den externen Hoster zurückerstattet und ich weiß jetzt über diesen Fehler bescheid.

Wir verlassen Facebook

Das Facebook-Konto löschen oder es deaktivieren ist in den Augen mancher nur eine halbe Sache. Berichte über doch noch irgendwo auftauchende Beiträge, die man an sich bereits gelöscht hat, sind ja nicht zuletzt auch Auslöser für den Europe vs. Facebook-Rummel.

Mit dem Facebook Timeline Wall Cleaner geht das Löschen alter Beiträge ganz gut. Man installiert eine Firefox-Erweiterung und klickt auf das Bookmarklet, woraufhin der Cleaner Beitrag für Beitrag löscht. Dann noch das Profilbild entfernen und die Sache sollte erledigt sein.

Wie auch bei Twitter gilt wahrscheinlich auch bei Facebook, dass die Daten in der Tat niemals physikalisch gelöscht, sondern nur deaktiviert werden…

Wir verlassen Twitter

Und damit das auch gut funktioniert und niemand aus unserem Umfeld darunter zu leiden hat, löschen wir zuerst all unsere Tweets am besten mit TwitWipe (dauert lange, friert bei Retweets ein, aber immerhin!) und danach auch alle Kontaktinformationen, die sich Twitter ohne zu fragen von unserem iPhone geholt hat. Dafür wechseln wir in die Ansicht “Freunde finden” und klicken auf den Link “entfernen”, der im 11 Pixel groß geschriebenen Text als letztes Wort des letzten Satzes – “Du kannst Deine Kontakte auch jederzeit von Twitter entfernen.” – verlinkt ist. Anschließend klicken wir auf der Einstellungen-Seite auf “Deaktiviere meinen Account”. Danach müssen wir 30 Tage lang geduldig sein, denn so lange braucht Twitter, um sich endgültig von uns zu verabschieden. Auf Wiedersehen!

Leider muss man bei solchen Anleitungen immer darauf hinweisen, dass die Daten wahrscheinlich niemals wirklich gelöscht, sondern nur deaktiviert werden. Die Backup- und Sicherungssysteme der Internetriesen sind nicht darauf ausgelegt, Daten physikalisch auch tatsächlich zu löschen.

Beeinflusst durch Design? Keine Frage!

Vor vier Jahren habe ich die Frage gestellt, ob das Design einer Website die Entscheidung zum Kauf online beeinflusst oder nicht. Was schon damals eine rhetorische Frage nach dem Einfluss des Designs auf die Kaufentscheidung war, beweist sich wieder und wieder und wieder als ganz besonders entscheidender Aspekt. Diesmal ganz besonders dramatisch.

“R10Cipher” von Arten Science ist ein Verschlüsselungsprogramm. Solche Programme richten sich hauptsächlich an Personen, die darauf vertrauen müssen, dass das, was die Beschreibung des Programms verspricht, auch tatsächlich eingehalten wird. Da sie das niemals überprüfen können, müssen sie sich auf Eindrücke, die sie aus verschiedenen Informationsquellen erhalten, verlassen. Ein Blick entscheidet dabei meistens über eine positive oder eine negative Grundstimmung. Und jetzt, lieber Leser und liebe Leserin, sieh dir bitte die Produktseite für R10Cipher (hier als png auf dreitehabee) an!

Es geht aber noch besser! In unregelmäßigen Abständen bieten die meisten Kleinhersteller spezialisierter Software ihre Programme im Rahmen von Aktionen (Bundles, etc.) zum Kauf an. Ab und an kommt es dabei zu Preisreduktionen von bis zu 90 Prozent. Auch Arten Science hat sich entschlossen, sein Verschlüsselungsprogramm einen Tag lang um 59 Prozent zu ermäßigen und bei BitsDuJour, einer auf solche Billigangebote spezialisierten Seite, anzubieten. Wir erinnern uns: Es geht um ein Verschlüsselungsprogramm, das den Faktor “Vertrauen” braucht, um gekauft zu werden. Und jetzt, hier die Produktseite von BitsDuJour für R10Cipher (hier als png auf dreitehabee).

