Wer schon einmal vom Metalab oder The Hub gehört oder gelesen hat, den könnte diese Minidoku eventuell interessieren. Die schaurig-sterile Atmosphäre im The Hub wurde auf einbein.net eingefangen.
Flickr-Zensur. Nun auch ich.

Gestern wurde ich von der Zensur bei Flickr erfasst. Mein „Safety Level,“ der für alle Fotos in meiner Flickr-Galerie gilt, wurde von „safe“ auf „moderate“ herabgesetzt. Laut Flickr bedeutet das, dass
- ich einige meiner Bilder angeblich „falsch“ deklariert habe (jedes Mitglied kann jedem einzelnen Bild einen „Safety Level“ zuschreiben),
- meine Bilder nicht mehr ohne Flickr-Mitgliedschaft zu sehen sind (siehe Screenshot),
- meine Bilder – auch bei bestehender Flickr-Mitgliedschaft – in Indien, Hongkong, Singapur oder Korea nicht zu sehen sind,
- meine Bilder bei bestehender Flickr-Mitgliedschaft außerhalb der oben genannten Länder nur dann zu sehen sind, wenn man in seinen Suchfilter-Einstellungen die Funktion SafeSearch explizit auf „SafeSearch moderate“ oder „SafeSearch off“ gestellt hat. Von Haus aus ist der Filter auf „SafeSearch on“ eingestellt.
Die Herabstufung traf mich, wie alle anderen, die das schon erlebt haben, auch, unerwartet und scheinbar aus heiterem Himmel. Im E-Mail, das ich von Flickr bekommen habe, heißt es nur
This is a message from the Flickr Abuse & Advocacy team to let you know that we‘ve changed the safety level of your photostream to „moderate“. Having a „moderate“ warning on your account means we‘ve determined there are items in your photostream in the wrong categories. […] As you upload stuff to Flickr, you need to make sure that you‘re applying appropriate filters („safe“, „moderate“, or „restricted“). If you don’t apply filters correctly, there’s a very good chance another member will let us know – in fact that’s why we‘ve taken action today.
Welches meiner Fotos den Stein des Anstoßes darstellt, weiß ich nicht mit Sicherheit. Sehr wahrscheinlich ist es der Akt einer nackten Samoanerin. Das Bild ist ein Foto, das ich von einem Foto im Robert Louis Stevenson-Museum in Samoa gemacht habe. Auf dem schwarzweißen und bereits gegilbten Bild, das zwischen 1899 und 1919 von einem unbekannten deutschen Fotografen gemacht wurde, ist eine nackte Samoanerin zu sehen, die auf einem mit Fellen ausgelegten Boden vor einer mit Fellen behängten Wand liegt.
Drei Jahre lang habe ich für dieses Bild vom Bild positive Kommentare und Zustimmung von anderen Flickr-Mitgliedern erhalten. Gestern hat sich offenbar jemand daran gestoßen und das Bild bei Flickr gemeldet. Ob noch andere Fotos von der Flickr-Zensur betroffen sind, weiß ich momentan nicht. Dass dieses Bild auf jeden Fall mit der Herabstufung meiner Flickr-Galerie zu tun hat, ist mir durch einen Blick auf die Filteroptionen aufgefallen, wo die Markierung des Fotos als „moderate“ durch die Mitarbeiter von Flickr auch deklariert ist.

Laut Flickr kann ich nun einen Antrag auf Re-Review stellen, bei dem sich ein Mitarbeiter abermals meine Fotos anschaut und mir – ohne jedoch Feedback zu geben – eine Hochstufung meines Kontos zu „safe“ erteilt oder mich weiterhin auf „moderate“ belässt. Bis dahin kann ich offenbar nicht viel tun, denn ein Zurückstufen von als „safe“ deklarierten, aber von Flickr automatisch als „moderate“ eigestuften Bilden, kann ich nicht durchführen. Wie es mit meiner Flickr-Galerie weitergehen soll, weiß ich nicht.
Wenn ich allerdings in Zukunft jedes Bild einer bikinitragenden Frau und jedes Foto einer stillenden Mutter als „moderate“ deklarieren muss, dann war’s das mit Flickr. Und das wäre sehr, sehr schade.
Nachtrag 23:05 Uhr
Und schon wieder ist alles anders….