Beeinflusst uns also das Design, Websites, Produkte und andere Leistungen auf verschiedene Art und Weise wahrzunehmen? Keine Frage!

Teslas Leere-Batterie-Problem

Hunderttausende Euro für ein Elektroauto? Und dann noch diese Peinlichkeit:

Tesla Motors’ lineup of all-electric vehicles … apparently suffer from a severe limitation that can largely destroy the value of the vehicle. If the battery is ever totally discharged, the owner is left with … a completely immobile vehicle that cannot be started or even pushed down the street. The only known remedy is for the owner to pay Tesla approximately $40,000 to replace the entire battery.

Wie man sein Google Webprotokoll löscht

Das Google Webprotokoll ist ein Protokoll aller Suchanfragen, die man jemals bei Google getätigt hat. Man kann dieses Webprotokoll zumindest für den externen Gebrauch löschen. Intern bleibt das Protokoll dennoch offenbar gespeichert und wird bei qualifizierten Anfragen (zB durch Gerichte) ausgehändigt.

  1. Bei Google anmelden.
  2. Nach http://google.com/history wechseln.
  3. Auf “Gesamtes Webprotokoll entfernen” klicken.
  4. Fertig.

Wer davor noch den Creepy-Faktor erleben möchte, kann sich ja mal ansehen, was sie/er in den letzten Jahren alles gesucht hat.

Calepin

Calepin ist wohl die einfachste, sicherste und reduzierteste Art des Bloggens. Calepin ist ein Generator, der aus in Dropbox gespeicherten Markdown-Dokumenten eine Website erstellt und sie auf den Hochleistungsservern von Amazon veröffentlicht.

Der Kopf hinter Calepin, Jökull Sólberg Auðunsson, ermöglicht es dem User dabei bewusst nicht, mehr als nur Inhalte bereitzustellen. Seine Philosophie hinter Calepin ist äußerst interessant, vor allem, weil er damit den qualitativen Aspekt von Onlineveröffentlichungen betonen will.

Vorbildlicher Hinweis zu Tracking-Cookies

AllThingsD hat wohl einen der besten und vorbildlichsten Datenschutzhinweise, die ich jemals gesehen habe. Ganz besonders gut gefällt mir der gelbe Banner, der beim erstmaligen Besuch der Seite erscheint und diesen Text bereithält:

Some of the advertisers and Web analytics firms used on this site may place “tracking cookies” on your computer. We are telling you about them right upfront, and we want you to know how to get rid of these tracking cookies if you like.

Wie man in Gmail seine Kontakte unaufdringlich über eine neue E-Mailadresse informiert

Eine wesentliche Überlegung nach dem Wechsel meiner E-Mailadresse war: Wie informiere ich meine Kontakte über den Wechsel ohne ein Massenmail zu senden, ohne eine Signatur mit der neuen Adresse anzuhängen und Mittel anzuwenden, die penetrant wirken? Ich habe nun folgende Lösung gefunden, von der ich meine, dass sie sowohl unaufdringlich* (weil dezent), als auch effektiv (weil dauerhaft) ist.

  • Nachdem ich alle E-Mails aus Gmail ins neue Konto (über den POP3-Abruf) importiert und über Filter sortiert habe, habe ich den POP3-Import der neuen E-Mailadresse in Google Apps für die Gmail-Adresse gestoppt.
  • Um dennoch alle E-Mails vom Gmail-Konto zu erhalten, habe ich in Gmail eine Weiterleitung für meine E-Mails an die neue Mailadresse eingerichtet. Vorteil: Die E-Mails werden sofort weitergeleitet. Beim POP3-Abruf kann es bis zu einer Stunde dauern, bis die E-Mails von einem Konto zum anderen transferiert werden!
  • Gleichzeitig habe ich in Gmail eine Abwesenheitsnotiz erstellt, die den jeweiligen Absender eines E-Mails über meine neue E-Mailadresse informiert. Um Spam und anderen Problemen vorzubeugen, wird diese Nachricht nur an Personen geschickt, deren E-Mailadresse in meiner Kontaktliste gespeichert ist. Gmail verschickt diese Nachricht nach Erhalt einer E-Mail nur 1 Mal alle 4 Tage.

Ich denke, dass das ein unaufdringliches, aber effektives System ist, all meine Kontakte über die neue Mailadresse zu informieren.

* Mir ist völlig klar, dass mein andauerndes Schreiben über den Wechsel der Mailadresse durchaus in den Bedeutungskreis des Wortes “aufdringlich” eingeht.

Die Sicherheit von E-Mails per se

Max Mansick über die Sicherheit von E-Mails per se als das eigentliche Problem.

There’s been some recent buzz about how it’s bad that Google is “reading” the email of Gmail users. Google examines email algorithmically to power its targeted advertising in Gmail. This practice would be worth worrying about only if email was otherwise secure it’s not and if it was likely to hurt users it isn’t. Ironically, switching away from Gmail could reduce, not enhance, email security.

Dennoch heißt es im letzten Absatz:

With that said, I think it’s a bad idea to use a @gmail.com address (or any other domain name you don’t own). If Google – or your email service of choice – does turn evil or shuts down, at best you have to change your email address, and at worst they own a critical part of your online identity.

Doch richtig gehandelt!

Vollständiges Gmail-Backup mit Apple Mail

Bevor ich meine E-Mailadresse endgültig gewechselt habe, wollte ich ein Backup all meiner E-Mails von Gmail anfertigen lassen und habe diese einfache 3-Schritt-Lösung für Apple Mail unter Lion gefunden.
  1. In Apple Mail im Menüpunkt “Darstellung” > “Postfachliste einblenden” (falls nötig).
  2. Unter “Gmail” auf “Alle Nachrichten” rechtsklicken.
  3. Postfach exportieren… Fertig!

Apple Mail lädt nun alle Nachrichten aus dem Gmail-Konto herunter und sichert sie im ausgewählten Ordner. Da das bisweilen etwas dauern kann, empfiehlt es sich, das Aktivitätsfenster (Fenster > Aktivität) anzeigen zu lassen. Ich habe die mbox-Ordner anschließend gezippt und dadurch nochmal fast 2,3GB an Platz zurückgewonnen.

Reisen nach China in Zeiten digitaler Spionage

Die New York Times berichtet über das Reisen nach China in Zeiten digitaler Spionage.

When Kenneth G. Lieberthal, a China expert at the Brookings Institution, travels to that country, he follows a routine that seems straight from a spy film.

He leaves his cellphone and laptop at home and instead brings “loaner” devices, which he erases before he leaves the United States and wipes clean the minute he returns. In China, he disables Bluetooth and Wi-Fi, never lets his phone out of his sight and, in meetings, not only turns off his phone but also removes the battery, for fear his microphone could be turned on remotely. He connects to the Internet only through an encrypted, password-protected channel, and copies and pastes his password from a USB thumb drive. He never types in a password directly, because, he said, “the Chinese are very good at installing key-logging software on your laptop.”

Warum ich nun eine eigene E-Mailadresse habe

Vor ein paar Tagen habe ich mir zum ersten Mal eine eigene E-Mailadresse zugelegt und meine gesamte Kommunikation, die bislang über Gmail lief, dorthin transferiert. Diese Aktion hat bei denjenigen, die bisher davon erfahren haben, Verwunderung und das Bedürfnis nach einer Rechtfertigung meinerseits ausgelöst; schließlich habe ich meine Gmail-Adresse 8 Jahre lang benutzt. Was ist das für eine Adresse? Warum der Wechsel? Hattest du nicht ohnehin eine Adresse? Was spricht gegen Gmail? Und, und, und. Hier die Begründung.

Meine erste E-Mailadresse war die meines Internet-Serviceproviders (ISP), CompuServe. Dann die meines zweiten ISPs, IBM.Net. Wenig später bin ich zu Telekabel gewechselt, wo ich abermals eine E-Mailadresse bekommen habe, die später auf Chello geändert wurde. Ich habe mir damals zusätzlich eine Hotmail- und später noch eine GMX-Adresse zugelegt, damit ich beim eventuellen nächsten Providerwechsel allen Freunden und Verwandten nicht nocheinmal eine neue Adresse mitteilen musste. Währenddessen habe ich noch eine Uni-Mailadresse bekommen, gefolgt von verschiedenen Mailadressen diverser Jobs und Praktika.