Reisen ist das Gegenteil von Urlaub
Was ich nicht mag: „Willkommen in/auf…!“ Frühstück gibt es von 7 bis 9:30 Uhr. Gruppe A. Gruppe B. Frühstücksbuffet. Herrichten fürs Frühstück. Eingehaltene Essenszeiten. Fachdiskussionen am Frühstückstisch in Ermangelung eines Einzel- oder, wenn schon, eines Zweiertisches. Familiennamennennen beim Einsteigen. Panoramadach-Busreisen. Elefantenreiten. Tigerstreicheln. Traditionelle Lebensweise erforschen bis 14:00 Uhr. Schaumönche. Mittagessen, bevor das Frühstück verdaut wurde. Urlaubsanbietervergleiche. Nicht wie im Prospekt-Diskussionen. Mediation und Streitschlichtung. Nachmittagsprogramm. Fotostopps. Pipimachen-Stopps. Bootsausflüge mit Tauchmöglichkeit. Aussichtsplattformen. Nur hier werden wirklich traditionelle Waren verkauft-Shops. Ausflugsgruppen, die „später wieder zu uns stoßen werden.“ Kulturabend mit traditionellen Speisen. Pommes Frites dazwischen. Und Ketchup. „Ach wären wir…“ und „Hätten wir doch…“ Sex aus Langeweile. Fernsehabende, die wie ein Highlight wirken. Weinverkostungen. Kulturbesichtigungen. Mitternachtssnacks. Die Seele baumeln lassen. Meine Muttersprache im Ausland.
Was ich mag: Hotelsuchen und daraus resultierende Diskussionen mit dem Taxifahrer, der einen immer und immer wieder in die Provisionsschlafstätten zu bringen. Nicht rasieren. Frühstück gegen Mittag am örtlichen Markt. Eine Frucht, die man noch nie gesehen und deren Namen man nicht verstanden hat, kosten. Kein Wort der Menschen im Umkreis von 250 Meter in die grundlegenden Kenntnisse der Landessprache einbauen können. Moped- und Motorradtaxis ausweichen. Zwischendurch-Mahlzeit bei einer Garküche keinen Kilometer von der Schnellstraße entfernt. Busbahnhof finden. Mit viel zu vielen Menschen in einem Bus fahren. Ankommen und nicht wissen wohin. Touristen in einem Panoramadach-Autobus vorbeifahren sehen. Kaffee in einer Bretterbude trinken. Von den Verwandten, Bekannten und Freunden des Bretterbudenbesitzers in Österreich und Los Angeles erzählt bekommen. Beim Spazierengehen von neugierigen Kindern begleitet werden. Den Moment, wenn man zum ersten Mal das Meer zwischen Palmenblättern sieht. Einen Weg zum Strand finden. An hochgezogenen Fischerbooten vorbeigehen. Das kalte Wasser auf dem Warmen Sand zwischen den Zehen spüren. Am Strand entlanggehen und dabei niemandem begegnen. Am Horizont einen Bootsausflug mit Tauchmöglichkeit sehen. Völlig ausgetrocknet nach Wasser fragen. In einem Lokal irgendetwas zu essen bekommen, dessen Namen und Zusammensetzung man nie erfahren wird. Den Geschmack entdecken. Sich verabschieden, um den letzten Autobus zu erwischen. In einem leeren Autobus wieder in die Stadt fahren. Reifenplatzer mitten am Gebirgspass. Tee kochende Reisende. Weiterfahrt um 3:00 Uhr morgens. Ankunft in der Stadt um 5:00 Uhr. Kleines Frühstück am lokalen Markt. Das Lachen des Marktstandbetreibers, wenn man vom Reifenplatzer erzählt. Das Betreten des Hotels um schlafen zu gehen, wenn sich die Reisegruppen zum Frühstück, Gruppe A und B, treffen.
Apps, die umzäunten Gärten des Internet
Viele Netzbeobachter sehen die Zukunft des Internet in „umzäunten Gärten,“ Subsystemen des Web also, die Inhalte in an ein bestimmtes Format gebundener Form verfügbar machen. Fürs eBook braucht man Amazons Kindle; für Apps benötigt man Apples iPhone oder das iPad; um Inhalte hochladen zu können, benötigt man ein Facebook-Konto. Was sie alle gemeinsam haben? Das Internet ist ein kostenloses und offenes System – gewesen. eBooks, Apps und Facebook machen daraus eine Ansammlung von zum Teil kostenpflichtigen Subsystemen.
Was früher AOL, Prodigy und CompuServe gebildet haben, bilden jetzt Facebook, Apple und andere geschlossene Systeme: Subsysteme des Internet, die vermeintlich Erleichterungen und Benefits mit sich bringen.
Diese Entwicklung, hier am Beispiel Facebook, wird über kurz oder lang zum Problem werden.
Das war’s mit Google Wave
Google beendet die Entwicklung von Google Wave. Ich habe den Vorteil dieses Systems nie verstanden und es stets als behäbig und kompliziert angesehen. Offenbar war ich nicht alleine mit dieser Sichtweise.
But despite these wins, and numerous loyal fans, Wave has not seen the user adoption we would have liked. We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects.
Ein Uhr, viele Zeitzonen
Eine Uhr, die mit nur einem Zeiger verschiedene Zeitzonen anzeigt.

Neuere Autoreifen vorne oder hinten montieren?
Der ÖAMTC kommt in einem Spezial-Sommerreifentest zum Fazit, dass es besser wäre, neuere, also weniger abgefahrene Reifen mit stärkerem Profil, an der Hinterachse zu montieren. Die Begründung für dieses Fazit lautet:
Alte Reifen an der Hinterachse führen zu einem gefährlichen, inakzeptablen Ausbrechen in Notsituationen. Das kann auch ESP nicht verhindern. Die Übersteuer-Reaktion wird zwar anfangs korrigiert, wirkt aber dann, wenn die Grenzen der Physik erreicht sind, umso heftiger. Werden die schlechteren Reifen an der Vorderachse montiert, verlängern sich die Bremswege deutlich.
Nun stellt sich mir eine Frage. Provoziert man in so einem Fall nicht durch die Verlängerung des Bremsweges die Notsituation? Die Frage resultiert aus der folgenden Überlegung: Man bremst (auch etwas kräftiger) wesentlich häufiger als man in eine relevante Notsituation kommt („Grenzen der Physik“). Wenn aber nun die Vorderreifen, die zwangsweise mehr Bremsleistung abfangen müssen, die älteren sind, erhöht das doch die Wahrscheinlichkeit einer Notsituation durch Verlängerung des Bremswegs bei jedem Bremsvorgang, damit im Verhältnis betrachtet, enorm.
Ich bin kein diesbezüglicher Spezialist, zweifle daher nur meiner Logik folgend. Oder übersehe ich da etwas?
Dein Facebook-Profil bei Apple, Scientology, Cisco, Deutsche Telekom, Disney, Pepsi Cola, Siemens, etc.
A.C. Nielsen; Agilent Technologies; Apple; AT&T, possibly Macrovision; Baker & McKenzie; BBC; Bertelsmann Media; Boeing; Church of Scientology; Cisco Systems; Cox Enterprises; Davis Polk & Wardwell; Deutsche Telekom; Disney; Duracell; Ernst & Young; Fujitsu; Goldman Sachs; Halliburton; HBO & Company; Hilton Hospitality; Hitachi; HP; IBM; Intel; Intuit; Levi Strauss & Co.; Lockheed-Martin Corp; Lucasfilm; Lucent Technologies; Matsushita Electric Industrial Co; Mcafee; MetLife; Mitsubishi; Motorola; Northrop Grumman; Novell; Nvidia; O‘Melveny & Myers; Oracle Corp; Pepsi Cola; Procter and Gamble; Random House; Raytheon; Road Runner RRWE; Seagate; Sega; Siemens AG; Sony Corporation; Sprint; Sun Microsystems; Symantec; The Hague; Time Warner Telecom; Turner Broadcasting System; Ubisoft Entertainment; Unisys; United Nations; Univision; USPS; Viacom; Vodafone; Wells Fargo; Xerox PARC.
Was haben all die hier genannten Firmen gemeinsam? Sie alle haben angeblich die 2,8 GB große Datei mit den Facebook-Profilen von 100 Millionen Facebook-Benutzern heruntergeladen, behauptet Dan Nosowitz von Fast Company.
Harmonie einer Seite
Van de Graaf, de Honnecourt, Rosarivo und Jan Tschichold haben sich intensiv mit dem harmonischen Aufbau des Textbilds auf gedruckten (Doppel-) Seiten beschäftigt und festgestellt, dass die Fibonacci-Reihe und das Verhältnis 2:3 das perfekt harmonische Seitenbild darstellt. Alexander Ross Charchar hat sich die Entstehung der verschiedenen Messmethoden und den Entwicklungsverlauf dieser Feststellung und Präzisierung näher angesehen und mit Animationen und aktuellen Beispielen dargestellt.
Wenn die Erde nicht mehr rotiert
Was geschieht, wenn die Erde nicht mehr rotiert? Das gleich vorweg: Eine völlige Veränderung der geografischen Situation wäre die Folge, mit zwei riesigen Ozeanen an den Polen.
Herkimers modifizierte Synesso
Wenn Espressomachen technisch wird und verschiedene Ventile und Timer Druckausgleiche durchführen und gezielte Mengen Überdruck aufbauen…
Wikileaks Afghanistan-Berichte über Franzosen und Polen
Was uns Europäern die auf Wikileaks veröffentlichten Afghanistan-Berichte mitteilen ist erschreckend.
Die veröffentlichten Dokumente enthalten insgesamt 44 Berichte über Zivilisten, die durch Nato-Truppen zu Schaden kamen. So beschossen 2008 französische Soldaten einen Bus voller Kinder mit automatischen Waffen und verletzten acht Insassen. Polnische Truppen sollen laut Wikileaks im Jahr 2007 ein Dorf „aus Rache“ mit Mörsern beschossen haben, wodurch eine ganze Hochzeitsgesellschaft ums Leben kam. Über diese Vorfälle war bisher nicht berichtet worden.