2004 habe ich mich bei Gmail angemeldet und diese Entscheidung niemals bereut. Gmail ist die bestmögliche Art und Weise, mit E-Mails umzugehen. Kein anderes System arbeitet so zuverlässig, bietet durchdachte Konversationsansichten, einen nahezu völlig fehlerfreien Spamfilter, eine unschlagbar schnelle, treffsichere und zuverlässige Suche, Labels und ein Webinterface, das alle anderen Lösungen in den Schatten stellt. Es spricht einiges für einen Service, wenn sich Personen, die einmal ein Gmail-Konto haben nie mehr nach Alternativen umsehen.

Doch auch, wer sich eine providerunabhängige Mailadresse bei einem Mailservice wie Gmail (oder Yahoo, GMX, Hotmail, Fastmail, Web.de oder anderen) zulegt, ist nicht vor Änderungen gefeit. Marco Arment hat das in einem kurzen Absatz so trefflich zusammengefasst:

You might think your @gmail.com address will be fine indefinitely, but if I used a webmail address from the best webmail provider at the time I broke away from my university address and formed my own identity, it would have ended in @hotmail.com. And that wasn’t very long ago.

Das Argument ist schlagkräftig und gilt insbesondere dann, wenn man das Gefühl von Sicherheit vermittelt bekommt, obwohl es schlichtweg nicht existiert. Gmail (und andere Anbieter) funktionieren problemlos, solange die dahinterstehenden Firmen Gewinne machen und solange ihre AGB vertretbar sind. Ändert sich das aber, und wir alle wissen, dass das sehr schnell möglich ist, dann ist die E-Mailadresse genauso weg, wie das mittlerweile mehrere Gigabytes große Mailarchiv.

An sich ist ein Konkurs oder die Änderung von AGB kein großes Problem, denn Freemail-Anbieter gibt es wie Sand am Meer, doch hat sich mittlerweile ein Aspekt in Bezug auf E-Mails geändert: Vor zehn Jahren waren E-Mails eine zusätzliche Möglichkeit der Kommunikation, in manchen Firmen und Geschäftsbeziehungen lediglich “Freaks” vorbehalten. Verträge und andere, wichtige Dokumente wurden per Post zugestellt, wenn es etwas schneller gehen musste, war das Fax die einzige Alternative. Niemand wäre damals auf die Idee gekommen, rechtsverbindliche Dokumente einzuscannen und per Mail zu versenden, heute erhalte und versende ich praktisch all meine Rechnungen und viele andere wichtige Dokumente ausschließlich darüber; ich melde Services und Dienste online an – mit einer Bestätigung per E-Mail; ich setze Passwörter zurück, mache Onlinegeschäfte – immer ist das E-Mailkonto involviert. E-Mails haben sich – ich entschuldige mich für diese so banale Feststellung – zum primären und unabdingbaren Kommunikationsweg entwickelt. E-Mailadressen sind, ebenso wie Telefonnummern und Wohnadressen, zu einem Teil unserer Identität geworden. Und doch verlassen sich die meisten – ich bis vor kurzem nicht ausgeschlossen – darauf, dass unsere vorgeblich kostenlosen Mailkonten immerwährend verfügbar sein und einen zuverlässigen Speicher für unsere mittlerweile gewaltigen Mailarchive zur Verfügung stellen werden. Eine trügerische und fast schon gefährliche Annahme!

Das sind also die Gründe, die mich dazu bewogen haben, mir nun eine eigene E-Mailadresse zuzulegen. Die Adresse gehört mir, als Service benutze ich, nicht ohne andauernd Sicherungskopien zu erstellen, Google Apps, da ich nach wie vor keine brauchbare Alternative zu Gmail gefunden habe. Sollte Google allerdings mit seinen AGB zu weit gehen oder sollte sich in naher oder ferner Zukunft ein anderer Anbieter als zuverlässiger, benutzerfreundlicher herausstellen, kann ich mit meiner Mailadresse – ohne diese jemals wieder ändern zu müssen – einfach weiterziehen.

Think about that!